Ab und zu kommt es vor, dass Muriel Silberstreif und sein Kompagnon gemeinsam die Welt zu gestalten begannen und dabei auch an fast alles dachten, außer an eine gerechte Verteilung der ganzen neuen Satzenden. Deswegen wollten sie sich treffen, und zwar in Gütersloh, dem bekannten Austragungsort der Konzertreihe „Leben mit Tinnitus“, die trotz des allgemeinen Durcheinanders diesmal stattfinden konnte und trotz sperrigem Titel gut besucht war.
Das Durcheinander kam daher, dass Muriels Kompagnon wieder mal alle Satzenden der entsetzlichen Satzendenhändler-Satzung willkürlich über das Deckblatt des neuen Satzendenänderungsgesetzes verteilt hatte. Wenn nun aber ein Super-GAU – also ein Satzendenmassaker – käme, wäre ein Wurstbrot das einzige geeignete Satzendenverhinderungsmittel, das dann noch die Welt der Satzendenhändler, welche ebenso am Ende waren wie alle Sätze, retten könnte? In aller Offenheit wandte sich Muriel an den Gemeindepfarrer mit dem Wurstbrot und deklamierte „Dies, meine sehr verehrten Damen, Herren und Kirchenvertreter, es ist mir ein bisschen langweilig geworden, weil Wurstbrote keine Musik spielen und Rosinenschnecken keine Gelüste wecken!“
Das heißt nicht, daß er damit gotteslästerlich oder gar satzendenfeindlich wirken wollte, sondern bedeutete nur seinem heimlich lauernden Appetit auf alles, was am Satzende heimlich lauerte, zu
ab und zu
kommt es vor
dass Muriel Silberstreif
und sein Kompagnon
gemeinsam die Welt
zu gestalten begannen
und dabei auch
an fast alles
dachten, außer an
eine gerechte verteilung
der ganzen neuen
Satzenden. Deswegen wollten
sie sich treffen [,]
und zwar in
gütersloh, dem bekannten
Austragungsort der Konzertreihe
“Leben mit Tinnitus”
, die trotz des
allgemeinen Durcheinanders diesmal
sperrigen titels ein[Edit: Tut mir Leid, rebhuhn, du kannst nichts dafür, aber rauskuckers Beitrag hing aus irgendeinem Grund im Spamfilter und er war zuerst da. Ich habe keine Ahnung, warum Akismet da ein Problem hatte. Muriel]stattfinden konnte und
trotz sperrigem Titel
gut besucht war.
!]
[Muriel, kein ding - danke, hanscustom
Das Durcheinander kam
daher, dass Muriels
Kompagnon wieder mal
alle Satzenden der
entsetzlichen Satzendenhändler Satzung
willkürlich über das
Deckblatt des neuen
Satzendenänderungsgesetzes verteilt hatte.
Wenn nun aber
ein superGAU, also
ein Satzendenmassaker käme,
wäre ein Wurstbrot
das einzige geeignete
Satzendenverhinderungsmittel, das dann
noch die Welt
der Satzendenhändler, welche
ebenso am Ende
waren wie alle
Sätze, retten könnte?
In aller Offenheit
wandte sich Muriel
an den Gemeindepfarrer
(höhö!)
mit dem Wurstbrot
[triple-hö!]
und deklamierte “Dies
, meine sehr verehrten
Damen, Herren und
Kirchenvertreter, es ist
mir ein bisschen
langweilig geworden, weil
Pfaffen, schmeckt bitter!”
(oops, ich nehm’s zurück, kam zu spät). Neu:
Wurstbrote keine Musik
[@podruga: Willkommen, und entschuldige bitte. Ich komme mit dem Aktualisieren des Beitrags oben nicht immer ganz nach. Danke fürs Mitmachen!]
spielen und Rosinenschnecken
keine Gelüste wecken!”
Das heißt nicht,
daß er damit
gotteslästerlich oder gar
satzendenfeindlich wirken wollte
sondern bedeutete nur
seinem heimlich lauernden
Appetit auf alles
, was am Satzende
heimlich lauerte, zu
ignorieren und stattdessen
ein Lied anzustimmen.
So soll es
dann auch zu
folgendem, mysteriösen Sachverhalt
gekommen sein: Der
Hut der Gräfin
, welcher vollkommen aus
blauem Samt und
Stacheldraht kunstvoll gestaltet
war, fing an
seltsame Geräusche und
mehr als ein
Knistern von sich
zu geben. Er
leuchtete außerdem stark
, was alle Anwesenden
mit schweigendem Gelächter
paradox quittierten. Dabei
bemerkte allerdings niemand
dass jenes Leuchten
einer sechzigwattbirne war!
Vor den Fenstern
tanzten Abertausende kleiner
wahnsinnig wissenschaftlicher Wörter
einen linguistisch trickreichen
,deren satzfeindliches Ende
immer “lich” lautete.
Das ist abscheulich!
tatsächlich´? Wirklich unglaublich!!
PlötzLICH ein Meteroiteneinschlag,
der wortdurchfall veursachte
(jetzt mal weiter!!)
und die Lich-Wörter
entschwanden ins UnendLICHE
Entstehung neuer Wortschöpfungen:
Feinstoffschneider
Antidenkschmerztherapie
Ironiebrausegetränk
davon bekam Muriel
den Eindruck, dass
dieser ganze Text
die totale Sinnlosigkeit
seiner einzelnen Bestandteile
exponentiell steigerte, während
das eigentliche Ziel
so nah lag
, Syntax und Semantik
Die Zauberformel lautete:
lies Muriels Gedichte!!
Dies wäre jedoch
eine zu abwegige
Lösung, deshalb suchte
er eine Schreibmaschine.
mit der er
seine eigenen Geschichten
noch einmal sorgfältig
originalgetreu und ungelogen
für die Nachwelt
eliminieren. Ausserdem widerte
ihn der falsche
Satzbau dermaßen an,
dass er sich
übergeben mußte und
dabei sieben grüne
Dreiecke mit gelben
siebenzackigen Sternen ausspuckte.
Dieserart erleichtert, gab
er Buchstabenrevolutionskommando.
Dabei erkannte er,
dass sich ein
kleines Eszett niemals
, oder nur selten
in ein großes
verwandeln würde. Er
begann zu kichern
, spielte gelangweilt an
seiner nach Parfüm
stinkenden Schreibunterlage und
kaute auf ihr
[Hoppla. Bitte um Verzeihung. Kommt davon, wenn man sich ablenken lässt...]
herum, bis er
von Übelkeit übermannt
in die Drogerie
eilte, um sich
mit blutunterlaufenen Augen
eine andere, ebenfalls
blutrote Schriftmappe einzukaufen.
Auch seine übliche
Defensivstrategie funktionierte hier
einmal mehr hervorragend,
denn seine neue
freundin hatte ihm
bereits nach wenigen
den Nachthimmel zerreissenden
regenbogenfarbenen, inbrünstigen Liebesschwüren
unter Tränen gestanden,