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	<title>überschaubare Relevanz</title>
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	<description>Man muss das realistisch sehen.</description>
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		<title>Davos weh tut (2)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Man Muriel shakes his fist]]></category>
		<category><![CDATA[Unpolitisches]]></category>
		<category><![CDATA[Buchpreisbindung!!!!!]]></category>
		<category><![CDATA[faz.net]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Appel]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rant]]></category>

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		<description><![CDATA[So, der Rant ist fertig, jetzt sehe ich mich in der Lage, über das Interview der FAZ mit Herrn Appel von der Post zu schreiben, ohne mich strafbar zu machen. Los geht&#8217;s. Schon die Überschrift ist bezeichnend für die Haltung des Herrn: „Wir Besserverdiener wollen höhere Steuern zahlen“ Herr Appel, sie unaufrichtiger Mensch, Sie. Das [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5910&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, <a title="Davos weht tut (1)" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/29/davos-weht-tut-1/">der Rant</a> ist fertig, jetzt sehe ich mich in der Lage, über das Interview der FAZ mit Herrn Appel von der Post zu schreiben, ohne mich strafbar zu machen. Los geht&#8217;s.</p>
<p>Schon die Überschrift ist bezeichnend für die Haltung des Herrn:</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">„Wir Besserverdiener wollen höhere Steuern zahlen“</a></h3>
<p>Herr Appel, sie unaufrichtiger Mensch, Sie. Das haben Sie natürlich diplomatisch formuliert. Wie viel weniger nett hätte es geklungen, wenn Sie etwas gesagt hätten, was der Wahrheit näher käme, wie zu Beispiel:</p>
<p>&#8222;Ich und ein paar Leute, die ich kenne, sind der Meinung, dass andere Leute gezwungen werden sollten, höhere Steuern zu zahlen, und würden in dem Fall sogar akzeptieren, dass es uns dann eben auch treffen muss.&#8220;</p>
<p>Denn wenn es Ihnen wirklich nur darum ginge, für eine Gruppe zu sprechen, die gerne freiwillig höhere Steuern zahlen will, dann müssten Sie nicht darüber sprechen. Sie und diese anderen Menschen, von denen Sie reden, die offenbar gemeinsam mit Ihnen in der glücklichen Lage sind, zu viel Geld zu haben, könnten <a title="Bundeskasse Halle, Kto.: 860 01 040 (BLZ 860 000 00)" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2011/09/04/bundeskasse-halle-kto-860-01-040-blz-860-000-00/" target="_blank">es einfach tun</a>, und uns andere, die wir unser Geld noch selbst brauchen, vielleicht, weil wir nicht das Glück haben, für Monopolkonzerne zu arbeiten, die Jahrzehntelang alles vom Staat feingesiebt in diverse Körperöffnungen geblasen bekommen haben, mit Ihren Genörgel verschonen.</p>
<p>Hm. Anscheinend hat der Rant doch noch nicht allen Ärger aufgebraucht. Ich bitte um Entschuldigung und gehe jetzt mal einen Tee trinken. Wenn ich wiederkomme, müsste ich sachlicher sein.</p>
<p>So, bin zurück. Nächster Versuch. Fangen wir von vorne an, da wird es auch gleich lustig. die FAZ fragt, mit welchem Gefühl Herr Appel aus Davos nach Hause fährt, und er antwortet:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">Mit dem Gefühl, dass das Schlimmste der Krise überstanden ist &#8211; diese Zuversicht höre ich aus vielen Gesprächen heraus.</a></p></blockquote>
<p>Die FAZ weist ihn darauf hin, dass es üblicherweise anders kommt, als die Gipfelteilnehmer prognostizieren, worauf Herr Appel zustimmt und nun plötzlich die gegenteilige Erfahrung gemacht hat:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">Meist tritt nicht ein, was die Majorität denkt &#8211; das deckt sich mit meiner Erfahrung. Insofern mag es Sie trösten, dass in Davos niemand jubelnd unterwegs ist. Es hat sich noch keine klare Mehrheit herausgebildet.</a></p></blockquote>
<p>Ach so. Na gut, diese Argumentation ist wasserdicht. Ich schätze, wir können uns auf einen Boom freuen.</p>
<p>Angesichts von so viel Albernheit kann auch der FAZ-Mann nicht ernst bleiben, oder er hat versehentlich den Stichwortzettel von Bernd Stelter mitgenommen, was weiß ich?</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">Wie stellt sich aus Ihrer Warte die Misere in Griechenland dar? Transportieren Sie noch Pakete dorthin?</a></strong></p></blockquote>
<p>Ich kann mir den verdutzten Gesichtsausdruck und den verunsicherten Tonfall von Herrn Appel vorstellen, als er mit &#8222;Selbstverständlich&#8220; antwortet, worauf der investigative Journalist von Deutschlands bester Tageszeitung knallhart nachfragt:</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">Die Rechnung wird auch bezahlt?</a></strong></p></blockquote>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/29/davos-weh-tut-2/"><img src="http://img.youtube.com/vi/Vv-wq-prqNk/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Aber es wird auch irgendwann wieder ernst, und Herr Appel erklärt seine Position zum &#8222;ausufernden Finanzkapitalismus&#8220;:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">ich glaube wie [Frau Merkel], dass wir eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte brauchen.</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">[...]</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">Ich spreche von einer Form des Finanzkapitalismus, der keinen Nutzen für den Kunden generiert, denn der entzieht der sozialen Marktwirtschaft das Fundament</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank">[...]</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/post-chef-frank-appel-wir-besserverdiener-wollen-hoehere-steuern-zahlen-11629113.html" target="_blank"> Nur wer keinen Mehrwert generiert, der sollte auch nicht exzessiv bezahlt werden.</a></p></blockquote>
<p>Und da bin ich jetzt nicht sicher, ob ich unfair bin, aber für mich klingt da diese anscheinend verbreitete Einstellung durch, dass man Dinge ruhig verbieten kann, die einem keinen Vorteil bringen. Warum sollten diese blöden Banker etwas tun dürfen, was &#8222;keinen Nutzen für den Kunden generiert&#8220;?</p>
<p>Ja, warum? Aus demselben Grund, aus dem wir alle nicht nur das tun dürfen sollten, was irgendjemand anders für nützlich befindet. Weil der Mensch nicht das Recht hat, andere Menschen zu zwingen, das zu generieren, was er selbst für Mehrwert hält. Herr Appel maßt sich hier etwas an, was ich für ungeheuerlich halte, was aber in der politischen Debatte als selbstverständlich gilt: Man schreibt anderen vor, das zu tun, was man selbst gern hätte. Mir gefällt es nicht, wenn jemand komplizierte Finanzderivate einsetzt, das gehört verboten. Mir gefällt es nicht, wenn jemand nur weiße Männer als Kellner einstellen will, das wird bestraft. Mir gefällt es nicht, wenn Leute Bücher zu billig verkaufen, her mit der Buchpreisbindung.</p>
<p>Ich muss nun zugeben, dass ich in diesem Bereich nur sehr beschränkt mit objektiver Wahrheit argumentieren kann. Ich kann vielleicht darauf hinweisen, dass meiner Meinung nach solche Vorschriften uns allen letzten Endes schaden, aber eigentlich ist das nicht mein Hauptargument. Mein Hauptargument ist eigentlich nur, dass ich echt nicht gerne in einer Gesellschaft leben möchte, in der ich permanent irgendeinem Zwang unterworfen bin, der in meinen Augen durch nichts gerechtfertigt ist. Es kotzt mich einfach an, dass Leute wie Herr Appel oder Herr Trittin oder Frau Merkel oder Herr Rösler sich das Recht herausnehmen, zu entscheiden, wie ich mich krankenversichern muss, ob ich beim Radfahren einen Helm trage, und zu welchem Preis ich Bücher kaufe. Ich meine, jetzt mal ehrlich: Buchpreisbindung? <strong>Buchpreisbindung?</strong> Geht&#8217;s noch? (Ich weiß natürlich, dass es hier eigentlich nicht um Buchpreisbindung geht und Herr Appel kein Wort zur Buchpreisbindung verloren hat, aber das ist mir gerade egal.)</p>
<p>Ja, das ist eine Geschmacksfrage. Ihr könnt das anders sehen, und ich kann schwerlich behaupten, das eure Position in irgendeinem objektiven Sinne fehlerhaft wäre. Aber ich kann mir doch zumindest wünschen, dass diejenigen, die das anders sehen, wenigstens offen damit umgehen. Wenn jemand meint, das Recht zu haben, Zwang gegen andere Menschen auszuüben, dann sollte er das meiner Meinung nach offenlegen und genau erklären, wie seine Rechtfertigung aussieht, statt seine Absichten hinter verschüchtertem Gemurmel von &#8222;Wir Besserverdiener wollen&#8220; und &#8222;sollte&#8220; und &#8222;Fundamenten der Sozialen Marktwirtschaft&#8220; zu verstecken, oder frommen Sprüchen wie &#8222;Der Staat sind wir&#8220;. Ich weiß nicht, was du bist, aber ich bin jedenfalls nicht der Staat. Wenn jemand mich unter Androhung von Gewalt zu etwas zwingen will, dann soll er das bitte mit vorgehaltener Waffe tun und nicht auch noch von mir erwarten, sein komisches Spiel von Vernunft und Konsens und Moral mitzuspielen.</p>
<p>Ja, das war jetzt ein bisschen pathetisch. Aber ist ja auch Sonntag, da darf man doch wohl ein bisschen übertreiben. Und ich hatte ja auch nie behauptet, dass ich sachlich bleiben will. Ich wollte mich nur nicht strafbar machen. Mission accomplished.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5910/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5910&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Davos weh tut (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 11:27:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Old Man Muriel shakes his fist]]></category>
		<category><![CDATA[Davos]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>

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		<description><![CDATA[Skeptizismus und Liebe zur Wahrheit hin oder her, es gibt Themen, von denen ich mich besser fern halten sollte. Dinge, von denen ich eigentlich nichts wissen will. Die Berichterstattung zum Gipfel in Davos gehört dazu, aber wie so oft wusste ich nicht, was gut für mich ist und habe trotzdem ein bisschen drüber gelesen. Und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5906&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Skeptizismus und Liebe zur Wahrheit hin oder her, es gibt Themen, von denen ich mich besser fern halten sollte. Dinge, von denen ich eigentlich nichts wissen will. Die Berichterstattung zum Gipfel in Davos gehört dazu, aber wie so oft wusste ich nicht, was gut für mich ist und habe trotzdem ein bisschen drüber gelesen. Und jetzt will ich jemanden würgen, aber Keoni steht nicht auf sowas. Na gut. Muss ich eben schreiben.</p>
<p>Zuerst: Ich habe mich ja auf eine wütend vor mich hin grummelnde, halb resignierte, passiv-aggressive Art damit abgefunden, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in der ich bestraft werde, wenn ich bestimmte Pflanzen mit mir herumtrage, wenn ich am falschen Wochentag arbeite, oder an einem Tag eine Tanzveranstaltung (Das Wort schon.) abhalte, an dem andere beschlossen haben, dass sie nicht tanzen wollen. Ich lebe damit, dass ich in dieser Gesellschaft als Verbraucher so weit entmündigt bin, dass ich keinen Gewährleistungsausschluss vereinbaren kann, wenn ich ein gebrauchtes Auto kaufe, und dass nicht wirksam auf mein vierzehntägiges Rückgaberecht verzichten kann. Ich habe mich an den Gedanken gewöhnt, dass wir Arbeitnehmer für so dumm und unreif halten, dass wir ihnen nicht zutrauen, selbst zu entscheiden, wie viel Urlaub sie pro Jahr brauchen, wie viele Stunden sie pro Tag, pro Woche, pro Monat arbeiten wollen, dass wir insbesondere weibliche Arbeitnehmer durch staatliche Zwangsmaßnahmen zu so unkalkulierbaren Risiken gemacht haben, dass es als Beleg für ihre bewundernswerte Leistungsfähigkeit zu gelten hat, dass überhaupt noch jemand sie einstellt, und dass wir unserer eigenen Zurechnungsfähigkeit so wenig vertrauen, dass wir Unternehmen vorschreiben, wie, wann, wie lange und auf welche Weise sie andere über ihre Produkte und Dienstleisungen informieren dürfen. Ich ärgere mich schon kaum noch drüber, dass ich für nahezu jeden Handschlag irgendeine Genehmigung brauche, irgendwo Pläne und Anträge und Formulare einreichen und mich von irgendeinem Prüfer oder Auditor oder&#8230; Naja, ihr wisst schon, das alles nehme ich mit einem Lächeln hin, das macht mir gar nichts aus&#8230; Ähem.</p>
<p>Aber wie müssen denn die Denkprozesse im Gehirn eines Menschen von statten gehen, der in derselben Gesellschaft lebt wie ich und deren Probleme dann im Ernst als Versagen des Kapitalismus oder der Marktwirtschaft anprangert? Welcher Kapitalismus denn, welche Marktwirtschaft? Wie muss man denn die Welt sehen, um <a href="http://www.forbes.com/2008/07/18/fannie-freddie-regulation-oped-cx_yb_0718brook.html" target="_blank">eine Krise, die durch staatlichen Zwang und staatliche Regulierung, staatliche Fehlanreize und staatliche Misswirtschaft möglich wurde</a> und perpetuiert wird, als einen Beleg für das Versagen &#8222;entfesselter Märkte&#8220; anzuführen? Ich benutze doch auch nicht die Dekadenz des späten Römischen Reiches als Argument dafür, dass Sozialismus nicht funktioniert.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5906/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5906&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bright Outlook (4)</title>
		<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/25/bright-outlook-4/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 13:55:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Was mit Literatur im weiteren Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Bright Outlook]]></category>

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		<description><![CDATA[nothingelse89 hat es vorgeschlagen, und da habe ich gedacht, ich könnte ja wirklich mal das neue Bright-Outlook-Kapitel veröffentlichen. Bitteschön. Was bisher geschah Im ersten Kapitel erwacht Claire und lernt die erste der anderen Versuchspersonen fürchten. Im zweiten Kapitel  erwachen auch alle anderen. Die Tür zum zweiten Raum öffnet sich (wieder), und Claire beginnt eine Vorstellungsrunde. Im dritten Kapitel setzen die Versuchsteilnehmer die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5901&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/06/bright-outlook-3-2/#comment-13674" target="_blank">nothingelse89 hat es vorgeschlagen</a>, und da habe ich gedacht, ich könnte ja wirklich mal das neue Bright-Outlook-Kapitel veröffentlichen.</p>
<p>Bitteschön.</p>
<p><span id="more-5901"></span></p>
<p><strong>Was bisher geschah</strong></p>
<p>Im <a title="Bright Outlook (1)" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2011/12/10/bright-outlook-1/" target="_blank">ersten Kapitel</a> erwacht Claire und lernt die erste der anderen Versuchspersonen fürchten.<br />
Im <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2011/12/22/bright-outlook-2" target="_blank">zweiten Kapitel </a> erwachen auch alle anderen. Die Tür zum zweiten Raum öffnet sich (wieder), und Claire beginnt eine Vorstellungsrunde.<br />
Im <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/06/bright-outlook-3-2" target="_blank">dritten Kapitel</a> setzen die Versuchsteilnehmer die Vorstellungsrunde fort öffnen die Tür zum dritten Raum, und Mark wird von einer Polizistin angehalten.<br />
<strong>Was heute geschieht</strong></p>
<p>„Ja, klar hab ich mich für die Subventionen ausgesprochen. Was denkst du denn? Ich bin hier in Iowa!“</p>
<p>…</p>
<p>„Ja, ich weiß, aber“</p>
<p>…</p>
<p>„Ja, aber das ist immer noch ein christliches Land, und das hier sind die Republikanischen Primaries. Was kümmert mich das, wenn ich ein paar“</p>
<p>…</p>
<p>„Ach komm, so schlimm war es auch wieder nicht!“</p>
<p>…“</p>
<p>„Wir wissen beide, dass ich sowieso niemals… Oh, ich muss dann jetzt. Zimmerservice.“</p>
<p>Miles Agneaux beendete das Telefonat, stemmte sich aus der weichen Matratze seines Hotelzimmers, richtete mit einem kurzen Blick in den Spiegel den Sitz seiner Krawatte und seines Jacketts und öffnete seine Zimmertür.</p>
<p>„Hallo, stellen Sie’s einfach… Hm?“</p>
<p>Er lehnte sich ein Stück vor und spähte in den Flur, erst nach links, dann nach rechts, dann auf den Rolltisch mit der weißen Tischdecke und den fünf Tellern mit silbern glänzenden Kuppeln darüber.</p>
<p>Brauchten die keine Unterschrift von ihm? Wollten die kein Trinkgeld? Hatte er so lange gebraucht, um zur Tür zu kommen? Egal. Falls es so beschissen schmeckte wie der Drecksfraß letzte Woche in New Hampshire, konnte er immerhin behaupten, er hätte es gar nicht gekriegt.</p>
<p>Miles zuckte die Schultern und rollte den Wagen in sein Zimmer. Kurz hinter der Tür hielt er einmal kurz an, beugte sich ein Stück hinunter und betrachtete die Räder. Irgendwas stimmte mit dem Wagen nicht, der ließ sich so schwer rollen. Vielleicht war der Typ vom Zimmerservice nur gegangen, um Werkzeug zu holen, oder Öl. Vielleicht war das gar nicht sein Essen. Egal, geschenkt ist geschenkt.</p>
<p>Er schob den Wagen mühsam so weit, bis er sich daran vorbei ins Zimmer quetschen konnte, schloss die Tür hinter sich und schob den linken Ärmel seines Hemdes hoch, um seine Uhr abzulesen.</p>
<p>Nicht, dass er gewusst hätte, wie viel Zeit verstrichen war. Es war eher eine Geste, um seine Ungeduld zu demonstrieren. Nicht, dass jemand sie hätte sehen können.</p>
<p>Etwas heftiger als nötig klopfte er an die Badezimmertür.</p>
<p>„Hey, bist du bald so weit, oder soll ich nachhelfen?“</p>
<p>„Verzeihen Sie, nur noch fünf Minuten!“ rief der kleine Asiate aus der Dusche.</p>
<p>Miles bestand aus gutem Grund darauf, dass sie sich erst gründlich wuschen, aber verdammt noch mal, kein Grund, so ein Fest draus zu machen. Zehn Minuten sollten doch nun wirklich reichen, und der Schinitze war da jetzt bestimmt schon dreißig drin. Das war hier kein bezahlter Wellnessurlaub.</p>
<p>Er stieß die Tür zum Bad auf und klopfte noch mal kräftig dagegen.</p>
<p>„In sechs schmeiß ich dich raus, ess alleine und bestell mir nen neuen, klar?“</p>
<p>„Klar“, antwortete der Schinitze hinter seinem Duschvorhang.</p>
<p>Es war wichtig, denen zu zeigen, wer der Boss war, sonst kamen sie auf dumme Ideen, und irgendwann wachte man dann ohne Portemonnaie und Autoschlüssel auf.</p>
<p>Miles warf einen verärgerten Blick auf den Tisch mit den Silberkuppeln, bevor er sich wieder auf das Bett war. Er tastete nach der Fernbedienung auf dem Nachttisch, um den Fernseher einzuschalten.</p>
<p>Auf CNN lief ein Bericht über die Primaries. Er schaltete schnell weiter. Fox News. Eine Diskussionsrunde über diesen ganzen Treibhausbullshit. Das war okay, das ließ er laufen.</p>
<p>Irgendwann &#8211; O’Reilly erzählte gerade vom aktuellen Frontverlauf des Kriegs gegen Weihnachten – wurde ihm klar, dass schon vor einer ganzen Weile das Wasser in der Dusche zu pladdern aufgehört hatte, aber sonst nichts weiter passiert war. Die sechs Minuten warum um, wahrscheinlich eher schon zwanzig, weil er nicht aufgepasst hatte.</p>
<p>Was dachte sich dieser Rotzlöffel denn? Jetzt hatte der bald eine Stunde in der Dusche vertrödelt. Eine Stunde von Miles‘ Zeit, für die Miles bezahlt hatte.</p>
<p>Und das Essen war jetzt wahrscheinlich auch kalt.</p>
<p>Das würde der Schinitze irgendwie wieder gut machen.</p>
<p>Miles‘ breite Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, während er darüber nachdachte, wie das Schinitze das wieder gut machen konnte.</p>
<p>Er rollte sich aus dem Bett, schob sich an dem Servierwagen vorbei und stapfte in das Badezimmer.</p>
<p>Der Duschvorhang war immer noch vorgezogen, obwohl die Dusche nicht mehr lief. Was machte der Spinner denn da drin?</p>
<p>Miles stieß ein abfälliges Grunzen aus, während er den Vorhang zur Seite zog – und taumelte keuchend zurück. Er schrie vor Schmerz auf, als er sein linkes Schulterblatt hart gegen eine Kante des Handtuchhalters an der Wand stieß.</p>
<p>In der Duschwanne stand ein Mann in einem Cord-Anzug über den nackten Körper des jungen Asiaten gebeugt, einen seiner Arme in den Händen. Er trug seine Haare in einer dieser neumodischen Frisuren, die man in aufwändiger Arbeit kunstvoll so formte, dass sie aussahen, als hätte ihr Träger schlecht geschlafen und keine Zeit gehabt, sich zu kämmen, bevor er das Haus verließ. Die linke Schulter seines Jacketts wies einen dunklen Fleck auf, aber nicht dunkel genug für Blut.</p>
<p>Er blickte zu Miles auf, nicht unbedingt erschrocken oder verärgert, sondern eher ein bisschen verlegen.</p>
<p>„Oh“, sagte er. „Verzeihen Sie bitte, ich hatte noch gar nicht mit Ihnen gerechnet. Bitte warten Sie noch kurz, ich bin gleich für Sie da. Die Bright Outlook Laboratorien bitten um Ihr Verständnis für die Verzögerung.“</p>
<p>„Wa-<em>was</em>? Was machen Sie in meinem…?“ stammelte Miles. „Ich werde die Polizei rufen!“</p>
<p>Der Mann in dem braunen Cord-Anzug lachte auf, hielt dann aber inne, verwirrt blinzelnd, als wäre er überrascht, dass Miles nicht mitlachte.</p>
<p>„Oh“, sagte er, „Haben Sie das ernst gemeint? Entschuldigung. Sie glauben doch aber nicht wirklich, dass Sie die Polizei rufen werden, oder sonst irgendjemanden. Ich meine…“</p>
<p>Er warf mit gehobenen Augenbrauen einen bedeutungsschwangeren Blick auf den bewusstlosen asiatischen Callboy, der nackt neben ihm in der Wanne lag.</p>
<p>„Ich meine, wenn Sie drauf bestehen“, er zuckte die Schultern, „Ich schätze, ich kann das Ganze hier ganz gut erklären. Ich bin immerhin Arzt, und der junge Mann hier scheint Hilfe zu brauchen. Wie sieht’s bei Ihnen aus? Was würden Sie den Reportern sagen?“</p>
<p>Miles spürte die Hitze in sein Gesicht schießen. Aufgebracht öffnete er seinen Mund, aber es kamen keine Worte heraus, nur entrüstetes Gestotter.</p>
<p>„Ich bin froh, dass wir uns verstehen. Die Bright Outlook Laboratorien legen großen Wert auf die Zufriedenheit ihrer Kunden.“ Er schlug kurz seine Augen nieder und begann, in der Innentasche seines Jacketts herumzukramen. „Warum nehmen Sie nicht dieses Evaluationsformular mit und nutzen die Wartezeit, um es in Ruhe auszufüllen, bis ich für Sie da sein kann?“</p>
<p>Er zog einen länglichen Zettel mit mehreren Multiple-Choice-Fragen und einigen ankreuzbaren Smileys in verschiedenen Gemütszuständen hervor und hielt ihn Miles hin.</p>
<p>„Den grau hinterlegten Abschnitt brauchen Sie nicht auszufüllen, das mache ich für Sie. Haben Sie einen Stift?“</p>
<p>Ohne sich bewusst dafür entschieden zu haben, nahm Miles den Zettel.</p>
<p>„Was… Wer sind Sie?“</p>
<p>Das Lächeln des Mannes wurde ein wenig breiter, und er richtete sich ein bisschen gerader auf, soweit seine Position unter dem Duschkopf das erlaubte.</p>
<p>„Mein Name ist Mark, und ich bin Ihr Gastgeber für heute Abend. Bitte lassen Sie es mich unbedingt wissen, wenn ich etwas für Sie tun kann. Die Bright Outlook Laboratorien verpflichten sich, allen Versuchsteilnehmern stets die höchstmögliche Servicequalität zu bieten und das Risiko tödlicher Verletzungen so gering zu halten, wie die Versuchsparameter es gestatten.“</p>
<p>Miles fragte sich, ob er träumte, oder halluzinierte. Hatte der verdammte kleine Schinitze ihm irgendwas verabreicht? Aber bei allem Gefühl von Irrealität waren da doch zwei Worte gewesen, die er nicht einfach übergehen konnte.</p>
<p>„Tödliche… Verletzungen? Wovon reden Sie? Was passiert hier?“</p>
<p>Marks freundliches Lächeln ließ nicht nach, aber ihm entrang sich doch ein leises Seufzen.</p>
<p>„Mr. Agneaux, ich erkläre Ihnen das sehr gerne. Die Bright Outlook Laboratorien haben sich verpflichtet, alle Transparenzrichtlinien einzuhalten, die die Bright Outlook Transparenzinitiative verabschiedet, um eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern unseres Unterfangens zu garantieren, aber ich muss um Ihr Verständnis bitten, dass ich mich gerade noch mit Mr Nguyen hier im Dialog befinde und Sie sich noch einige Minuten gedulden müssen.“</p>
<p>„Sie… Sie sind wahnsinnig!“</p>
<p>Jetzt wurde das Lächeln doch ein bisschen angestrengt, und der Mann in dem Cord-Anzug stieg vorsichtig aus der Badewanne.</p>
<p>„Dieser Vor… Oh, hoppla!“ Er wäre beinahe ausgerutscht, konnte sich aber gerade noch am Duschvorhang festhalten. Einer der Ringe riss auf, und die beiden Hälften fielen mit erstaunlich lauten metallenem Plingen auf die Bodenfliesen. „Verzeihung. Dieser Vorwurf wird oft gegen unsere Mitarbeiter erhoben, Mr. Agneaux. Die Bright Outlook Laboratorien sind davon überzeugt, dass jeder unserer Angestellten das Recht hat, in einer auch verbal gewaltfreien Umgebung zu arbeiten, und tolerieren deshalb keine Angriffe oder Beschimpfungen gegen unser Personal. Ich muss deshalb um Ihr Verständnis bitten, dass ich Sie nun vorläufig ruhigstellen muss.“</p>
<p>Er streckte eine Hand in Miles‘ Richtung aus.</p>
<p>„Bitte geben Sie mir das Evaluationsformular zurück.“</p>
<p>Der Kerl war wirklich vollkommen wahnsinnig. Aber er wirkte nicht bedrohlich, er schien unbewaffnet, und Miles war ein großer, schwerer Mann. Er hatte es überhaupt nicht nötig, um Hilfe zu rufen und irgendwelchen Fremden zu erklären, warum ein bewusstloser Callboy in seiner Dusche lag. Er würde diese Sache selbst in den Griff kriegen.</p>
<p>„Hören Sie mal, Sie geistesgestörtes Würstchen, wenn Sie nicht sofort – Au, wa…“</p>
<p>Whoa. Miles taumelte. Seine Hände und Füße fühlten sich taub an, wie seine Arme und Beine, und sein Kopf. Stand er noch aufrecht?</p>
<p>Was auch immer in dieser kleinen Spritze gewesen war, es musste verdammt hartes Zeug sein.</p>
<p>****************************************************</p>
<p>Branco, Claire, Jeffries und der Junge standen einfach nur da und betrachteten ihre Belohnung. Claire und Jeffries mit furchtsam geweiteten Augen, der Junge verblüfft und ratlos, und Branco mit senkrechten Falten auf der Stirn, und einem versonnenen Lächeln, das überhaupt nicht zu seinem kantig grobschlächtigen Gesicht passen wollte.</p>
<p>Lora nahm sich als einzige keine Zeit, um die Waffe zu betrachten. Als hätte jemand mit dem Öffnen der Tür einen Startschuss abgegeben, rannte sie auf den kleinen schwarzen Revolver zu und stürzte sich mit einem triumphierenden Schrei darauf. Claire musste ihr zugestehen, dass ihre Geistesgegenwart beeindruckend war, aber das Ganze wirkte doch ein bisschen lächerlich, weil niemand sonst auch nur versucht hatte, an die Waffe zu gelangen.</p>
<p>Schnell richtete Lora sich wieder auf, den Revolver trotz seiner geringen Größe mit beiden Händen in Richtung der Tür haltend. Es sah aus, als hielte sie nicht zum ersten Mal eine Schusswaffe.</p>
<p>„So“, sagte sie, und seufzte zufrieden. „Okay. Jetzt kommt alle hier rein, schön langsam, nacheinander. Vor allem du benimmst dich ganz unauffällig, Gorilla. Du willst mich nicht nervös machen, glaub mir.“</p>
<p>Brancos trug immer noch dieses untypische Lächeln, während sie alle gehorsam in den nächsten Raum trotteten. Was hätten sie auch sonst getan?</p>
<p>Lora atmete tief durch, senkte ihren Blick kurz zu dem kleinen Revolver in ihren Händen, und blickt dann wieder zu den anderen auf.</p>
<p>„Ihr müsst euch keine Sorgen machen“, sagte sie grinsend. „Wir werden weiter gemeinsam versuchen hier rauszukommen, alle zusammen; aber von jetzt an passe ich auf, dass es dabei fair zugeht, und dass keiner irgendwelchen Quatsch macht. Und die nächste Lösung wird unser Wandschrank hier eingeben, das ist schon mal sicher.“</p>
<p>Loras Grinsen begann zu flackern, als ihr Blick auf Brancos Gesicht fiel. Er tat einen Schritt auf sie zu.</p>
<p>„Bleib stehen“, sagte sie in sehr bemüht ruhigem Tonfall.</p>
<p>Er tat einen weiteren Schritt.</p>
<p>„Keine Bewegung mehr!“ rief sie, und trat selbst einen Schritt zurück.</p>
<p>Er lachte leise. Der Lautsprecher knackte.</p>
<p>„Die Bright Outlook Laboratorien beglückwünschen Gabrielle Womack zum Erwerb der ersten Belohnung, eines wenig gebrauchten wiederaufbereiteten Colt Detective Special. Wir ermutigen unsere Versuchsteilnehmer, auch in unklaren Situationen die Initiative zu ergreifen und entschlossen zu handeln. Wir wünschen Ihnen von Herzen viel Erfolg im weiteren Verlauf des Experiments sowie insbesondere bei der Suche nach der dazu gehörigen Munition.“</p>
<p>„Was?“ Das eine Wort aus Loras – Gabrielles? – Mund war nicht einmal mehr ein Schrei, sondern mehr ein Kreischen, weniger ein Wort als ein Ausdruck nackter Frustration und Wut.</p>
<p>Mit zitternden Fingern klappte sie die Trommel der Waffe hervor und ließ sie einmal rotieren, ihre Augen nun ähnlich erschrocken aufgerissen wie Claires vorhin, ihr Gesicht blass.</p>
<p>Mit einem merkwürdig dumpfen Klatschen traf sie Brancos Faust ins Gesicht, und sie fiel zu Boden. Während sie sich benommen auf alle Viere aufrichtete, versetzte er ihr noch einen lustlosen Tritt in die Magengrube, bevor er sich zu den anderem umdrehte. Ihren jämmerlichen Schmerzensschrei schien er gar nicht zu hören.</p>
<p>Lora lag auf der Seite, die Arme um ihren Unterleib geschlungen. Tränen liefen aus ihren Augen, ihr Atem ging flach und unregelmäßig.</p>
<p>„War das wirklich nötig?“ fragte Claire, und schämte sich gleichzeitig dafür, dass sie diesem Kerl nicht mehr entgegenzusetzen hatte als die Frage, ob er das eigentlich gut fand, was er da machte.</p>
<p>Sie beschloss, dass sie wenigstens für Lora tun wollte, was sie konnte, und lief zu ihr.</p>
<p>„Ist alles…“ begann sie, bevor sie erkannte, wie unnötig und dumm diese Frage jetzt war. Aber was konnte sie sonst sagen, was konnte sie tun?</p>
<p>Lora blickte wimmernd und hilfesuchend zu ihr auf, als würde sie nur darauf warten, dass Claire eine Hand auflegte und sie heilte.</p>
<p>Natürlich. Sie war ja schließlich Ärztin.</p>
<p>Loras Mund war so blutverschmiert, dass Claire nicht einmal ahnen konnte, ob nur die Lippe aufgeplatzt war, oder ob sie ihre Zunge abgebissen hatte, und welchen Schaden der Tritt angerichtet haben mochte, konnte sie nicht einmal ahnen. Branco trug wie alle anderen keine Schuhe, aber er war ein Riese von einem Mann, und Lora wog nass mit Kleidung höchstens fünfzig Kilo. Wenn er wirklich gewollt hätte, hätte er sie wahrscheinlich mit seinem kleinen Finger töten können.</p>
<p>Shitshitshitshit. Claire, du bist so dumm wie ein Sack Hämmer.</p>
<p>„Wo genau tut es weh?“ fragte sie, um wenigstens oberflächlich den Eindruck zu erwecken, sie wüsste, was sie tat.</p>
<p>Lora zeigte in die Gegend, in der ihre Leber sein musste; so viel wusste Claire immerhin schon. Und dass die Leber Gewebe regenerieren konnte, solange noch mehr als 50% da war. Das machte doch Hoffnung.</p>
<p>„Kannst du den Schmerz näher beschreiben?“</p>
<p>Was konnte eine Verletzung der Leber bewirken? Claire versuchte, sich an die Symptome erinnern, von denen sie gelesen hatte. Gelbsucht, Juckreiz, Bauchwassersucht, Konzentrationsstörungen, Ausfall der Regelblutung… Aber was davon war ein Zeichen für eine traumatische Schädigung?</p>
<p>„Es fühlt sich an, als hätte mir irgendsoein Vollidiot in den Bauch getreten.“</p>
<p>Ihren Humor hatte sie immerhin nicht verloren. Das war doch was.</p>
<p>Claire betrachtete Loras Bauch. Soweit sie das beurteilen konnte, fühlte sich alles normal an. Was ziemlich genau gar nichts bedeutete.</p>
<p>„Ich glaube, er hat keinen bleibenden Schaden angerichtet.“ Super, Claire. Jetzt vielleicht noch mal ohne das „Ich glaube“, und ein bisschen mehr so, als würdest du es ehrlich meinen.</p>
<p>Jeffries kniete sich leise stöhnend sich zu ihr und Lora.</p>
<p>„Alles in Ordnung?“ raunte er.</p>
<p>Claire zuckte die Schultern. „Geht so.“</p>
<p>Mit einer betont unauffälligen Bewegung hob er den kleinen Revolver auf und schob ihn in seine linke Hosentasche. Er warf einen verstohlenen Blick in Brancos Richtung, aber der riesige Russe kümmerte sich nicht weiter um den Schaden, den er angerichtet hatte. Er hatte sich dem Tastenfeld neben der nächsten Tür zugewandt.</p>
<p>„1 3 6 10“, las er, und dann noch einmal: „Un, trois, six, dix. Aucune idée?“</p>
<p>Claire drehte sich zu dem Jungen um, der unmittelbar neben der Tür an der Wand stand und seine nackten Füße betrachtete.</p>
<p>Branco stöhnte. „Na gut, dann musst du wohl ran, Onkel Tom. Wie geht’s weiter?“</p>
<p>Nelson Jeffries stand auf und erwiderte Brancos Blick.</p>
<p>„Ich werde nicht mit unseren Entführern kooperieren“, sagte er ruhig, aber bestimmt. „Und mit Ihnen auch nicht.“</p>
<p>„Ach ja? Wollen wir wetten?“</p>
<p>Er trat ein paar Schritte näher an Jeffries heran und baute sich bedrohlich vor ihm auf. Der ältere Mann tat sein Bestes, furchtlos seine Stellung zu halten. Mit durchwachsenem Erfolg.</p>
<p>Claire versuchte Brancos ehrenwerte Bemühungen um den Titel des monumentalen Riesenarschs des Jahres zu ignorieren und stattdessen über das Rätsel nachzudenken.</p>
<p>Drei war drei mal eins, sechs war zwei mal drei, zehn war… einzweidrittel mal sechs? So ging es schon mal nicht.</p>
<p>Eins und zwei sind drei, drei und drei sind sechs, sechs und vier sind zehn … Moment!</p>
<p>Claire konnte sich trotz der unerfreulichen Gesamtsituation ein breites Grinsen nicht verkneifen.</p>
<p>„Ich hab’s!“ sagte sie, ein bisschen zu laut, und mit peinlich heller Stimme. „Ich hab’s!“</p>
<p>„Ist ja auch nicht <em>so</em> schwer, ne?“ sagte Lora.</p>
<p>Dumme Pute. Und sie hatte sich solche Mühe mit ihr gegeben.</p>
<p>Nicht nur, dass Claire enttäuscht war, weil sie doch nicht als erste die Lösung gefunden hatte, jetzt schämte sie sich auch noch für ihre Freude darüber.</p>
<p>„Dann lös du’s doch“, sagte sie, und schämte sich gleich noch mehr für ihre kindische Reaktion.</p>
<p>Sie spürte, wie Hitze in ihr Gesicht stieg, und dieses juckende Gefühl einsetzte, als würde sie bald zu schwitzen beginnen.</p>
<p>„15“, sagte Lora.</p>
<p>„Okay“, knurrte Branco. „Dann gib’s ein.“</p>
<p>„Sie stehen doch direkt neben der Tastatur!“ widersprach Claire.</p>
<p>„Hör mal, ich bin vielleicht kein Mathematikprof, aber ich bin nicht <em>so</em> dumm, dass ich die Lösung von einer Frau ausprobiere, die ich gerade zusammengeschlagen habe. Wenn sie nicht aufstehen kann, mach du’s eben. Die fängt sich schon wieder. Ich hab‘ sie doch kaum berührt.“</p>
<p>Claire seufzte, stand auf und schlurfte zu der Tastatur. Branco trat vorsichtshalber nicht nur zur Seite, sondern begab sich auf die andere Seite des Raumes, während Claire „15“ und die Eingabetaste drückte.</p>
<p>Es klickte, und die nächste Tür schwang auf.</p>
<p>„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben das Tutorial beendet!“ sagte die fröhliche Stimme aus dem Lautsprecher. „Die Bright Outlook Laboratorien bedauern, dass sie sich nicht in der Lage sehen, Ihnen sanitäre Anlagen zugänglich zu machen. Sollten Sie sanitäre Anlagen benötigen, empfehlen die Bright Outlook Laboratorien die Verwendung eines der Räume, die Sie in dem Versuch bereits durchquert haben. Sie werden sie nicht mehr benötigen, und die Reinigungseinrichtungen der Bright Outlook Laboratorien beseitigen problemlos auch Urin, Fäkalien und alle anderen Rückstände menschlichen Lebens.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Lesegruppenfragen:</em></p>
<ol>
<li><em>Nachdem nun für alle klar sein dürfte, was die Szenen außerhalb der Anlage bezwecken: Haltet ihr sie für eine gute Idee, oder wärt ihr lieber im ganz kleinen Kreis geblieben?</em></li>
<li><em>War Miles zu klischeeig, oder fandet ihr ihn gut?</em></li>
<li><em>Und war Mark euch zu albern?</em></li>
<li><em>Habt ihr die Lösung gleich gesehen, oder musstet ihr nachdenken?</em></li>
<li><em>Diese Formulierung &#8222;nass mit Kleidung&#8220; ist auf Deutsch völlig unüblich, soweit ich weiß, aber ich mag die irgendwie. Habt ihr sie verstanden? hat sie euch gestört?</em></li>
</ol>
<p>Interaktivitätsfragen:</p>
<p>A. Soll es beim nächsten Mal wieder Mark sein?</p>
<p>B. Wer in der Gruppe soll zuerst sterben?</p>
<p>C. Soll Claire versuchen, die Wahrheit über Lora herauszufinden?</p>
<p>D. Soll im nächsten Raum jemand versuchen, die Kamera zu zerstören?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5901/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5901&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Was ich nicht verstehe (1)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 11:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Argumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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		<description><![CDATA[So viele Differenzen gibt es in der Regel gar nicht in der Argumentation, wenn ich mit Gläubigen diskutiere. Dafür immer wieder dieselben wenigen. Das ist keine neue Erkenntnis, aber ich habe kürzlich ein paar erfreulich kompakte, aktuelle und repräsentative Beispiele entdeckt, die ich mit euch völlig ungeordnet und konfus rummäandernd, beinahe gedankenstromhaft besprechen möchte. Wer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5891&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So viele Differenzen gibt es in der Regel gar nicht in der Argumentation, wenn ich mit Gläubigen diskutiere. Dafür immer wieder dieselben wenigen. Das ist keine neue Erkenntnis, aber ich habe kürzlich ein paar erfreulich kompakte, aktuelle und repräsentative Beispiele entdeckt, die ich mit euch völlig ungeordnet und konfus rummäandernd, beinahe gedankenstromhaft besprechen möchte. Wer diese Art von Posts nicht mag (Ich rede mit dir, malefue.) ist gewarnt, alle anderen folgen mir bitte hinter den Trennstrich.</p>
<p><span id="more-5891"></span></p>
<blockquote><p><a href="http://www.theoblog.de/der-glaube-der-neuen-atheisten/16322/" target="_blank">Der Glaube der Neuen Atheisten</a></p></blockquote>
<p>ist ein Post im Theoblog überschrieben, und liefert damit das erst Beispiel. Es ist auch deshalb das erste, weil es das Argumentationsmuster repräsentiert, das mir zurzeit am derbsten auf den Geist geht: Man macht sich eine unüblich großzügige Definition religiös gefärbter Begriffe wie &#8222;Glauben&#8220;, &#8222;Dogma&#8220;, oder sogar &#8222;Religion&#8220; selbst zu eigen und verwendet diese dann, um zu demonstrieren, dass jeder sowas hat, und weist dann mehr oder süffisant darauf hin, dass (&#8222;die Neuen&#8220;) Atheisten Fehler kritisieren, die sie selbst auch machen.</p>
<p>Weitere Beispiele für diese Vorgehensweise bietet auch der Kreuz und Querdenker mit seinen <a href="http://kreuzundquerdenker.blogspot.com/2012/01/die-10-gebote-des-modernen-menschen.html" target="_blank">10 Geboten des modernen Menschen</a>. Dieses hier zeigt das Muster besonders schön:</p>
<blockquote>
<div lang="DE">
<div>
<ol start="1">
<li>Alle Dogmen der Kirche sind als Lügen zu bezeichnen und abzulehnen, während man folgende Dogmen für wahr zu halten hat: [Wer sehr schmerzbefreit ist, darf gerne vor Ort weiterlesen, aber den anderen will ich dieses Elend hier ersparen.]</li>
</ol>
</div>
</div>
</blockquote>
<div lang="DE">
<div>
<div>Und bei Jesus.de hat Moorwackler mich kürzlich belehrt:</div>
</div>
<blockquote>
<div><a href="http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1%5Bpost_uid%5D=9611309&amp;tx_scmforum_pi1%5Bdisablepreset%5D=0&amp;cHash=664e9cd558" target="_blank">Und „dogmatisch“ bedeutet dann, „an einer Lehrmeinung festhaltend“. Du alter Dogmatiker, musst du eigentlich immer an deinen Meinungen festhalten? </a></div>
</blockquote>
</div>
<p>Spätestens wenn man einen Begriff so weit definiert, dass er auf alles und jeden passt, sollte man sich sowieso fragen, ob man noch auf dem richtigen Weg ist, aber sogar davon abgesehen müsste doch offensichtlich sein, dass solcherlei Wortspiele niemandem helfen. Ich (und meines Wissens auch die anderen &#8222;Neuen Atheisten&#8220;) kritisiere nicht, dass jemand etwas glaubt, oder eine Meinung hat, oder an ihr festhält. Unsere Kritik bezieht sich darauf, dass Leute etwas glauben, ohne einen Grund dafür zu haben, und an ihrem Glauben auch dann festhalten, wenn dieser aller Evidenz und allen wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Denn das ist es, was ein Dogma ausmacht, und das ist auch das Problem daran: Es gilt als unumstößlich wahr und ist damit jeder Überprüfung entzogen. Es ist definitionsgemäß nicht falsifizierbar. Wenn man nun auch eine auf wissenschaftlichem Fundament stehende Überzeugung, die durch geeignete Erkenntnisse widerlegbar ist, als &#8222;Dogma&#8220; bezeichnen will, mag man das tun, aber zwei Dinge sind nicht plötzlich dasselbe, nur weil ich sie mit demselben Wort bezeichne. Dieser theistische Kniff ist also nichts weiter als ein sinnloses Wortspiel, und ich hoffe, dass das bald genug Leute merken, dass wir endlich nicht mehr darüber reden müssen.</p>
<p>Nächstes Thema.</p>
<p>Selten habe ich so deutlich wie <a href="http://www.theoblog.de/der-glaube-der-neuen-atheisten/16322/" target="_blank">hier</a> gespürt, wie schwer es manchen Menschen fällt, sich mit der Idee abzufinden, dass man auf eine Frage einfach keine Antwort haben könnte. Und das ist ein Problem vieler religiöser Menschen. Sie denken, solange ich nicht genau weiß, wie das Universum entstanden ist, wäre es völlig gerechtfertigt, einfach zu behaupten, ein Gott war&#8217;s, und wer ihnen da nicht zustimmt, muss zwangsläufig mit demselben religiösen Eifer was anderes glauben, zum Beispiel, dass das Universum einfach &#8222;zufällig&#8220; (Ein Begriff, den Gläubige gerne für Naturgesetze benutzen.) entstanden ist. Dass jemand einfach die Position vertreten kann, keine Antwort zu kennen, scheint ihnen unvorstellbar, und so kommen dann Kommentare wie dieser zustande:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.theoblog.de/der-glaube-der-neuen-atheisten/16322/comment-page-1/#comment-14997" target="_blank">Es ist zumindest so etwas ähnliches wie ET [sc. Evolutionstheorie] logisch notwendig für den Naturalismus, da sich Leben irgendwie durch natürliche Prozesse aus geistloser Materie entwickelt haben muss.</a></p></blockquote>
<p>Oder dieser:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.theoblog.de/der-glaube-der-neuen-atheisten/16322/comment-page-1/#comment-14999" target="_blank">wenn die Welt nicht geschaffen wurde durch ein höheres Wesen, muss man ein Alternativmodell vorlegen. Bislang ist die Evolutionstheorie das einzige nennenswerte Modell</a></p></blockquote>
<p>Diese Kommentatoren verkennen, dass eine Erklärung ganz auf Basis ihrer eigenen Argumente falsch sein kann. Ich weiß zum Beispiel nicht, wohin meine Socken verschwinden, wenn ich sie wasche, aber ich fühle mich ziemlich wohl in der Überzeugung, dass sie nicht von einem sieben Meter fünfzig langen Alligator gefressen werden, der in meiner Waschmaschine lebt, sich von meinen Socken ernährt, blau gefärbt ist und fliegen kann. Ich kann diese Erklärung zurückweisen, ohne selbst eine zu haben. Ich kann eingestehen, dass ich keinerlei plausible Erklärung habe und mich trotzdem berechtigt über Leute lustig machen, die glauben, dass riesige Alligatoren in ihrer Waschmaschine wohnen.</p>
<p>Eine Erklärung wird nicht dadurch plausibel, dass niemand eine bessere hat. Sie muss aus sich selbst heraus plausibel sein, und daran fehlt es bei der Gotteshypothese allein schon deshalb, weil sie nichts erklärt. Insofern ist das mit dem Alligator sogar noch ein sehr vorteilhafter Vergleich. Treffender ist eigentlich das unter Neuen Atheisten schon klischeehafte &#8222;Magic man dunnit.&#8220;</p>
<p>A propos Magic man: Vielleicht ist euch auch schon mal aufgefallen, dass Theisten häufig ein bisschen stachelig reagieren, wenn man ihre Götter mit Pennywise dem Clown vergleicht, oder mit einem unsichtbaren Zauberer, oder mit <a href="http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1%5Bpost_uid%5D=9610431&amp;tx_scmforum_pi1%5Bdisablepreset%5D=0&amp;cHash=e98a564c0d" target="_blank">einem grüngepunkteten Gnarf</a>. Sie antworten dann sinngemäß meist sowas wie:</p>
<blockquote><p><a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/10/03/wenn-viele-kleine-menschen-viele-kleine-schritte-tun/#comment-6581" target="_blank">Wenn du den Unterschied zwischen Christentum und einem Glauben an „Pennywise“ in quantitativer und qualitativer Hinsicht nicht akzeptieren kannst, dann entschuldige bitte, dass ich mich nicht nur über die Sinnhaftigkeit dieser Diskussion getäuscht habe.</a></p></blockquote>
<p>und offenbaren damit ein weiteres mir rätselhaftes Missverständnis: Sie gehen offenbar davon aus, dass ihr Glaube plausibler wird, wenn sie ihn nur komplexer und abstrakter machen, obwohl naheliegender Weise das genaue Gegenteil der Fall ist. Das erkennt man auch gut bei Leute, die im Brustton ungerechtfertigten Selbstbewusstseins betonen, dass sie natürlich nicht an einen bärtigen alten Mann im Himmel glauben, sondern an irgendwas Transzendentes, Unvorstellbares, Blahfasel. Bei alltäglichen Behauptungen erkennt jeder, wie absurd diese Idee ist. Beispiel:</p>
<blockquote><p>Mein Auto ist ein Volvo.</p></blockquote>
<p>Ihr seid mutmaßlich bereit, mir das zu glauben. Bevor ihr irgendwelche Körperteile drauf verwettet, würdet ihr vielleicht den Wagen nebst Zulassungsbescheinigung sehen wollen, aber wahrscheinlich habt ihr kein Problem damit, diese Behauptung vorläufig als wahr zu akzeptieren. Wie ist es aber mit:</p>
<blockquote><p>Mein Auto ist ein immaterieller, transzendenter Volvo, der außerhalb von Zeit und Raum existiert.</p></blockquote>
<p>? Na gut, vieleicht glaubt ihr mir das sogar noch eher, aber nur, weil ich im Grunde gesagt habe, dass dieser Volvo gar nicht existiert.</p>
<p>Ich weiß leider nicht mehr genau, wo, aber kürzlich las ich über ein Experiment, in dem Menschen entscheiden mussten, welcher von zwei Sätzen wohl plausibler ist. Dabei wurden Sätze verwendet wie diese beiden hier:</p>
<ol>
<li>Bernd ist Arzt.</li>
<li>Bernd ist Arzt, verdient viel Geld und fährt einen Mercedes.</li>
</ol>
<div>Und ich könnte mich beißen, weil ich das jetzt nicht wiederfinde, aber das Ergebnis sollte jedenfalls gewesen sein, dass religiöse Menschen eher zu dem Fehler neigen, den zweiten Satz für wahrscheinlicher zu halten, obwohl natürlich das Hinzufügen weiterer Behauptungen das Gegenteil bewirkt. Ihr kennt das Prinzip vielleicht von Google: Wenn man neue Suchkriterien hinzufügt, findet man nicht mehr Ergebnisse, sondern weniger.</div>
<p>Ich kann mangels Quelle leider nicht behaupten, die ganze Idee sei wissenschaftlich fundiert, aber es passt zumindest auch mit meiner Erfahrung zusammen, dass Gläubige sich da schwer tun. Sie erkennen das Problem nicht. So wie Moorwackler bei Jesus.de wirklich nicht erkennt, dass es in dem Vergleich zwischen seinem Gott und einem grüngepunkteten Gnarf nicht um die Farbe geht</p>
<blockquote><p><a href="http://www.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1%5Bpost_uid%5D=9610431&amp;tx_scmforum_pi1%5Bdisablepreset%5D=0&amp;cHash=e98a564c0d" target="_blank">Mit anderen Worten: Genau an dem Punkt, wo es gelingt, zu zeigen, dass etwas lächerlich ist, nämlich bei den Farben und Formen, genau da hinkt der Vergleich gewaltig, da keine der monotheistischen Religionen ihrem Gott irgendwelche absurden Farben und Formen geben.</a></p></blockquote>
<p>sondern darum, aufzuzeigen, wie albern es ist, einfach einen Namen für ein Ding zu erfinden und ihm bestimmte Eigenschaften wie &#8222;blau&#8220; oder &#8222;gerecht&#8220; oder &#8222;transzendent&#8220; oder eben &#8222;grüngepunktet&#8220; zuzuordnen, solange man nicht mal einen Grund hat, überhaupt an die Existenz dieses Dinges zu glauben.</p>
<p>Und so unbefriedigend es sein mag, dass ich diesen Post mit diesem schwachen Wispern ausklingen lasse: Ich glaub, er ist lang genug, und ich merke gerade, dass ich noch reichlich Material für einen zweiten habe. Vielleicht wird es sogar eine dreiteilige Miniserie, mal sehen. Aber für heute ist erst mal Schluss. Bald mehr.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5891/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5891&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gerichtsbekannt</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 10:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[AG Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Beweisführung]]></category>
		<category><![CDATA[Epoxidharz]]></category>
		<category><![CDATA[Urteilskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[xkcd]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Richter des Amtsgerichts Köln hat im April 2011 (Ich weiß, ich bin ein bisschen hinterher in meiner NJW-Lektüre.) offenbar den xkcd-Comic zur Zitogenese mittels Wikipedia gesehen , sich gedacht: &#8222;Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht?&#8220;, und sich in seiner Urteilsbegründung einfach direkt auf Wikipedia bezogen. Oder, wenn man es technisch mag: Nicht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5880&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Richter des Amtsgerichts Köln hat im April 2011 (Ich weiß, ich bin ein bisschen hinterher in meiner <a title="Sensation: 100% der NJW-Leser lesen NJW!" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/06/15/sensation-100-der-njw-leser-lesen-njw/" target="_blank">NJW</a>-Lektüre.) offenbar <a href="http://xkcd.com/978/" target="_blank">den xkcd-Comic zur Zitogenese mittels Wikipedia</a> gesehen</p>
<p><img src="http://imgs.xkcd.com/comics/citogenesis.png" alt="" width="420" height="450" />,</p>
<p>sich gedacht: &#8222;Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht?&#8220;, und sich in seiner Urteilsbegründung einfach direkt auf Wikipedia bezogen. Oder, wenn man es technisch mag: Nicht ganz direkt. Er hat sich auf eigene Kenntnis berufen und diese wiederum auf Wikipedia gestützt.</p>
<p>Für den Kläger war es in diesem Fall sicherlich nicht so lustig, denn es hat ihn (mutmaßlich) den Prozess gekostet. Ich finde die Argumentation des Gerichts in ihrer Offenheit irgendwie rührend. Stark verkürzte Vorgeschichte: Ein Mieter fand es doof, dass sein Vermieter bei der Sanierung von Rohren ein Epoxidharz verwendet hatte, denn das sei krebserregend, und er habe jetzt kein Trinkwasser mehr. Er kürzte die Miete. Der Vermieter verklagte ihn dafür, und verlor, denn:</p>
<blockquote><p><a href="http://openjur.de/u/165932.html" target="_blank">Es ist dabei gerichtsbekannt, dass Epoxidharz Komponenten enthält, die gesundheitsschädlich sind. Dabei bezieht sich das Gericht auf den Artikel der freien Enzyklopädie Wikipedia zum Thema Epoxidharz. Danach besteht die Harzkomponente aus den Stoffen Bisphenol A und Epichlorhydrin. Bisfinol A wird als endokriner Disruptor verdächtigt, das bedeutet, dass dieser Stoff wie ein Hormon wirken und so das empfindliche Gleichgewicht des Hormonsystems des Menschen stören kann. Gerichtsbekannt ist ferner, dass solche endokrinen Disruptoren schon in geringsten Mengen zu Störungen im endokrinen System führen können. Der Stoff Epichlorhydrin ist laut Wikipedia weiterhin bekannt als giftig und im Tierversuch krebserzeugend. Daher steht zur Überzeugung des Gerichts fest, dass das Wasser in der Wohnung des Beklagten im streitgegenständlichen Zeitraum als Trinkwasser nicht geeignet war und zur Körperhygiene nur bedingt geeignet war. Dies rechtfertigt eine Mietminderung von 20 % monatlich.</a></p></blockquote>
<p>Wow.</p>
<p>Nicht nur, dass Wikipedia als Quelle für derartige Erkenntnisse schon a priori ungeeignet ist: Das Gericht unterstellt hier etwas als wahr, weil jemand ins Internet geschrieben hat, dass <em>der Verdacht besteht</em>, dass es so sein <em>kann</em>. Ich würde meinen, dass man nicht mal Jura studiert haben muss, um zu erkennen, dass eine solche, ähem, Beweiswürdigung rechtsstaatlich nicht ganz sauber ist, aber wahrscheinlich wird ein elitärer Volljurist wie dieser Richter sich dergleichen von einem Stümper wie mir nicht sagen lassen, deshalb fahre ich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beweis_(Rechtswesen)" target="_blank">eine unanfechtbare Autorität</a> auf, um meine Kritik zu untermauern. Reicht sicher als Berufungsbegründung.</p>
<p>Sachen gibt&#8217;s.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5880/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5880&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<media:content url="http://imgs.xkcd.com/comics/citogenesis.png" medium="image" />
	</item>
		<item>
		<title>Restebloggen (80)</title>
		<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/16/restebloggen-80/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 21:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Camelot]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Fiennes]]></category>
		<category><![CDATA[Kazim]]></category>
		<category><![CDATA[sci-ence]]></category>
		<category><![CDATA[Story of Broke]]></category>
		<category><![CDATA[Subventionen]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Michalski]]></category>
		<category><![CDATA[Truth Vigilante]]></category>
		<category><![CDATA[Wise Guys]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja gerade ganz außerordentlich angetan von Camelot. Das liegt, anders als die Zyniker unter euch vermuten mögen, weniger an Eva Greens von Szene zu Szene nur leicht variierender Entkleidung, als daran, dass ich meine Liebe zu Joseph Fiennes entdeckt habe und außerdem von der durchaus originellen Herangehensweise an den historischen Stoff sehr angenehm [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5869&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Ich bin ja gerade ganz außerordentlich angetan von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Camelot_(TV_series)" target="_blank">Camelot</a>. Das liegt, anders als die Zyniker unter euch vermuten mögen, weniger an Eva Greens von Szene zu Szene nur leicht variierender Entkleidung, als daran, dass ich meine Liebe zu <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joseph_Fiennes" target="_blank">Joseph Fiennes</a> entdeckt habe und außerdem von der durchaus originellen Herangehensweise an den historischen Stoff sehr angenehm überrascht wurde. Ich hatte mir das alles wesentlich billiger vorgestellt, in jeder Hinsicht. Und ja, ich war halt schon immer ein Fan dieser ganzen Sagenwelt um Merlin und Excalibur und Morgan Le Fay, auch wenn ich mit den Details noch in keiner Version so ganz glücklich war. Alles muss man selbst machen.</li>
<li>Und die gegenteilige Erfahrung, als ich mir spontan mal ein Album der <a href="http://www.wiseguys.de/" target="_blank">Wise Guys</a> kaufte. Bah. Was hab ich mir denn da gedacht?</li>
<li><a href="http://thomasmichalski.wordpress.com/2012/01/15/haben-sie-schon-mal-uber-die-vordersten-seiten-eines-buches-nachgedacht/" target="_blank">Thomas Michalski erklärt Buchfreunden Unterschied zwischen dem Vorsatz, der Doublure, und dem Schmutztitel</a>. Und weil das aus grammatischen Gründen hier nicht deutlich wird, für die, die dem Link nicht folgen: Es heißt <em>das</em> Vorsatz.</li>
<li>Klar. Wenn man festgestellt hat, dass Subventionen Unternehmen begünstigen, die nicht wettbewerbsfähig sind, und damit uns allen schaden, dann ist die logische Konsequenz die Forderung nach&#8230; Subventionen für andere Unternehmen? Hm&#8230;<br />
Ein bisschen ausführlicher erklärt dieses Video hier das Problem mit dem Film &#8222;<a href="http://www.storyofstuff.org/movies-all/story-of-broke/" target="_blank">The Story of Broke</a>&#8220; und seinem weit verbreiteten Denkansatz:<br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/16/restebloggen-80/"><img src="http://img.youtube.com/vi/B_FncAQsAJg/2.jpg" alt="" /></a></span><br />
[via <a href="http://arslibertatis.com" target="_blank">ars libertatis</a>]</li>
<li>Alle, die <a href="http://sci-ence.org" target="_blank">sci-ence</a> noch nicht kennen, sollten das dringend ändern. Sofort. Jetzt. Ich warte solange hier.</li>
<li><a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/verlagerung-nach-amerika-basf-gibt-gruene-gentechnik-in-europa-auf-11608862.html" target="_blank">BASF verlagert die Forschung an der grünen Gentechnik in die USA</a>. Glückwunsch, Europa. Weiter so. Aber das muss ich dir ja nicht sagen. Du machst das schon.</li>
<li><a href="http://freethoughtblogs.com/axp/2012/01/12/i-cant-imagine-why-they-say-print-media-is-dying/" target="_blank">Kazim kann sich nicht erklären, warum manche Leute behaupten, Printmedien lägen im Sterben</a>:<br />
&#8222;The New York Times public editor asks something which is, IMHO, a fairly startling question:<a href="http://publiceditor.blogs.nytimes.com/2012/01/12/should-the-times-be-a-truth-vigilante/?pagewanted=all" target="_blank"><strong>Should The Times Be a Truth Vigilante?</strong></a></p>
<p>And by “vigilante,” apparently, they mean: Should the NYT bother to note whether the things people say are true or not?&#8220;</li>
</ol>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5869/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5869&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage</title>
		<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/15/ohne-sonntag-gibt-es-nur-noch-werktage/</link>
		<comments>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/15/ohne-sonntag-gibt-es-nur-noch-werktage/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 13:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte!]]></category>
		<category><![CDATA[Dissertation]]></category>
		<category><![CDATA[Handschrift]]></category>

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		<description><![CDATA[Und an Sonntagen wie diesen wünsche ich mir diesen Zustand noch dringlicher herbei als sonst schon. Ich hasse meine Dissertation. Aber immerhin bin ich mir der liebevollen Betreuung meines Doktorvaters gewiss, der mir unmissverständlich mitteilt, was er von mir erwartet. (Ja, ich weiß, ich bin eher der Letzte, der sich über anderer Leute Handschrift lustig [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5862&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und an Sonntagen wie diesen wünsche ich mir diesen Zustand noch dringlicher herbei als sonst schon.</p>
<p><a href="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/sonntagstagwerk.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5865" title="Sonntagstagwerk" src="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/sonntagstagwerk.jpg?w=450&#038;h=600" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
<p>Ich hasse meine Dissertation. Aber immerhin bin ich mir der liebevollen Betreuung meines Doktorvaters gewiss, der mir unmissverständlich mitteilt, was er von mir erwartet.</p>
<p><a href="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/hinweis1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5863" title="Hinweis1" src="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/hinweis1.jpg?w=450&#038;h=240" alt="" width="450" height="240" /></a><a href="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/hinweis2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-5864" title="Hinweis2" src="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2012/01/hinweis2.jpg?w=450&#038;h=306" alt="" width="450" height="306" /></a></p>
<p>(Ja, ich weiß, ich bin <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2010/01/25/marginalien/" target="_blank">eher der Letzte</a>, der sich über anderer Leute Handschrift lustig machen sollte. Ich wollte euch trotzdem gerne teilhaben lassen.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5862/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5862&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Taschentuch? (4)</title>
		<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/14/taschentuch-4/</link>
		<comments>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/14/taschentuch-4/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 12:47:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Marines]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal!]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[Taschentuch?]]></category>
		<category><![CDATA[Urin]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese ganze Geschichte mit den auf tote Taliban urinierenden Marines weckt in mir ein ziemlich buntes Potpourri aus Reaktionen, die ich zur Förderung einer vielfältigen Diskussion einfach mal gedankenstromhaft hier veröffentliche, gemeinsam mit der Aufforderung, mich an euren eigenen Gedanken dazu teilhaben zu lassen: Ui, ja, das ist wirklich traurig, wenn ein Staat nicht mal seine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5857&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese ganze <a href="http://www.nytimes.com/2012/01/13/world/asia/video-said-to-show-marines-urinating-on-taliban-corpses.html" target="_blank">Geschichte mit den auf tote Taliban urinierenden Marines</a> weckt in mir ein ziemlich buntes Potpourri aus Reaktionen, die ich zur Förderung einer vielfältigen Diskussion einfach mal gedankenstromhaft hier veröffentliche, gemeinsam mit der Aufforderung, mich an euren eigenen Gedanken dazu teilhaben zu lassen:</p>
<ol>
<li>Ui, ja, das ist wirklich traurig, wenn ein Staat nicht mal seine Soldaten (also diejenigen unter seinen Angestellten, über die er den größten Einfluss ausüben kann, in einem Umfang, von dem jeder private Unternehmer nur in besonders erfreulichen Träumen&#8230; Äh, falsches Thema.) so weit im Griff hat, dass sie ihre peinlichen Untaten wenigstens nicht auch noch bei YouTube veröffentlichen, wenn sie sie schon nicht ganz unterlasssen können.</li>
<li>Was haben diese Leute sich dabei gedacht? Da war doch bestimmt auch so jemand wie eine Führungskraft dabei (Oder?). Hätte nicht zumindest der auf die Idee kommen können, dass man den Quatsch vielleicht lieber nicht filmen sollte? Hätte das nicht Erinnerungen an gewisse andere Präzedenzfälle wecken sollen?</li>
<li>Ist die Bewertung des ganzen Vorfalls nicht andererseits ausgesprochen sonderbar? Ich meine, niemand bezweifelt, dass es in Ordnung war, diese Taliban-Kämpfer zu erschießen. Aber so schlimm, dass man auf sie pissen darf, waren sie dann doch wieder nicht? Ich bin kein Taliban, aber meine Prioritäten stehen in einer anderen Reihenfolge.</li>
<li>Ja, ich weiß. Sie zu erschießen, war erstens erforderlich, um den Auftrag auszuführen, und zweitens zur Selbstverteidigung unvermeidlich. Danach auf sie zu pissen, ist einfach nur ein unnötiger Akt der Respektlosigkeit, der außerdem (wie man gerade sieht) besagtem Auftrag großen Schaden zufügen kann.</li>
<li>Aber trotzdem: In diesem Konflikt <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan2316.html" target="_blank">sterben offenbar jährlich Tausende von Zivilisten</a>, und wir nehmen das relativ gelassen hin, aber wenn ein paar amerikanische Soldaten auf die Leichen von ein paar gegnerischen Soldaten urinieren, dann ist das ein Skandal? Hm.</li>
<li>Um noch mal auf die Respektlosigkeit zurückzukommen: Wenn ich das richtig verstehe, kämpfen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taliban#.C3.9Cbersicht" target="_blank">Taliban</a> dafür, ein gewaltgestütztes Terrorregime zu errichten, in dem sie Frauen und andersgläubige unterdrücken und misshandeln können. Ich bin nicht sicher, ob gegenüber solchen Leuten nicht noch deutlichere Signale von Respektlosigkeit angemessen wären, aber ich will lieber keine konkreten Vorschläge machen. (Und ja, ich weiß, der Rechtsstaat, der ja irgendwie auch von seinen Soldaten repräsentiert wird, sollte sich nicht auf das Niveau seiner Gegner herabbegeben, s. Punkt 1, aber das fiel mir eben gerade zum Respekt ein.)</li>
<li>Ihr bornierten Arschlöcher! Ihr schickt einen Haufen junger Leute in die so ziemlich unmenschlichste Situation, die man ich vorstellen kann, nämlich in einen Krieg, und dann spielt ihr die schockierten Tugendwächter, wenn sie sich in dieser Situation nicht mehr ganz so zivilisiert benehmen, wie ihr das von ihnen erwartet? Ihr schickt Jugendliche mit Gewehren und Granaten los, um andere Leute zu töten, und seid dann völlig entsetzt, wenn sie danach noch einen geschmacklosen Witz machen? Ich glaub auch.</li>
<li>Kann es sein, dass immer noch enorm viele Leute die Vorstellung mit sich herumtragen, es gäbe so etwas wie einen sauberen, anständigen Krieg? Kommt daher vielleicht diese bei manchen ja gewiss aufrichtige Entrüstung über solche Vorfälle? Aber wie geht denn das? Wie kann einem denn nicht klar sein, dass Krieg immer furchtbar, immer unmenschlich, immer grauenvoll und unsittlich und rundum doof ist? Dadurch wird das Verhalten dieser Marines nicht legitimiert, und schon gar nicht echte Abscheulichkeiten wie Abu Ghreib, aber man kann solche Entgleisungen doch nun wirklich nicht unbegreiflich oder überraschend finden. Oder?</li>
</ol>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5857/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5857&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Morality ends where a gun begins</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 08:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetze]]></category>
		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>
		<category><![CDATA[Morality ends where a gun begins]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsnormen]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsgewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter anderem aus einem aktuellen Anlass möchte ich um Meinungen zu einer Sache bitten, die mich oft an der Argumentation weniger radikal liberaler Leute erstaunt, und die diese umgekehrt oft bei mir nicht zu verstehen scheinen. Ich glaube, ich kann mich dabei ziemlich kurz fassen, aber das habe ich schon oft geglaubt. Schaumermal. Im Kern geht&#8217;s [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5849&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter anderem aus <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-zielkonflikte-des-zdf/#comment-249764" target="_blank">einem aktuellen Anlass</a> möchte ich um Meinungen zu einer Sache bitten, die mich oft an der Argumentation weniger radikal liberaler Leute erstaunt, und die diese umgekehrt oft bei mir nicht zu verstehen scheinen. Ich glaube, ich kann mich dabei ziemlich kurz fassen, aber das habe ich schon oft geglaubt. Schaumermal. Im Kern geht&#8217;s um diese These:</p>
<p>Egal, wie nett man es auch umschreibt, jedes Gesetz, jeder Verwaltungsakt, jede vom Staat ausgehende Vorschrift hat letzten Endes den Inhalt: Tu, was wir dir sagen, oder wir fügen dir Schaden zu. Egal, wie demokratisch legitimiert, wie scheinbar vernünftig und menschenfreundlich, wie rational formuliert auch immer eine solche Vorschrift ist, am Ende beruht sie auf der Drohung mit der Staatsgewalt. Am Ende steht nicht die Vernunft, die Übereinkunft rationaler Menschen, sondern eine geladene Waffe. Oder zumindest jemand in Uniform mit verstärkten Handschuhen.</p>
<p>Aus meiner Sicht steht es einem Menschen grundsätzlich nicht zu, einen anderen Menschen mit Gewalt zu irgendetwas zu zwingen. Es ist für mich nur in ganz besonderen Ausnahmesituationen akzeptabel, Zwang gegen Menschen auszuüben, nämlich grob gesagt nur dann, wenn von diesen eine direkte Gefahr für mich oder Dritte ausgeht. Sonst nicht. Ich finde auch, dass die Anzahl oder der relative Anteil der Mitglieder einer Gesellschaft, die einer Zwangsmaßnahme zustimmen, keinen Einfluss auf die moralische Bewertung dieser Maßnahme hat.</p>
<p>Ist das für euch so trivial und offensichtlich wie für mich, oder sind wir uns da schon uneinig? Falls ersteres, könnt ihr aufhören zu lesen. Falls letzteres, führe ich es für euch noch ein bisschen aus:</p>
<p>Ich halte deshalb zum Beispiel viele der Vorschriften in unserem Strafgesetzbuch für eine gute Sache, denn sie dienen (großenteils) nur dazu, Menschen vor Gewalt durch andere Menschen zu schützen. Das ist die Aufgabe des Staates, und dazu die Staatsgewalt einzusetzen, ist legitim.</p>
<p>Und ich halte deshalb zum Beispiel das Allgemeine Gleichstellungsgesetz für eine völlig inakzeptable Sache, denn es dient nur dazu, Menschen zu zwingen,  ihre eigenen (wenn auch unvernünftigen) Interessen denen anderer unterzuordnen. Der Arbeitgeber, der mich nicht einstellt, weil ich nicht an seinen Gott glaube, stellt keine unmittelbare Gefahr für mich dar. Er hat einfach entschieden, dass er meine Leistung nicht in Anspruch nehmen will. Ich finde das idiotisch von ihm, aber ich finde, dass es niemandem zusteht, ihn mit Gewalt dazu zu zwingen, meine Leistung doch zu beanspruchen, und mir sein Geld dafür zu geben. Und ich finde es auch offensichtlich, dass dieser Zwang moralisch die weitaus größere Untat ist, verglichen mit dem Entschluss, jemanden aus noch so verwerflichen Gründen nicht einzustellen.</p>
<p>Dass es darüber hinaus dann noch mehr oder weniger von meiner abweichende Vorstellungen von einer direkten Gefahr geben kann (&#8222;Aber wenn es keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, können die Menschen sich nicht mehr zuverlässig informieren, und dann bricht erst unser ganzes Politisches System zusammen, dann der Rest der Gesellschaft, und ein paar Tage später geht die Welt unter.&#8220;) ist auch klar. Und ich bin mir selbst auch nicht sicher, wo genau die Grenze verläuft. Sind Geschwindigkeitsbeschränkungen im Straßenverkehr okay? Was ist mit dem Verbot des Fahrens unter Drogeneinfluss? Alles Dinge, zu denen man mit guten Argumenten verschiedene Positionen vertreten kann.</p>
<p>Oft scheint es mir aber schon an diesem ersten, grundlegenden Konsens zu fehlen, dass wir gewaltsamen Zwang vermeiden sollten, wo immer das irgendwie möglich ist. Ich habe das Gefühl, dass viele Leute, die irgendwelche Gesetze verteidigen oder fordern, sich gar nicht klarmachen, dass sie sich damit herausnehmen, gewaltsamen Zwang gegen andere auszuüben. Und ich habe das Gefühl, dass weder die Mitglieder unseres Bundestages noch ein großer Teil ihrer Wähler ein Bewusstsein dafür haben, <a href="http://blog.jan-filter.de/2012/01/02/politik-ist-selbstgeschaffene-probleme-loesen/" target="_blank">welche enorme Verantwortung mit der Macht einhergeht</a>, etwas zu beschließen, was dann mit Gewalt gegen andere Menschen durchgesetzt wird. Wie anders wäre zu erklären, dass in diesem Land ernsthaft Fernseh- und Radiosendern vorgeschrieben wird, wann und wie oft und auf welche Weise sie Werbung senden dürfen, ohne dass sich auch nur jemand besonders daran stört?</p>
<p>Wie seht ihr das? Also, die Grundsatzfrage, nicht unbedingt das mit der Werbung.</p>
<p>Und ja, ich weiß, es ist dann natürlich trotzdem nicht kurz geworden. Aber denkt andererseits mal drüber nach, wie lang es hätte werden können, wenn ich nicht versucht hätte, mich kurz zu fassen.</p>
<p>Ja, genau.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/5849/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5849&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Ich mag VW ja auch nicht, aber aus anderen Gründen. Und Greenpeace mag ich natürlich noch weniger. Ja, die Überschrift ist zu lang. Und? Verklagt mich!</title>
		<link>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/11/ich-mag-vw-ja-auch-nicht-aber-aus-anderen-grunden-und-greenpeace-mag-ich-naturlich-noch-weniger-ja-die-uberschrift-ist-zu-lang-und-verklagt-mich/</link>
		<comments>http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/11/ich-mag-vw-ja-auch-nicht-aber-aus-anderen-grunden-und-greenpeace-mag-ich-naturlich-noch-weniger-ja-die-uberschrift-ist-zu-lang-und-verklagt-mich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 09:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Old Man Muriel shakes his fist]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonazis]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswagen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wüsste ein paar ganz gute Antworten, die ich aber an Volkswagens Stelle wahrscheinlich auch nicht den Mumm hätte zu schreiben. Zum Glück bin ich nicht an Volkswagens Stelle. Meine spontane Reaktion ginge in die Richtung von: &#8222;Why don&#8217;t you all stop bitching and put your money where your mouth is? You can make us [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&amp;blog=7956543&amp;post=5843&amp;subd=ueberschaubarerelevanz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/01/11/ich-mag-vw-ja-auch-nicht-aber-aus-anderen-grunden-und-greenpeace-mag-ich-naturlich-noch-weniger-ja-die-uberschrift-ist-zu-lang-und-verklagt-mich/"><img src="http://img.youtube.com/vi/lQJYmIZiqho/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Ich wüsste ein paar ganz gute Antworten, die ich aber an Volkswagens Stelle wahrscheinlich auch nicht den Mumm hätte zu schreiben. Zum Glück bin ich nicht an Volkswagens Stelle.</p>
<p>Meine spontane Reaktion ginge in die Richtung von: &#8222;Why don&#8217;t you all stop bitching and put your money where your mouth is? You can make us make &#8222;green&#8220; cars. It&#8217;s easy, although maybe not quite as easy as trolling our new year&#8217;s message and trying to bully us into consenting to be forced to comply with your idea of morality: Fucking buy some.&#8220;</p>
<p>Wäre ich doch an Volkswagens Stelle, wäre ich natürlich vorsichtiger und würde was versuchen in der Richtung von: &#8222;Thank you! We really appreciate your feedback and will continue to try our best to further reduce the environmental impact of our cars, but since our first responsibility is to our customers, please understand that we will always put their needs above your petty and shortsighted ideas of morality and sustainability, and of course we put our bank accounts above your stupid &#8222;mother earth&#8220;, who do you think you&#8217;re talking to? So kindly fuck off and please take your stinking shallow cheap Greenpeace ideals with you, because we&#8230; Oh. Sorry. Is this thing already on? Whoops.&#8220;</p>
<p>Hm. Ich schätze, es ist echt gut, dass ich nicht an Volkswagens Stelle bin.</p>
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