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	<title>überschaubare Relevanz</title>
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	<description>Man muss das realistisch sehen.</description>
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		<title>überschaubare Relevanz</title>
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		<title>Was die FAZ für Argumente hält</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 13:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Faktencheck]]></category>
		<category><![CDATA[FAZ]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Praena-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Pränataluntersuchung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaftsabbruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese ja eigentlich diesen FAZ-Faktencheck-Kram nicht, weil die da auch immer Lesermeinungen veröffentlichen und weil meine Tischplatte schon so viele unschöne Bissspuren aufweist, aber heute fiel mir halt die Zeichenfolge &#8220;Schutz für ungeborenes Leben&#8221; ins Auge, und außerdem fürchte ich zurzeit, dass überschaubare Relevanz sich für die kommenden Wochen zum Mail-Rollenspiel-Blog entwickeln könnte, was [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7949&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese ja eigentlich diesen FAZ-Faktencheck-Kram nicht, weil die da auch immer Lesermeinungen veröffentlichen und weil meine Tischplatte schon so viele unschöne Bissspuren aufweist, aber heute fiel mir halt die Zeichenfolge &#8220;Schutz für ungeborenes Leben&#8221; ins Auge, und außerdem fürchte ich zurzeit, dass überschaubare Relevanz sich für die kommenden Wochen zum Mail-Rollenspiel-Blog entwickeln könnte, was mich zwar nicht direkt stören würde, aber vielleicht den einen oder anderen bisherigen Leser, weshalb ich gerne rechtzeitig gegensteuern würde.</p>
<p>Der Faktencheck setzt sich mit der Frage auseinander, ob schwangere Frauen das Recht haben sollten, einen bestimmten Test an ihrem werdenden Kind vornehmen zu lassen, der gewisse genetische Schäden erkennt. Wir wissen natürlich im Grunde alle schon, was Gegner des weiblichen Selbstbestimmungsrechts hier gerne vorbringen und bekommen schon prophylaktisch Kopfschmerzen, aber <a href="http://www.faz.net/aktuell/wissen/faktencheck/faktencheck-praena-test-auswertung-2-mehr-schutz-fuer-ungeborenes-leben-12222719.html" target="_blank">so erschütternd ausführlich aufgeschlüsselt wie im FAZ-Faktencheck</a> habe ich es lange nicht mehr gesehen, deshalb hier noch mal von mir zusammengefasst die Schlussfolge:</p>
<p>Die betroffenen Frauen sind nicht in der Lage zu beurteilen, welche Informationen sie mit dem Test gewinnen und dass diese ihre Entscheidung darüber beeinflussen könnten, ob sie die Schwangerschaft abbrechen lassen wollen. Sie können vorab nicht einschätzen, was die gewonnene Information für sie bedeutet, und deshalb besteht die Gefahr, dass Ärzte ihnen diesen Test aufschwatzen, obwohl sie ihn eigentlich gar nicht gewollt hätten, wenn sie auf die FAZ-Leser hören würden. Wenn sie dann einmal die Information haben, dass in ihrem Kind ein genetischer Defekt angelegegt ist (Frauen mit gesunden Kindern werden in dieser Argumentation nicht berücksichtigt.), dann sind sie weiterhin auch nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, ob sie das Kind wollen oder eine Abtreibung vorziehen, denn es könnte ja sein, dass Ärzte und soziales Umfeld Druck auf sie ausüben. Nachdem eine Frau gegen ihre eigentlichen Willen (den sie natürlich selbst kaum einzuschätzen vermag, anders als besser informierte Menschen) so einen Test hat durchführen lassen, besteht die Gefahr, dass sie auf Basis der Testergebnisse wiederum gegen ihre eigentlichen Willen (den sie nicht nur nicht kennt, sondern auch nicht durchsetzen kann) ihre Schwangerschaft abbrechen lässt und das Kind nicht austrägt.</p>
<p>Diese Befürchtungen sind natürlich nicht etwa Argumente dafür, dass Ärzte ihre Patienten besser informieren sollten, bevor diese Entscheidungen treffen, oder dass die Haftung von Ärzten bei irreführender Beratung verschärft wird, oder dafür, Menschen generell besser zu bilden und ihre Fähigkeit zu verbessern, rationale Entscheidungen zu treffen, oder zumindest nicht vorrangig. Sie sind, die FAZ weist ausdrücklich darauf hin, nicht mal ein Argument dafür, etwas an den Beratungspflichten oder sonstigen Umständen eines Schwangerschaftsabbruchs zu ändern. Diese Befürchtungen sind in den Augen der FAZ ein Argument dafür, das Recht von Frauen einzuschränken, zu erfahren, was in ihrem eigenen Körper vorgeht, denn sie sind typischerweise nicht in der Lage zu entscheiden, ob sie es wirklich erfahren wollen, und wenn sie es dann wissen, können sie mit der Information nicht umgehen.</p>
<p>Jo mei. So hab ich das auch noch nicht gesehen. Vielleicht ist die Frage ja doch nicht so einfach zu beantworten, wie ich bisher dachte, als ich noch davon ausging, dass schwangere Frauen mündige Erwachsene sind, wie andere Menschen auch. Wieder was gelernt. Gut, dass es die FAZ gibt, und den Faktencheck.</p>
<p>[Offenlegung: Die FAZ behauptet nicht, das sei alles so, sie lässt das im Ergebnis offen. Aber sie erkennt diesen Ansatz als bedenkenswertes Argument an. Ich finde, das reicht.]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7949/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7949/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7949&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>wie wir sie kennen (1)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 09:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstreferenzielles]]></category>
		<category><![CDATA[Was mit Literatur im weiteren Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Mail-Rollenspel]]></category>
		<category><![CDATA[wie wir sie kennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt zwar eine eigene Seite für unsere fröhliche Mail-Rollenspielrunde, aber weil es da erstens für eventuelle Mitleser schwer ist, den Überblick zu behalten, was wann neu dazu kommt, und weil ich zweitens denke, dass wir auch ein bisschen Aufmerksamkeit haben sollten, wenn wir uns schon die Mühe machen, werde ich hier regelmäßig die Aktualisierungen [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7945&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zwar eine eigene Seite für unsere fröhliche Mail-Rollenspielrunde, aber weil es da erstens für eventuelle Mitleser schwer ist, den Überblick zu behalten, was wann neu dazu kommt, und weil ich zweitens denke, dass wir auch ein bisschen Aufmerksamkeit haben sollten, wenn wir uns schon die Mühe machen, werde ich hier regelmäßig die Aktualisierungen im Blog veröffentlichen.</p>
<p>Wer kein Interesse an unserem Rollenspiel hat, sollte die entsprechenden Posts naheligenderweise ignorieren, empfehlen kann ich das allerdings nicht. Auch wenn es meinen Stolz als Autor ein bisschen kränkt, muss ich bisher sagen, dass die Spielerinnen sich als sehr talentiert erwiesen haben und ich nicht sicher bin, ob unser Rollenspiel-Log meinen Fortsetzungsromanen in nennenswertem Umfang nachsteht.</p>
<p><span id="more-7945"></span></p>
<p>Auf der Seite stehen zurzeit noch nur meine eigenen Ausgangsszenariobeschreibungen, und in diesem Beitrag hier findet ihr nun den weiteren Verlauf von da an. Bei Nina und Vera handelt es sich um die reinen Text der Spielerinnen, bei David teilweise um ein Chatprotokoll, denn das Gespräch zwischen ihm und den beiden Polizisten haben wir per IRC gespielt.</p>
<h3>Nina</h3>
<p>„Natürlich traue ich mir das zu!“</p>
<p>Nina ist beleidigt. Immer zweifelt Walter an ihr, egal worum es geht. Dabei haben Alex und Ben mit ihr beim letzten Mal so viel Spaß gehabt.</p>
<p>„Was soll das überhaupt heißen, der Babysitter bleibt bis zur Schlafenszeit? Hältst du mich für so unfähig?“</p>
<p>Bremse dich, Nina, ermahnte sie sich innerlich. Das bringt nichts.</p>
<p>„Ich packe ein paar Sachen ein, dann komme ich rüber. Oh, hast du übrigens Aspirin im Haus? Ok, gut, ich beeile mich, bis gleich.“</p>
<p>Nina legt auf und sucht ihre Tasche. Das passt ihr alles so gar nicht in den Kram; wahllos stopft sie ein paar Kleidungsstücke und ihre Zahnbürste in die Tasche. Als sie schon an der U-Bahn angekommen ist, fällt ihr ein, dass sie vergessen hat, den Katzen Futter hinzustellen. Wütend stapft sie den ganzen Weg zurück und hat große Lust auf ein Bier. Aber Walter würde es merken, das will sie nicht riskieren.</p>
<p>30 Minuten später steht sie vor Walters Hautüre. Während sie darauf wartet, dass er auf ihr Klingeln reagiert, betrachtet sie die unkrautlosen Fugen der Hsauszuwegung, den frisch gestrichenen Zaun und die liebevoll angelegten Blumenbeete und hat schon wieder den starken Drang, etwas zu trinken.</p>
<p>Walter öffnet die Türe und sieht sie gehetzt an. Seine Haare stehen wirr vom Kopf ab, die Hose ist nicht sauber. „Gut, dass du da bist. Wieso hast du so lange gebraucht?“ „Es gab irgendein Problem mit der U-Bahn“, lügt Nina und schielt verlegen auf Walters Füße. „Die Kinder sind schon oben“, sagt Walter. „Ich muss jetzt wirklich dringend weg. Ich rufe dich an.“ „Was denn, keine stundenlangen Ermahnungen und Vorträge?“ „Ich muss los!“ Walter schliesst hinter sich die Haustüre und Nina sieht, wie er im Laufschritt zu seinem Auto rennt.</p>
<h3>Vera</h3>
<p>Seufzend sackt Vera hinter ihrem Schreibtisch zusammen. Warum? Warum ausgerechnet sie?<br />
Und dann hier weitergeben, was wir gemacht haben. Sie schnaubt missbilligend. Der hat vielleicht Vorstellungen. Das kann doch nur schief gehen. Er kennt sie doch wohl lange genug. Und von SAP scheint er auch keine Ahnung zu haben. Mal so eben. Als interne Schulung.  Pah.</p>
<p>Eine Woche. Die Gedanken kreisen in ihrem Kopf. Ihre Pflanzen. Koffer packen. Und dann das fremde Hotel. Alles fremd. Nur so wenig Zeit. Muss sie noch etwas einkaufen? Wer macht ihre Arbeit weiter? Und wieso überhaupt fliegen? So ein Unsinn. Wenn doch nur Mutter noch leben würde, dann wären wenigstens die Pflanzen versorgt. Eine ganze Woche. Und dann auch noch das Wochenende. Und mit Eva. Kann die das denn überhaupt? Sie hat noch nie mit ihr zusammengearbeitet. Hat sie mit niemandem. Sie begegnet ihr manchmal im Kopierraum, das ist auch schon alles.</p>
<p>Egal. Widerspruch ist zwecklos. Vera ist lange genug in dieser Abteilung, um das eingesehen zu haben. Mühsam zwingt sie sich zur Ruhe. Nach einigen tiefen Atemzügen öffnet sie ihre To-do-Liste und beginnt mit der Planung.</p>
<p>Kurz überlegt sie, ein paar Aufgaben an Kollegen abzugeben, aber bei dem hohen Krankenstand hätte das nicht viel Sinn. Und es kennt sich eh keiner in ihrem Fachgebiet aus. Ehe sie erst alles mühselig erklärt, sucht sie lieber nach anderen Möglichkeiten.<br />
Bis zum Feierabend hat sie die Projekte der kommenden Woche umgeschichtet und sich den notwendigen Freiraum verschafft.</p>
<p>Es ist schon spät, als sie sich endlich auf den Heimweg macht. Die kühle Luft hilft ihr, einen klaren Kopf zu bekommen. Nach einem eiligen Abendessen &#8211; wie immer aus der Mikrowelle - geht die Planung weiter. Schritt für Schritt erarbeitet sie eine individuelle Bewässerungslösung  für ihre Pflanzen. Ein System aus Eimern, Flaschen und verschieden dicken Wollfäden sollte die Versorgung für eine Woche sicherstellen. Schnell notiert sie noch, was sie morgen dafür alles besorgen muss, ehe sie schließlich Ruhe findet.</p>
<h3>David</h3>
<p>Das mag unplausibel klingen, aber David hat sich noch nie Gedanken darüber gemacht, wie er sich in einem solchen Fall verhalten soll. Er ist einfach davon ausgegangen, dass der Fall nicht eintritt, schließlich weiß außer sehr wenigen Bekannten ja niemand von seinem Hobby.</p>
<p>Wahrscheinlich wollen die gar nichts von ihm. Die wollen sicher nur irgendwas fragen, wahrscheinlich ist bei den Nachbarn was passiert, und sie fragen jetzt rum, ob jemand was gehört hat oder so. Kennt man ja aus dem Fernsehen.</p>
<p>Also, er macht die Tür zum Schlafzimmer und zur Küche zu. Zum Glück stehen im Flur nur einige wenige, vertrocknete Pflanzen, die runter in den Biomüll sollten. er wirft im Vorbeigehen leise einen Mantel drüber, dann nimmt er Theo auf den Arm, in der Hoffnung, dadurch harmlos auszusehen, und   öffnet mit seinem besten, neutral-sachlichen Lächeln die Tür ein Viertel weit.</p>
<p>Das Lächeln der jungen schwarzhaarigen Polizistin wird noch breiter und freudiger, als sie ihn sieht. Es ist beinahe beängstigend, wie viel Enthusiasmus sie mitbringt. Davids Augen fallen auf die Waffe an ihrer Hüfte. Das Ding sieht abartig riesig aus, gerade an so einer eher zierlichen Person, und wie weit der Griff absteht, als müsste sie sich dauernd irgendwo damit stoßen.</p>
<p>&#8220;Guten Abend!&#8221; sagt sie, und klingt dabei wie eine Moderatorin bei Viva. &#8220;Sind Sie Herr David &#8230;&#8221; Sie zögert kurz.</p>
<p>„Herrnstadt?“ fragt David.“ Nein, bin ich nicht, das ist im Stockwerk drunter. Was hat er denn angestellt?“</p>
<p>Sie beginnt erst eifrig zu nicken, und hält dann verwirrt inne. &#8220;Äh &#8230; Wie? Aber an der Tür steht&#8230;&#8221; Sie zeigt verwirrt auf Davids Klingelschild.</p>
<p>Ihr Kollege hinter ihr hat die ganze Zeit über nicht mal von seinem Display aufgesehen. Sein Uniformhemd spannt über seinem Bauch, und er hat Ringe unter den Augen.</p>
<p>David schaut immer noch freundlich, während sein Gehirn absurde Fluchtpläne schmiedet und Theo seinen Ärmel anknabbert.</p>
<p>&#8220;Er macht einen Witz&#8221;, murmelt ihr Kollege ungeduldig.</p>
<p>&#8220;Oh, ach so. Also, dann ist dies Ihre Wohnung?&#8221;</p>
<p>David sagt, immer noch lächelnd &#8220;Ja, natürlich. Entschuldigen Sie meinen Humor. Worum geht es denn?&#8221;</p>
<p>Ihr freudiges Lächeln verändert sich, als sie ihre Augenbrauen ein Stück zusammenzieht. &#8220;Darf ich Sie fragen, wie lange Sie hier schon wohnen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Seit &#8230;.&#8221; Er rechnet sichtbar. &#8220;&#8230; knapp drei Jahren? Warum?&#8221;</p>
<p>David sieht die Handschellen auf der anderen Seite ihres Koppels. Sie hängen in so einer klobigen Kunststoffhalterung und blitzen in der grellen Neonbeleuchtung des Flurs.</p>
<p>&#8220;Nur zum Datenabgleich&#8221;, antwortet sie, und fährt ohne Pause fort: &#8220;Was machen Sie beruflich, Herr Herrnstadt?&#8221;</p>
<p>Sein Gehirn hat die erste Panik überwunden und kehrt langsam in seine Kontrolle zurück. Er fährt das Lächeln eine Stufe runter. &#8220;Ich wundere mich schon ein bisschen, sagt er &#8220;,was für eine art von Datenabgleich, also womit gleichen sie ab und vor allem warum? Ich helfe ja gerne, aber ich wüsste schon gerne, worum es geht.&#8221;</p>
<p>Sie grinst jetzt wieder so breit und freundlich wie eine Gameshow-Gastgeberin. &#8220;Klar, kann ich verstehen, würde ich an Ihrer Stelle auch. Herr Herrnstadt, wohnen Sie hier alleine?&#8221;</p>
<p>C. Dohms steht auf ihrem Namensschild.</p>
<p>David überlegt kurz und kommt zu dem Ergebnis, dass sie vielleicht wieder gehen, wenn er kooperiert, und ihn eher auf den Kieker nehmen, wenn er Ärger macht. Da er nunmal was zu verbergen hat, entscheidet er sich fürs Kooperieren, fährt sein Lächeln wieder eine halbe Stufe höher und antwortet, auf Theo deutend &#8220;Fast.&#8221;</p>
<p>&#8220;Also keine anderen Bewohner außer Ihnen und Ihrem Haustier?&#8221;</p>
<p>Ihr Kollege steckt sein Telefon schließlich ein, verschränkt die Arme und betrachtet nachdenklich ihren Hintern. David hat er die ganze Zeit über noch kein einziges Mal angesehen.</p>
<p>David nickt.</p>
<p>&#8220;Okay!&#8221; Sie nickt mit. &#8220;Hat irgendjemand außer Ihnen noch einen Schlüssel für die Wohnung? Ein Nachbar vielleicht, ein Freund, oder Verwandte?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nein, nicht dass ich wüsste. Vielleicht mein Vermieter, aber wenn, hat er mich nichts davon gesagt.&#8221;</p>
<p>Sie nickt weiter und zwinkert ihm verschwörerisch zu. &#8220;Die behalten eigentlich immer mindestens einen, ob sie&#8217;s nun sagen oder nicht.&#8221;</p>
<p>David entspannt sich und kann es sich nicht verkneifen, noch mal &#8220;Worum geht&#8217;s denn?&#8221; zu fragen.</p>
<p>&#8220;Herr Herrnstadt, würde es Ihnen was ausmachen, wenn wir kurz mit reinkommen?&#8221;</p>
<p>Sie stemmt die linke Hand in die Hüfte und winkelt diese dabei an. Ihre Waffe steht jetzt noch weiter ab, und sieht dadurch wirklich grotesk riesig aus an ihr.</p>
<p>&#8220;Das passt mir gerade nicht so gut. Wenn Sie möchten, können wir einen Termin für ein Gespräch ausmachen?&#8221; Er versucht es mit freundlich-abwimmelnder Sekretärinnenautorität und versucht, nicht auf die Waffe zu starren.</p>
<p>Sie schließt ihren Mund zum womöglich ersten Mal völlig und lächelt jetzt nur noch warm und mitfühlend, ohne Zähne zu zeigen. Sie zuckt die Schultern. &#8220;Klar&#8221;, sagt sie, &#8220;Das kann ich verstehen. Wir würden jetzt auch lieber was anderes machen.&#8221; Ihr Kollege schiebt abwägend die Unterlippe vor und wiegt unschlüssig seinen Kopf von links nach rechts, aber das sieht sie natürlich nicht.</p>
<p>&#8220;Es würde aber überhaupt nicht lange dauern. Wir würden nur gerne kurz was mit Ihnen besprechen, was wir nicht gerne hier im Flur machen würden.&#8221;</p>
<p>David hat das Gefühl, gegen eine Betonwand zu reden. Aber solang er nicht weiß, dass sie von den Pflanzen wissen, kann er sie nicht reinlassen. Kurzentschlossen murmelt er irgendwas von &#8220;Wir können doch auch hier draußen reden?&#8221;, macht einen Schritt nach vorne und zieht die Tür hinter sich zu &#8220;Sie bringen mich ganz durcheinander, jetzt habe ich den Schlüssel drinnen gelassen&#8230; So ein Ärger. Naja. Egal, kümmere ich mich später drum. Wollen wir nebenand zu Cléos, da bekommt man einen wunderbaren Kakao?“</p>
<p>Sie lacht leise. &#8220;Ich hasse es, wenn das passiert. Schlüsseldienste sind so teuer und unfreundlich!&#8221;</p>
<p>Sie blickt David erwartungsvoll mit großen Augen an, als hätte sie eine Frage gestellt, und ihr Kollege hebt jetzt auch seinen Blick von ihrem Gesäß und sieht zum ersten Mal überhaupt in Davids Gesicht.</p>
<p>Er hat dunkelbraune Augen und sieht ziemlich müde aus, aber nicht unfreundlich.</p>
<p>David hält den Kopf schief &#8220;Kakao ist nicht so ihre Sache? Wollen sie mir nicht sagen, womit ich Ihnen helfen kann?&#8221;</p>
<p>Sie seufzt sehr tief. &#8220;Sie wollen uns also nicht reinlassen?&#8221; fragt sie.</p>
<p>Ihr Kollege schaut David zwar weiter an, scheint seine Frage aber überhaupt nicht wahrgenommen zu haben.</p>
<p>Okay. Keine Chance. David stellt das Lächeln ab und zuckt mir den Schultern. &#8220;Das haben Sie gut erkannt. Aber jetzt kann ich auch tatsächlich nicht mehr, der Schlüssel ist ja drinnen. Was haben Sie in diesem Fall für mich geplant?&#8221;</p>
<p>Sie seufzt noch mal, und David kommt nicht umhin zu bemerken, wie ihr Uniformhemd über ihren Brüsten spannt [Male gaze ist überall.] Sie lächelt ihn an und sagt im Tonfall von jemandem, der zwischen zwei wütenden Streithähnen zu vermitteln versucht: &#8220;Schauen Sie, Herr Herrnstadt, wir können uns auch einen Durchsuchungsbeschluss holen, aber dann müssen wir auch Zeugen mitbringen, Leute von der Staatsanwaltschaft, vielleicht will der Ermittlungsrichter sogar selbst dabei sein, es gibt ein offizielles Protokoll, und alles wird für uns alle viel komplizierter und anstrengender. Oder Sie machen jetzt wieder die Tür auf und wir sehen uns kurz bei Ihnen um. Wenn Sie wollen, kann mein Kollege auch draußen warten.&#8221;</p>
<p>David seufzt ebenfalls &#8220;Ah, ja, das kenne ich aus dem Fernsehen. Ich hatte mir immer vorgenommen, aus pädagogischen Gründen auf die Umsetzung der Drohung zu bestehen, Sie wissen schon, Gewaltenteilung und so. Aber ich hätte wahrscheinlich nicht die Eier dafür gehabt. dummerweise ist mein Schlüssel wirklich drin, deshalb schlage ich vor, Sie rufen einen Schlüsseldienst Ihres Vertrauens, und bis der da ist, können wir doch tatsächlich einen Kakao trinken gehen. Ich hatte noch nichtmal zu Abend gegessen.&#8221; er macht Anstalten, an ihr vorbei die Treppe runtergehen zu wollen.</p>
<p>„Sie meinen, Sie sind einverstanden, dass wir uns bei Ihnen umsehen, nachdem der Schlüsseldienst die Tür geöffnet hat?“ Sie klingt überrascht.</p>
<p>Der schweigsame Polizist sieht nun direkt in Davids Augen, und ein verwirrtes Lächeln spielt um seine Mundwinkel.</p>
<p>David überlegt.</p>
<p>Er hat ein plötzliches und völlig unzutreffendes Gefühl von Unverwundbarkeit, wie man es bekommt, wenn alle Alternativen so übel sind, dass man nichts falsch machen kann. Er stellt sich in einer theatralischen Drehung vor seine Tür, verkreuzt den freien Arm vor Theo, und verkündet:</p>
<p>&#8220;Nein, einverstanden natürlich nicht. Ich hatte nicht gedacht, dass ich sie daran hindern kann. Aber wenn sie so fragen, muss ich sie bitten, mit einem Durchsuchungsbeschluss wiederzukommen.&#8221; Es fühlt sich an wie ein Bluff. Er schaut grimmig</p>
<p>Sie presst frustriert ihre Lippen zusammen und sieht mit einer Mischung aus Resignation und letzter Hoffnung zu ihm auf. &#8220;Muss das wirklich sein?&#8221; fragt sie. &#8220;Können wir das nicht schnell hinter uns bringen? Ich meine, wir sind hier alle noch auf Ihrer Seite. Ich hab noch zu tun, er hat noch zu tun, da draußen warten echte Kriminelle auf uns. Wir können einfach kurz da reingehen, ich seh mich kurz um, dann geh ich wieder und kann aufschreiben, dass ich drin war und nichts Ungewöhnliches gefunden habe. Wäre Ihnen das nicht auch lieber?&#8221;</p>
<p>&#8220;Doch, deutlich lieber, aber man kann halt nicht alles haben. Die einzige Chance, die Sie haben, um mich zu überzeugen, ist, indem Sie mir zumindest einen anhaltspunkt geben, worum es geht. Vielleicht leuchtet mir Ihr Anliegen ja ein?&#8221;</p>
<p>Sie grinst David an, als hätte er schon zugestimmt. Dann schneidet sie eine genervte Grimasse und gestikuliert unbestimmt in Richtung der unteren Stockwerke oder der Strasse oder der Welt insgesamt. &#8220;Wir haben einen anonymen Hinweis bekommen, und wir sind verpflichtet, dem nachzugehen. Sowas passiert dauernd. Irgendwer ist sauer auf irgendwen, und dann müssen wir hingehen und uns zum Affen machen. Kindergartenkram. Aber haben wir jeden Tag. Ich müsste nur schnell mal schauen, ob alles in Ordnung ist, und dann können Sie zu Abend essen. Müssen damit wirklich noch mehr Leute ihre Zeit verschwenden als ohnehin schon?&#8221;</p>
<p>Der männlichen Polizist stöhnt leise, guckt auf seine Uhr und dann zur Decke. Eine dieser dünnen langbeinigen Spinnen sitzt in einer Ecke und wartet auf Beute, oder was Spinnen sonst so machen.</p>
<p>David runzelt die Stirn. &#8220;Sie haben wirklich ein Problem mit der Kundenkommunikation. Hätten sie das mal gleich gesagt, dann hätten wir alle viel Zeit gespart. Leider ist das jetzt dumm gelaufen mit dem Schlüssel, und ich gehe jetzt einen Kakao trinken und schlage vor, Sie gehen ihren Staatsanwalt anrufen.&#8221; Seine Beine zittern etwas, aber zum glück sieht man das unter der weiten Jogginghose nicht.</p>
<p>&#8220;Also wenn Sie mich im Moment nicht brauchen, ich bin drüben bei Cléos.&#8221; Er geht, so entschlossen er kann, die Treppe runter. Weg von der wohnung. Weg ist gut.</p>
<p>Als er dabei den Polizisten passiert, legt der eine Hand an Davids Arm, nicht grob, nur um ihn anzuhalten.</p>
<p>&#8220;Wir kümmern uns dann jetzt um den Beschluss&#8221;, sagt er leise, &#8220;Und wir beeilen uns dabei, damit Sie die Zeit nicht nutzen können, um eventuelle Beweismittel zu vernichten, denn dann wäre die ganze Mühe ja völlig umsonst gewesen.&#8221; Er sieht David mit weit gehobenen Augenbrauen an, als wollte er sagen: &#8216;Botschaft angekommen?&#8217;</p>
<p>Natürlich ist die Botschaft angekommen, aber David setzt wieder sein neutrales Sekretärinnenlächeln auf und sagt &#8220;Alles Gute dabei und einen schönen Abend noch.&#8221; und geht weiter die Treppe runter, während er jeden Moment damit rechnet, von Kugeln durchsiebt oder zu Boden geknüppelt zu werden. Zwei Treppenabsätze später bleibt er kurz stehen und lauscht.</p>
<p>Der männliche Polizist murmelt irgendwas Tiefes und Leises, worauf die Frau etwas Schnelles zurückzischt.</p>
<p>Der Mann schnaubt belustigt. &#8220;Mach keinen Quatsch, Chris. Willst du die ganze Nacht hier stehen? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir heute noch den Beschluss kriegen? Bis wir da reinkommen, finden wir da nichts mehr, wenn der Typ kein Vollidiot ist.&#8221;</p>
<p>Etwas ist merkwürdig, an der Art, wie er spricht. Zwar gedämpft, aber in so einer Art Bühnenflüstern, als wollte er, dass nicht nur seine Partnerin ihn hören kann.</p>
<p>David glaubt nicht, wirklich, dass sie die Tür eintreten, und er wüsste auch nicht, was seine Anwesenheit daran ändern würde. Also mach er ihnen den Rückweg frei, indem er, laut mit der Tür schlagend, das haus verlässt. Er geht ein paar Meter in Richtung Cléo und stellt sich in einen Hauseingang, um zu schauen, ob sie weggehen.</p>
<p>Er hört sie noch irgendwas Quengeliges sagen, aber die Antwort des Mannes hört er schon nicht mehr. Wenig später sieht er, wie sie das Haus verlassen. Chris kommt zuerst heraus, und ihr Partner folgt ihr in ein paar Metern Abstand. Sie steigt auf der Fahrendenseite [Ausgleich für den Male-Gaze-Vorfall vorhin] ein, und seine Tür hat sich kaum geschlossen, da fährt sie auch schon los.</p>
<p>David drückt Theo ein bisschen zu fest vor Freude, wartet gefühlt unendlich lange, um sicherzugehen, dass sie weg sind. Dann holt er seinen Zweitschlüssel aus dem Bauch eines der schrecklichen Gartenzwerge, die Frau Schuster in dem 70 cm breiten Grünstreifen verteilt hat, und hetzt die Treppe hoch zu seiner Wohnung. Er traut sich nicht, das Treppenhauslicht anzumachen, und braucht gefühlte Stunden, um im dunkeln mit zitternden Händen seine Wohnung aufzuschließen.</p>
<p>Er setzt Theo in seinen Käfig (damit er ihn wiederfindet), und fängt an, seine Pflanzen in Mülltüten zu stecken. Am Anfang noch vorsichtig, während er fieberhaft überlegt, wie er sie retten könnte, aber je länger er mit austopfen und einpacken beschäftigt ist, wird ihm klar, dass er keinen Ort hat, wo er sie aufbewahren könnte, und dass es sträflich bescheuert wäre, ein Risiko einzugehen, wenn er nun schonmal im Fokus irgendwelcher Ermittlungen steht. Er muss sie also entsorgen. Zumindest hat er die Samen der bisher gezüchteten Generationen sauber katalogisiert und in einem kleinen Kistchen aufbewahrt (think Dexters bloodslides im Lüftungsschacht <img src='https://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> .</p>
<p>Ihm fällt ein weiteres Problem auf, während er den siebten Müllsack</p>
<p>füllt: Er kann sie ja unmöglich hier in den Hausmüll werfen. Um sie mit seinem Roller irgendwohin zu transportieren, bräuchte er mehr Zeit, als er zu haben hoffen darf.</p>
<p>Er braucht Hilfe.</p>
<p>Und einen Transporter.</p>
<p>Er ruft seine Cousine Vero an.</p>
<p>Sie ist ein bisschen ungehalten, weil er sie aus der Badewanne geholt hat, aber sie erkennt an seiner Stimme sofort, dass es ein Problem gibt, und verzichtet auf weiteres Genöle.</p>
<p>Deutlich mehr erkennt sie allerdings erstmal nicht, denn er traut sich in einem Anfall akuter Überwachungsparanoia nicht, irgendwas Konkretes am Telefon zu sagen, nur dass er ihre Hilfe braucht, und ein großes Auto, und zwar sofort.</p>
<p>Was sie alles genau unternimmt, um ihren Mitbewohner Pierre im Nachtdienst zu erreichen, sich mit dem Rad erst dessen Autoschlüssel und dann dessen weit abgelegen geparkten Bulli zu holen und tatsächlich schon um kurz vor zwei damit bei David einzutreffen, der inzwischen bei</p>
<p>13 Müllsäcken angekommen ist, wollen wir gar nicht so genau wissen.</p>
<p>Gemeinsam tragen sie die durch nasse Erde schweren Müllsäcke sowie einen großen Stapel von Farbeimern, mit Folie ausgeschlagenen Kisten, Blumenkübeln und Gurkengläsern zum Bus und fahren auf Umwegen zu einem Wäldchen am Stadtrand, wobei sie ständig nach Verfolgern Ausschau halten.</p>
<p>Die Stimmung schwankt zwischen Panik, Erschöpfung und hysterischer Abenteuerlust, vielleicht auch, weil sie sich mit den Resten der letzten Ernte bei Laune halten.</p>
<p>Sie leeren die Müllsäcke im Dickicht aus, David versucht sich mit ein paar Handgriffen zumindest die Illusion zu verschaffen, ein paar der Pflanzen könnten hier wieder anwachsen, dann verteilen sie die leeren Säcke und Gefäße auf gelbe Tonnen im nächsten Wohnviertel und fahren zurück, um die Wohnung aufzuräumen und irgendwie den Eindruck zu erwecken, sie sei auf eine ganz normale, junggesellenhafte Weise karg eingerichtet und nicht soeben drei Viertels ihrer Ausstattung beraubt worden.</p>
<p>Vero überzeugt David, bei ihr zu schlafen. Erstens passt das besser zur Geschichte vom fehlenden Schlüssel, und zweitens wirkt er so verloren in seiner leeren Wohnung, dass sie es nicht über sich bringt, ihn dort zu lassen. Also packt er sich das allernötigste ein, setzt Theo in seine Reise-Sporttasche, packt das Kästchen mit den Samen und seinen Aufzeichnungen sorgsam separat in mehrere Schichten Plastik und fährt auf seinem Roller dem Bulli hinterher. Er versteckt sein Schatzkistchen in ihrem Garten, man weiß ja nie, duscht kurz und verbringt den glücklicherweise kurzen Rest der Nacht zusammenknautscht auf Ihrem Sofa, wo er dem leise vor sich hinmümmelnden Theo alle mögliche Horrorszenarien schildert und kein Auge zumacht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7945/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7945/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7945&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Bündnis. Ist klar.</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 18:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Unpolitisches]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Steuererhöhungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögenssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Der will nicht gewinnen sagt Stefanolix zu Peer Steinbrück und zitiert ihn mit der Bemerkung Ich bin sehr froh,dass [ich],wie intern ich mir das vorgenommen habe,mit dem heutigen Tag den,wenn Sie so wollen,vierten Set und abschließenden Setfür ein Kompetenzteam,mit dem wir in diesen Bundestagswahlkampf gehen wollen,Ihnen vorstellen kann. Das wollte der Kanzlerkandidat der SPD natürlich [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7943&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.dts-nachrichtenagentur.de/nachrichtenbilder"><img alt="" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Dts_news_streinbrueck_wikipedia.JPG" width="400" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Urheber: <a href="http://www.dts-nachrichtenagentur.de" rel="nofollow">http://www.dts-nachrichtenagentur.de</a></p></div>
<blockquote><p><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">Der will nicht gewinnen</a></p></blockquote>
<p>sagt Stefanolix zu Peer Steinbrück und zitiert ihn mit der Bemerkung</p>
<blockquote><p><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">Ich bin sehr froh,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">dass [ich],</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">wie intern ich mir das vorgenommen habe,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">mit dem heutigen Tag den,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">wenn Sie so wollen,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">vierten Set und abschließenden Set</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">für ein Kompetenzteam,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">mit dem wir in diesen Bundestagswahlkampf gehen wollen,</a><a href="http://stefanolix.wordpress.com/2013/06/11/der-will-nicht-gewinnen/" target="_blank">Ihnen vorstellen kann.</a></p></blockquote>
<p>Das wollte der Kanzlerkandidat der SPD natürlich nicht auf sich sitzen lassen und schlägt nun zurück mit einem (bestimmt) selbst geschriebenen Gastbeitrag in der FAZ, in dem er uns seine Konzepte, seine Politik und natürlich seinen Willen zum <del>Grillen</del> Gewinnen darlegen möchte. Wie er das macht? Sag ich euch.</p>
<p><span id="more-7943"></span></p>
<p>Steinbrück beginnt mit der auf Anhieb verwirrenden Erkenntnis, dass die große Mehrheit der Deutschen Steuererhöhungen befürwortet, dass aber trotzdem die Forderung nach solchen die SPD und die Grünen Stimmen kostet. Aber ein Peer Steinbrück lässt sich natürlich nicht verwirren, denn er weiß, woran es liegt. Es liegt natürlich weder daran, dass die rot-grünen Programme nicht dem Willen der Wähler entsprechen, noch daran, dass die SPD ihren bisherigen Wahlkampf auf einem Niveau von Professionalität abwickelt, neben dem die Muppetshow staatstragend aussieht, noch daran, dass Peer Steinbrück so ziemlich der letzte Sozialdemokrat ist, der sozialdemokratische Politik glaubwürdig verkörpern könnte. Es liegt überhaupt nicht daran, dass die SPD oder ihr Kandidat irgendwas falsch gemacht hätten. Der Fehler liegt ganz woanders. Wollt ihr raten, bei wem?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Angstvoll schauen nicht wenige mit dem Mikroskop auf den eigenen Steuerbescheid statt mit dem Fernglas auf die Ziele, die hinter Steuererhöhungen stehen.</a></p></blockquote>
<p>Klar, oder? Das Problem ist, dass die Leute befürchten, die Steuererhöhungen könnten auch sie selbst betreffen, ohne daran zu denken, dass die SPD natürlich nur die Steuern der anderen erhöhen möchte, wie sich das ja auch gehört.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Ein unaufgeregter Blick durch das Mikroskop zeigt: Was die SPD konkret plant, trifft die Mittelschichten nicht</a></p></blockquote>
<p>Ähm. Also. *Räusper* Herr Steinbrück &#8230; Ist ein bisschen peinlich, aber einer muss es Ihnen ja sagen: Ihnen ist Ihre Metapher entglitten. Sie wollten nicht, dass die Leute durchs Mikroskop schauen, sondern durchs Fernglas. Na gut. Ist ja eigentlich auch egal, welche Optik wir jetzt im übertragenen Sinne benutzen sollen. Entscheidend ist doch die Rechtfertigung für eine Steuererhöhung. Seriöse Politik kann ja durchaus auch Steuererhöhungen einschließen. Ihr kennt mich und wisst deshalb, dass ich das Konzept Steuern eigentlich grundsätzlich ablehne, aber damit muss ich bei der Analyse einer SPD-Apologetik nicht anfangen, das weiß ich. Ich bin bereit, mich Steinbrücks Staatslogik anzuschließen und mir vorrechnen zu lassen, warum seine Steuererhöhung eine gute Idee ist, warum sie erforderlich ist für einen soliden Staatshaushalt, und wie sie sich in seinen Augen rechtfertigt. Ich traue ihm das auch zu. Er gilt ja durchaus als Zahlenmensch mit Affinität zu wirtschaftlichem Denken und &#8230;</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Das betrifft weniger als fünf Prozent der Steuerzahler.</a></p></blockquote>
<p>Ähm&#8230; Ja gut, Herr Steinbrück, das sagten Sie ja schon, dass wir uns keine Gedanken um den eigenen Steuerbescheid machen müssen, weil Sie sich das Geld für Ihre Segnungen nicht von Ihren Wählern holen wollen, sondern von den anderen. Wir können jetzt zur eigentlichen Begründung kommen. Ich meine, Ihnen ist doch auch klar, dass der bloße Hinweis, eine bestimmte Belastung betreffe nur ganz wenige Menschen, diese nicht automatisch rechtfertigt. Eher im Gegenteil, wenn man  - wie Sie &#8211; andererseits permanent auf &#8220;gemeinsam&#8221;, &#8220;das Wir&#8221; und die Gemeinschaft abhebt. Das ist Ihnen klar, oder? Herr Steinbrück?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Wir wollen eine Vermögensteuer erheben &#8211; und zwar ausschließlich auf sehr hohe private Millionenvermögen, nicht aber auf die Substanz von Unternehmen.</a></p></blockquote>
<p>Seufz. Okay. Erkennen Sie das Problem, in diesem Vorschlag? Sie nehmen eine bestimmte Sorte von Vermögen aus. Jemand, der ein Wohnhaus für 10 Millionen Euro sein Eigen nennt, soll darauf Steuern bezahlen, aber wer eine Fabrik im Wert von 500 Millionen Euro hat, nicht? Ein reicher Kunstsammler muss Vermögenssteuer bezahlen, ein noch reicherer Unternehmer aber nicht? Wieso denn? Ich scheue mich, den Begriff in den Mund zu nehmen, aber ist das nicht irgendwie &#8230; sozial ungerecht, oder so? Und Sie haben jetzt immer noch nicht erklärt, worin die eigentliche Rechtfertigung Ihres Eingriffs in die Grundrechte Ihrer Bürger besteht. Wollen Sie das vielleicht gelegentlich nachholen?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Ich verpflichte mich, dass eine von mir geführte Regierung Steuermehreinnahmen vollständig in diese vier Ziele stecken wird: in die Bildung, in die Infrastruktur, in unsere Kommunen sowie in die Einhaltung der Schuldenbremse.</a></p></blockquote>
<p>Warum gerade in diese vier Ziele? Ich meine, ja, die sind Ihnen wichtig, okay. Aber sind sie wichtiger als Klimaschutz, soziale Sicherungssysteme, unser Gesundheitssystem, Entwicklungshilfe, die dringend überfällige Ausstattung unserer Justiz mit genug Personal zur Gewährleistung effektiven Rechtsschutzes und wasweißich, was ein Staat noch alles machen muss? Wenn ja, warum? Sie müssen doch irgendeine Grundlage für Ihre Politik nennen können, irgendein rationales Fundament -</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Für die Neuverortung der Sozialen Marktwirtschaft dient mir als ethischer Kompass ein Bibelwort</a></p></blockquote>
<p>*Schließt die Augen, führt langsam beide Hände zum Kopf und beginnt, sich die Schläfen zu massieren*</p>
<p>Warum überrascht mich das nicht?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Auf dieser Einsicht gründet das Bündnis zwischen Starken und Schwachen und mit ihm das Fundament gemeinsamer Vorhaben.</a></p></blockquote>
<p>Nee. Nee, Herr Steinbrück. Ich weiß, ich hatte versprochen, meinen voluntaristischen Quatsch draußen zu lassen, aber jetzt kommt er doch kurz mal rein: Ein Bündnis ist eine Vereinbarung, die Menschen freiwillig miteinander schließen. Sowas wollen Sie nicht. Sie wollen einseitig festlegen, wieviel bestimmte Menschen zu Ihren Vorhaben beitragen müssen, und sie einsperren, wenn sie das nicht tun. Ich weiß, ich weiß, populus vult decipi, und Euphemismen gehören einfach zu Ihrem Job, aber das heißt ja nicht, dass es ein Fehler wäre, dieses bekloppte System gelegentlich zu kritisieren.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">Und genau darüber, und nicht mit dem engen Blick durch das Ego-Mikroskop, sollten wir in der Steuerfrage debattieren: Was haben wir eigentlich morgen vor?</a></p></blockquote>
<p>Ach so. So meinten Sie das oben. Die Leute sollen nicht nur egoistisch daran denken, was sie bezahlen müssen, sondern daran, was Sie Tolles mit dem Geld machen werden. Okay. Das ergibt ein bisschen mehr Sinn. Aber warum mussten Sie dann in Ihrem Artikel permanent darauf rumreiten, dass Ihre Wähler doch gar nicht mehr bezahlen müssen, sondern darauf vertrauen sollen, dass Sie das Geld schon den anderen abknöpfen werden? Und was haben Sie denn nun eigentlich genau Tolles vor, wie genau wird das finanziert, und warum? Wer weiß, vielleicht gefällt&#8217;s mir ja auch, und dann geb ich Ihnen gerne ein paar Prozent mehr von meinem Geld. Wie siehts aus?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html" target="_blank">&#8230;</a></p></blockquote>
<p>Ach so. Ja. Na gut. Kann ja noch werden. Vielleicht beim fünften und diesmal wirklich aber auch ganz im Ernst großes Ehrenwort total ehrlich jetzt versprochen abschließenden Set Ihres Kompetenzteams.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-buendnis-zwischen-starken-und-schwachen-12222018.html">Ich freue mich auf diese Debatte</a></p></blockquote>
<p>Ja. Wir können es alle kaum abwarten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7943/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7943/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7943&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ich weiß, Sie haben langelangelange darauf gewartet,</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 06:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Wahre Geschichte!]]></category>
		<category><![CDATA[Let's play]]></category>
		<category><![CDATA[The Last of Us]]></category>

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		<description><![CDATA[aber heute Morgen ist es endlich so weit: Ich habe die allseits unbeliebte Kategorie &#8220;Let&#8217;s Play&#8221; wiederbelebt, zu Ehren der Veröffentlichung des nach meiner Wahrnehmung meisterwarteten Spiels des Jahres &#8220;The Last of Us&#8221; und bin, ähnlich wie ihr bestimmt, eher unterbegeistert, erkenne aber gewisse Hoffnungsschimmer. Da entschied dann die Kamera, mal die Aufnahme zu beenden. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7937&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>aber heute Morgen ist es endlich so weit: Ich habe die allseits unbeliebte Kategorie &#8220;Let&#8217;s Play&#8221; wiederbelebt, zu Ehren der Veröffentlichung des nach meiner Wahrnehmung meisterwarteten Spiels des Jahres &#8220;The Last of Us&#8221; und bin, ähnlich wie ihr bestimmt, eher unterbegeistert, erkenne aber gewisse Hoffnungsschimmer.</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='450' height='284' src='https://www.youtube.com/embed/hCGYc7tnvyQ?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Da entschied dann die Kamera, mal die Aufnahme zu beenden. Zum Glück habe ich es zügig bemerkt, und ihr nichts verpasst.</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='450' height='284' src='https://www.youtube.com/embed/xPIsErbiLQ0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Und nach dem Prolog:</p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='450' height='284' src='https://www.youtube.com/embed/hwVV4-jbNQ8?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p>Inzwischen habe ich eine knappe Stunde weitergespielt und kann einerseits sagen, dass es zwar tatsächlich gleich nach der Stelle, an der ich aufgehört habe, wieder viel interessanter wird, und dass die Möglicheit, sich an Gegner anzuschleichen und sie mit geworfenen Flaschen oder Backsteinen abzulenken, schon irgendwie nett ist, dass aber andererseits auch weiterhin nichts gekommen ist, das mich richtig umgehauen hätte. So gesehen ist es einerseits schade, dass ich nicht weitergefilmt habe, weil euch dadurch einige wesentliche Features des Spiels entgangen sind, andererseits ändert sich am vorläufigen Ergebnis nicht viel: Ich weiß noch nicht. Zwar liegt es mir fern, vorschnell zu urteilen, aber nach diesen knapp zwei Stunden weist für mich doch vieles darauf hin, dass das Spiel leider nur so ist, wie ich erwartet hatte, nicht wie gehofft.</p>
<p>Meinen Hauptkritikpunkt habe ich in den Videos nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht, weil ich nicht gleich wusste, dass es so ist, und später dann von anderen Dingen abgelenkt war: Für mich eine unglaublich ungeschickte Entscheidung, Ellie so früh wegzunehmen und durch diese völlig egale taffe Schießbudenfigur zu ersetzen. Ich fand Joels Tochter als Figur und die Beziehung zwischen den beiden sehr interessant, und sie war für mich einer der Kaufgründe. Soweit ich das aus dem Prolog einschätzen kann, hätte mich das gefesselt. Warum man mich vergraulen muss, indem man mich gleich nach einer halben Stunde mal zwingt, ohne sie, dafür aber mit einer anderen Partnerin, die mir völlig gleichgültig ist, etwas zu tun, dessen Motivation mir nicht einleuchtet, hätte ich von den Designern wirklich gerne mal erklärt bekommen.</p>
<p>[Nachtrag: Wer gerne ein professionelles Let's Play und eine fundierte Meinung zum Spiel lesen will, findet beides nun bei den geschätzten <a href="http://www.sexycripples.de/games/1-stunde-mit-the-last-of-us/" target="_blank">Sexy Cripples</a>. Ob die wirklich mehr wissen als ich, oder sich nur vom Hype haben mitreißen lassen, kann ich euch sagen, wenn ich selbst durch bin. Also in zwei, drei Monaten, wenn es garantiert auch wirklich niemanden mehr interessiert.]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7937/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7937/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7937&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>meinesehrverehrtendamenundherrenichpräsentiereihnenvollerstolzdassicherlichwelterstebloggestütztemailrollenspielohnedassichdasjetztüberprüfthätteaberzumindestgibtesnochkeinsindenblogsdieichlesebittetretensienäherundstaunensie!</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jun 2013 18:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstreferenzielles]]></category>
		<category><![CDATA[Mail-Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[wie wir sie kennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Für all die, die es kaum abwarten konnten unendlichefreiheit habe ich eine erfreuliche Nachricht: Unsere Mail-Rollenspielrunde &#8220;wie wir sie kennen&#8221; hat nicht nur begonnen, der erste Zug meinerseits ist sogar bereits online, und es kann sich nur noch um ein paar (lies: bis zu 48) Stunden handeln, bis auch Züge der Spielerinnen erscheinen. Die Verzögerung ist [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7928&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für <del>all die, die es kaum abwarten konnten</del> <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/05/30/restebloggen-93/#comment-23071" target="_blank">unendlichefreiheit</a> habe ich eine erfreuliche Nachricht: <a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/mail-rollenspiel/" target="_blank">Unsere Mail-Rollenspielrunde &#8220;wie wir sie kennen&#8221;</a> hat nicht nur begonnen, der erste Zug meinerseits ist sogar bereits online, und es kann sich nur noch um ein paar (lies: bis zu 48) Stunden handeln, bis auch Züge der Spielerinnen erscheinen. Die Verzögerung ist nicht durch sie verschuldet, sondern durch mich. Das Material liegt mir bereits vor, ich muss es nur noch aufbereiten. Einzige Ausnahme ist keoni. Die kann zwar auch nichts dafür, konnte aber ihren Zug noch nicht abgeben. Sie hat mir glaubhaft versichert, dass sie das bald nachholen wird, und da sie mich in den 13 Jahren, die wir einander kennen, nie angelogen hat (bis auf das eine Mal, als ich sie fragte, ob noch Erdnussbutter da sei), verlasse ich mich auf sie.</p>
<p>Für alle interessierten Mitleser beginnt jetzt also eine interessante Zeit. Ihr dürft gerne das Spiel kommentieren und auch Aufforderungen an die Spieler richten, wenn euch danach ist, und wenn ihr wirklich ganz restlos begeistert seid, dürft ihr euch natürlich auch gerne für eine eigene Runde anbieten. Ich sag ja nur.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7928/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7928/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7928&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Und Gott redete alle diese Worte</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jun 2013 20:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder stoße ich &#8211; zu meinem Erstaunen oft genug auch bei Nichtchristen &#8211; auf großes Unverständnis, wenn ich sage, dass die (angeblich) Zehn Gebote für mich ganz, ganz fürchterlicher Unfug sind. &#8220;Wieso, was hast du denn gegen &#8216;Du sollst nicht töten?&#8217;&#8221; &#8220;Findest du Stehlen etwa gut?&#8221; oder so. Damit ich das nicht jedes Mal [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7913&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder stoße ich &#8211; zu meinem Erstaunen oft genug auch bei Nichtchristen &#8211; auf großes Unverständnis, wenn ich sage, dass die (angeblich) Zehn Gebote für mich ganz, ganz fürchterlicher Unfug sind. &#8220;Wieso, was hast du denn gegen &#8216;Du sollst nicht töten?&#8217;&#8221; &#8220;Findest du Stehlen etwa gut?&#8221; oder so. Damit ich das nicht jedes Mal neu beantworten muss, und weil ich zu müde bin, um mich mit was Ernsthaftem zu befassen, gehe ich es jetzt hier einmal für alle Interessierten durch. Unsere Basis soll <a href="http://bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/20/" target="_blank">2. Mose 20; 2-17 sein, in der Fassung Luther 1912</a>. Wollmermal.</p>
<p><span id="more-7913"></span></p>
<blockquote><p><sup> </sup>Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.</p></blockquote>
<p>Das erste Gebot &#8211; und ich finde es aus dem Kontext durchaus naheliegend, dass es nicht zufällig das erste ist, sondern auch das wichtigste sein soll &#8211; sagt uns also, dass wir Jahwe Elohim als unseren HERRN zu akzeptieren und keinen anderen zu haben haben. Warum das Unfug ist für einen Atheisten muss ich nicht erklären, oder? Und sogar aus Sicht von jemandem, der an die Existenz dieses Gottes glaubt, sollte zumindest prinzipiell einleuchten, dass unbedingter Gehorsam gegenüber einer besonderen Autorität nicht unbedingt eine besonders gut entwickelte Moral demonstriert.</p>
<blockquote><p><sup> </sup>Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.</p></blockquote>
<p>Ähm &#8230; Aha. Ich soll also keiner Bilder und keine Gleichnisse herstellen von irgendwas. Wohlgemerkt, es geht hier keineswegs nur um Jahwe selbst oder irgendwelchen besonders heiligen Kram, was schon albern genug wäre. Es ist uns ausnahmslos verboten, überhaupt Bildnisse zu erstellen. Wieso? Siehe Gebot 1.</p>
<blockquote><p>Bete sie nicht an und diene ihnen nicht.</p></blockquote>
<p>Ähh&#8230; Wäre ich jetzt nie drauf gekommen. Ich soll also keine anderen Götter neben Jahwe haben, und ich soll keine Bildnisse machen. Und außerdem soll ich aber auch keine Bildnisse als Götter haben. Gut, dass er uns das noch mal erklärt hat. Ist ja nicht so, dass er den Platz auf den Tafeln für andere Sachen hätte gebrauchen können, zum Beispiel sowas wie &#8220;Du sollst übrigens bitte auch keine anderen Menschen versklaven, wenn&#8217;s sich irgendwie vermeiden lässt.&#8221; oder &#8220;Ach so, Vergewaltigung ist auch nicht cool.&#8221;, oder auch nur &#8220;Hab ich schon erwähnt, dass deine Kinder nicht dein Eigentum sind und du nicht das Recht hast, sie zu schlagen, Teile von ihnen abzuschneiden, sie ohne ihre Zustimmung zu verheiraten oder sie sonstwie zu misshandeln?&#8221;</p>
<blockquote><p>Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen;</p></blockquote>
<p>Reizend. Wenn jemand also unseren HERRN nicht ausreichend lieb hat, dann rächt er sich nicht nur an ihren Kindern (die natürlich nichts dafür können), sondern auch noch an deren Kindern, und den Kindern von diesen Kindern, also an Leuten, die die Leute nicht mal kannten, die ihm irgendwas getan haben, indem sie ihn nicht genug verehrt haben.</p>
<blockquote><p>und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.</p></blockquote>
<p>Soso. Wenn wir ihn lieben und uns an seine Regeln halten, dann ist er barmherzig. Sonst nicht. Wie ich sagte: Reizend.</p>
<blockquote><p><sup> </sup>Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.</p></blockquote>
<p>Hier sehen wir jetzt gleich je nach Zählung zwei oder sogar drei der Kernprobleme mit diesen Geboten. Das ist jetzt das dritte (nach Zählung der Katholiken und Lutheraner ulkigerweise das zweite, weil die die ersten beiden zusammenfassen, aber mir leuchtet die Zählung der Anglikaner viel mehr ein), und schon wieder geht es um die kindische Eitelkeit dieses angeblich allmächtigen und vollkommenen Wesens, das total fuchsteufelswild wird, wenn jemand Jehova sagt. Zweitens wird das Gebot nicht rational begründet, sondern so, wie liebende und perfekte und allwissende und weise Väter es eben machen: &#8220;Tu was ich dir sage, weil sonst schaller ich dir eine!&#8221; Das ist in meinen Augen das Kernproblem mit dem ganzen Konzept der zehn Gebote: Sie lehren keine Moral, sie sind kein vernünftiges Gesetz, sie sind eine Sammlung von Vorschriften eines bekloppten eifersüchtigen Monsters, die man aus Angst vor dessen grausamer Strafe befolgen soll.</p>
<p>Als drittes Defizit kann man je nach Geschmack zählen, dass es offenkundig nicht wahr ist. Jede Menge Leute missbrauchen jeden Tag den Namen des HERRN, und niemand glaubt meines Wissens auch nur ernsthaft, dass die bestraft werden. Nicht mal die großen Kirchen.</p>
<p>Das vierte Gebot ist mit großem Abstand das längste und am ausführlichsten (was <strong>nicht </strong>bedeutet sinnvoll) begründete, und wer es nicht sowieso auswendig weiß, darf jetzt raten, was das wohl sein soll. Genau. Man darf am Sabbat nicht arbeiten, weil &#8230; der HERR es halt gerne so hätte.</p>
<blockquote><p>Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, daß dir der HERR, dein Gott, gibt.</p></blockquote>
<p>Nummer fünf ist sicherlich eines der diskutableren. Es spricht im Allgemeinen wohl wenig dagegen, Vater und Mutter zu ehren, aber es gibt unbestreitbar Väter und Mütter, die das nicht verdienen, und überhaupt bezweifle ich doch sehr, ob eine solche Höflichkeitsfaustregel in die Top Ten der wichtigsten moralischen Regeln gehört.</p>
<blockquote><p>Du sollst nicht töten.</p></blockquote>
<p>Das Konsensgebot, dem kaum mal jemand ernsthaft widerspricht, dabei ist es auch kein gutes. Entweder lesen wir da wirklich &#8220;töten&#8221;, dann ist es einfach nur Quatsch, denn es gibt Situationen, in denen es angemessen ist, zu töten (zum Beispiel Tiere, um zu essen, oder andere Menschen in Notwehr oder Nothilfe, oder Euthanasie, auch wenn letzteres leider in unserer Gesellschaft noch sehr umstritten ist), oder wir lesen, wie meines Wissens die heute gängige Interpretation &#8220;morden&#8221;, aber dann ist es Steine statt Brot, denn da steht nur dieser eine nackte Satz, ohne Erklärung, und dann sagt uns Jahwe also nur, dass wir nicht töten dürfen, wenn wir nicht töten dürfen, was uns erkennbar nicht weiter hilft, wenn wir nicht sowieso schon wissen, wann wir nicht töten dürfen, und wann doch.</p>
<blockquote><p>Du sollst nicht ehebrechen.</p></blockquote>
<p>Pfff&#8230; Joa, klar, wenn ich einem anderen Menschen was verspreche, sollte ich es im Allgemeinen wohl halten. Wie das fünfte Gebot eine nicht ganz abwegige Faustregel, aber ich hätte halt sowas wie &#8220;Du sollst andere Leute nicht abschlachten, nur weil sie ein anderes Buch für heilig halten als du.&#8221; oder &#8220;Hey, Sklaven halten ist doch keine so gute Idee, jetzt wo ich nochmal drüber nachgedacht habe.&#8221; schon für wichtiger gehalten.</p>
<blockquote><p>Du sollst nicht stehlen.</p></blockquote>
<p>Wie &#8220;Du sollst nicht morden.&#8221; Das Gebot setzt für seine Verständlichkeit bereits die Einsicht in das Unrecht der verbotenen Handlung voraus und enthält damit keine Information.</p>
<blockquote><p>Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.</p></blockquote>
<p>Auch hier gibt es natürlich verschiedene Interpretationen. Wenn wir es weit auslegen, in dem Sinne, dass du nicht lügen sollst, ist es Quatsch. Wenn ich einen Juden in meinem Keller verstecke und Sturmbannführer Landau mich nach ihm fragt, dann bin ich ein gottverdammtes [sic] Arschloch, wenn ich nicht lüge. Zumindest dann, wenn ich einfach nur nicht lüge, weil ich es immer für falsch halte zu lügen. Wenn ich Angst habe, dass Landau sonst mich und meine ganze Familie hinrichten lässt, ist das was anderes, aber ich glaube, darum gehts Jahwe hier nicht.</p>
<p>Nun kann man sagen: Ach Muriel, nun hab dich nicht so, natürlich gibt es immer Situationen, in denen man eine Ausnahme machen muss. Worauf ich sage: Eben! Genau deshalb sind solche unflexiblen Regeln ja auch eine blödsinnige Basis für echte Moral. Wer Faustregeln und Ethik nicht auseinander halten kann, der hat noch viel zu lernen.</p>
<p>Andere Interpretationen sind enger und gehen dahin, dass man nur als Zeuge (vor Gericht, oder so) nicht lügen soll. Da gilt aber letzten Endes das gleiche.</p>
<blockquote><p>Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses. Laß dich nicht gelüsten deines Nächsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein Nächster hat.</p></blockquote>
<p>Erstens: Warum nicht? Es schadet niemandem, wenn ich nach irgendwas gelüste, außer vielleicht mir selbst, weil es mich vielleicht frustriert, wenn ichs nicht kriege, aber die Gebote sind ja meines Wissens nicht als Ratschläge für Wohlbefinden gedacht, sondern als Gesetze, deren Nichtbefolgen harte Strafen nach sich zieht. Zweitens: Ich kann mir sowieso nicht aussuchen, wonach es mich gelüstet. Das Ding ist also ähnlich sinnvoll wie ein Verbot von &#8230; was können wir mal als möglichst abwegiges Beispiel nehmen? Ach ja: Sagen wir, ein Verbot bestimmter sexueller Vorlieben. Hihi. Albern, oder?</p>
<p>So, das war&#8217;s. Das waren alle zehn Gebote. Das sind die Dinger, von denen viele, auch Atheisten, uns immer wieder einzureden versuchen, sei seien die Basis unserer Moral, unserer modernen Gesetze, unserer Kultur, unserer Ethik und von Wasweißichwassonstnoch. Das sind die Dinger, von denen ganz viele Leute nicht verstehen, was mich dran stört.</p>
<p>Was zur Hölle [sic] gibts denn da zu erklären?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7913/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7913/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7913&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Restebloggen (94)</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 14:10:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Also, dass die US-Regierung das Recht beansprucht, Leute ohne Kontrollmechanismus und ohne jede Rechtfertigung beliebig lange einzusperren oder auch zu töten, wusste ich schon, aber seit ich weiß, dass die möglicherweise meinen Facebook-Status lesen, wird mir die Sache echt suspekt. Oh. Mein. Oh &#8230; Ohje &#8230; Leute von Game One, was habt ihr getan? Ich [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7885&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Also, dass die US-Regierung das Recht beansprucht, Leute ohne Kontrollmechanismus und ohne jede Rechtfertigung beliebig lange einzusperren oder auch zu töten, wusste ich schon, aber seit ich weiß, dass die möglicherweise meinen Facebook-Status lesen, wird mir die Sache echt suspekt.</li>
<li>Oh. Mein. Oh &#8230; Ohje &#8230; Leute von Game One, was habt ihr getan? Ich habe euch vertraut. Ich habe euch geliebt!<br />
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='450' height='284' src='https://www.youtube.com/embed/k-tnqAmlhdg?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span><br />
Ich geh jetzt weinen.</li>
<li>Vielleicht kann jemand mit langen Haaren mal dazu Stellung nehmen, welchen Sinn dieses <a href="http://amzn.to/13yWY68" target="_blank">Doosh-Ding</a> von Stefan Raab haben soll. Ich versteh&#8217;s nämlich nicht.</li>
<li><a href="https://i.chzbgr.com/maxW500/7534424832/hE7F491D3/"><br />
<img alt="" src="https://i.chzbgr.com/maxW500/7534424832/hE7F491D3/" width="299" height="450" /></a></li>
<li>Da ihr ja bei der <a title="Wir sind doch Freunde, oder?" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/05/12/wir-sind-doch-freunde-oder/" target="_blank">Vorbereitung für den Bastei-Lübbe-Academy-Kurs</a> teilgenommen habt, sollt ihr auch wissen, wie es ausgegangen ist: War insgesamt sehr interessant und sehr nett, und zum Schluss hat einer der Dozenten sich sogar noch die Zeit genommen, mir im Einzelgespräch sein Feedback zu geben. Er findet das Ganze soweit ganz vielversprechend (Ob er nur nett sein wollte, weiß ich natürlich nicht, aber das hat er jedenfalls gesagt.) und das Exposé soweit auch gut. Insbesondere sieht er kein Problem mit dem Zitat, mit der Zielgruppenbeschreibung und der Referenz auf das Videospiel Portal, obwohl er es nicht kannt. Probleme sieht er darin, dass zu viele Figuren auftreten und dass ich mich nicht auf ein klares Genre festlege. Damit meint er, dass für die Leserinnen nicht klar erkennbar ist, was sie eigentlich erwarten sollen. Kriegen sie einen ersten, spannenden, blutigen Psychothriller, oder kriegen sie eine alberne Business-Satire? Ersteres wusste ich und wollte ich sowieso noch ändern, letzteres ahnte ich, finde ich aber sehr schade. Gerade diese Mischung aus Satire und Psychothriller gefällt mir eigentlich besonders gut an Bright Outlook. Ich werde das mal durchdenken. Besonders nett fand ich, dass er sich Discordia, Inc. sogar auch noch mal ansehen wollte. Bin gespannt. Nicht, dass ich mir Chancen einbilde, aber seine Meinung interessiert mich.</li>
<li>Stay classy, Brot für die Welt:<br />
<a href="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2013/06/brot-fc3bcr-die-welt.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-7906" title="Tut mir echt leid. Hab das aus einer fahrenden Straßenbahn aufgenommen, und im Netz findet man das Motiv nirgends." alt="Brot für die Welt" src="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2013/06/brot-fc3bcr-die-welt.jpg?w=215&#038;h=300" width="215" height="300" /></a></li>
<li><a href="http://www.sprachlog.de/2013/06/07/leipzigs-juristen-echte-maenner" target="_blank">Wir befinden uns im Jahre 2013 nach Christus (einem Mann). Ganz Leipzig ist von den Feministinnen besetzt. Ganz Leipzig? Nein! Eine von unbeugsamen Männern bevölkerte Fakultät hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.</a><br />
<img class="alignnone size-medium wp-image-7905" alt="Nobody panics" src="http://ueberschaubarerelevanz.files.wordpress.com/2013/06/nobody-panics.jpg?w=300&#038;h=292" width="300" height="292" /></li>
</ol>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7885/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7885/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7885&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lange nicht mehr FAZ gebasht</title>
		<link>https://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/06/06/lange-nicht-mehr-faz-gebasht/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 15:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Old Man Muriel shakes his fist]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 6 (1) GG]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[faz.net]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Müller]]></category>

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		<description><![CDATA[Um das gleich aus dem Weg zu haben: Qualitätsmedien, Demokratieabgabe, Kostenloskultur, haha. Zur Sache: Das Bundesverfassungsgericht ist fast am Ziel Dam-dam-daaa, schreibt Reinhard Müller auf faz.net und konstatiert sachlich beinahe richtig, dass nun nur noch das gemeinschaftliche Adoptionsrecht zur völligen Gleichbehandlung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe fehle. Wer sollte etwas dagegen haben? fragt er in [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7894&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um das gleich aus dem Weg zu haben: Qualitätsmedien, Demokratieabgabe, Kostenloskultur, haha. Zur Sache:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Das Bundesverfassungsgericht ist fast am Ziel</a></p></blockquote>
<p>Dam-dam-daaa, schreibt Reinhard Müller auf faz.net und konstatiert sachlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenspartnerschaftsgesetz#Rechtliche_Unterscheidung_zur_Ehe" target="_blank">beinahe</a> richtig, dass nun nur noch das gemeinschaftliche Adoptionsrecht zur völligen Gleichbehandlung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe fehle.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Wer sollte etwas dagegen haben?</a></p></blockquote>
<p>fragt er in einem raffinierten rhetorischen Kniff, der natürlich darauf hinleitet, dass wir alle etwas dagegen haben sollten, denn</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">der [Gesetzgeber] hat die völlige Gleichsetzung von Ehe und gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft bisher mitnichten beschlossen.</a></p></blockquote>
<p>Hm. Ist das noch Wahnsinn, oder hat es Methode, dass die FAZ offenbar <a title="Boah, sag mal" href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2012/10/16/boah-sag-mal/" target="_blank">gerne mit dem Inhalt eines Gesetzes für dessen Inhalt argumentiert</a>? Nee, Herr Müller, wenn der Gesetzgeber die schon beschlossen hätte, müsste das Bundesverfassungsgericht sie ja nicht erzwingen. Deswegen machen die das.</p>
<p><span id="more-7894"></span></p>
<p>Sollten sie aber nicht, meint Herr Müller, denn</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">bis heute ist eine Lebenspartnerschaft keine Ehe. Und noch immer steht im Grundgesetz der Satz: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“</a></p></blockquote>
<p>Joa. Ähm. Aber, Herr Müller, das ist das gleiche Argument noch mal. Merken Sie&#8217;s selbst? &#8220;Weil die Lebenspartnerschaft der Ehe nicht gleichgestellt ist, sollte sie der Ehe nicht gleichgestellt werden, was man auch daran schon erkennen kann, dass sie ganz anders heißt.&#8221; Sie sehen das Problem, oder?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Nun kann man der Ansicht sein, der Grundsatz der Gleichbehandlung gebiete eine Gleichstellung beider Institute. Dann muss der Gesetzgeber diese Gleichstellung vollziehen.</a></p></blockquote>
<p>Eben nicht. Zur Durchsetzung dieses Grundsatzes ist zwar auch der Gesetzgeber berufen (und ich würde sogar behaupten, dass er nicht nur die Gleichstellung beider Institute gebietet, sondern die verdammt noch mal selbstverständliche Anerkenntnis, dass es keine zwei Institute sind, sondern dasselbe), aber wenn er es nicht will oder nicht gebacken kriegt, dann kann und muss das Bundesverfassungsgericht ran, so es denn angerufen wird, was hier der Fall war. Wo ist das Problem?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">worin soll der „besondere Schutz“ der Ehe noch bestehen, wenn noch ihr letztes Privileg abgeschafft wird?</a></p></blockquote>
<p>Ja &#8230; Ach &#8230; Herr Müller, ich traue mich schon kaum noch, es zu sagen, aber Sie machen jetzt schon wieder das gleiche wie vorher immer. Dabei könnte man mit viel gutem Willen sogar eine valide Kritik in Ihrem Text finden, denn in der Tat ist die Argumentation des Bundesverfassungsgerichts nicht ganz überzeugend. Schon die bloße Unterscheidung zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft ist ja inakzeptabel und durch nichts gerechtfertigt. Die Position, es sei schon okay, sie als zwei verschiedene Sachen zu behandeln, solange man sie gleich behandle, ist in der Tat schwer sauber zu vertreten. Damit macht das Gericht sich angreifbar, das haben Sie richtig erkannt.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Dann soll sich doch bitte eine ganz große Koalition für eine Änderung des Grundgesetzes stark machen.</a></p></blockquote>
<p>Ja. Von mir aus gerne, und diesen blödsinnigen Art 6 (1) am besten ersatzlos streichen, und (4) auch gleich, und noch ein paar andere, oder am besten das ganze Ding mal vernünftig überarbeiten, aber ich fürchte, das führt jetzt zu weit. Ihnen geht es ja darum, dass die Gleichbehandlung ein Fehler ist, weil es in Ihren Augen ein grundlegend anderes Arrangement ist, wenn zwei Menschen eines Geschlechts ihr Leben miteinander teilen, als wenn es zwei Menschen verschiedener Geschlechter tun. Die Verfasser des Grundgesetzes (Ich sag jetzt mal bewusst nicht &#8220;Väter&#8221;, obwohl der Hinweis, dass das alles Männer waren, so er denn sachlich stimmt, was gewiss [<a href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/06/06/lange-nicht-mehr-faz-gebasht/#comment-23014" target="_blank">nicht</a>] der Fall ist, hier sicher zu ganz amüsanten Ergebnissen führen könnte&#8230;) haben wahrscheinlich auch nur an die heterosexuelle Ehe gedacht, als sie Art. 6 (1) geschrieben haben. Aber sie haben wahrscheinlich auch nicht an Computer im Schulunterricht gedacht, als sie Art. 7 (1) geschrieben haben, und trotzdem behauptet meines Wissens niemand, dass die Arbeit mit Computern nicht zum Schulwesen gehöre und deshalb der Aufsicht des Staates entzogen sei.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Andererseits ersetzt das Bundesverfassungsgericht mit seiner Gleichmach-Rechtsprechung eine gesellschaftliche Debatte. Was wiederum nicht seine Aufgabe ist.</a></p></blockquote>
<p>Wie man es nimmt. Oder nein. Also, anders: Erstens stimmt das nicht. Das Bundesverfassungsgericht ersetzt nicht eine Debatte. Die kann ja trotzdem stattfinden. Jeder darf ja darüber debattieren, ob er willkürliche Diskriminierung durch den Staat zum Beispiel bei der Besteuerung will, oder nicht. Das ist okay. Aber wenn der Gesetzgeber versucht, diese willkürliche Diskriminierung tatsächlich durchzuführen und ohne vernünftigen Grund bestimmte Leute steuerlich anders zu behandeln als andere Leute, zum Beispiel weil sie auf die falsche Weise Sex haben, dann ist es genau die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, ihm das zu untersagen, und eine faire Behandlung zu erzwingen.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank"> entscheidend ist, dass der Gesetzgeber mit gutem Grund zwei unterschiedliche Institute ungleich behandeln darf.</a></p></blockquote>
<p>Oh. Aha. Mit gutem Grund. Sicher seid ihr alle total gespannt, welchen guten Grund Herr Müller uns gleich nennen wird. Seid ihr? Nee, ne? Seid ihr natürlich nicht. Weil ihr es schon wisst. Alle zusammen!</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">es gibt nur eine Verbindung, die natürlich darauf angelegt ist, Kinder hervorzubringen</a></p></blockquote>
<p>Ach so&#8230; Darum geht es. Dann ist eine Verbindung aus sterilem Mann und Frau keine Ehe mehr? Und eine Ehe hört nach der Menopause auf, eine zu sein? Was heißt überhaupt &#8220;natürlich darauf angelegt&#8221;? Wenn zwei homosexuelle Lebenspartner es darauf anlegen, Kinder hervorzubringen, ist das dann nicht natürlich? Und was ist mit einer heterosexuellen Ehe, deren Partner es nicht auf Kinder anlegen? Spielt das keine Rolle, weil die natürliche Anlage unabhängig von der Absicht der beteiligten ist? Und überhaupt, wenn wir Kinder fördern wollen, warum fördern wir dann nicht Kinder, statt der natürlichen Anlage, sie hervorzubringen, was auch immer das sein soll?</p>
<p>Wenn wir nur Paare mit Kindern unterstützten wollen, dann machen wir doch das, statt manche Paare mit Kindern auszuschließen, und manche ohne Kinder trotzdem zu unterstützen, einfach nur, weil sie prinzipell in der Lage wären, ohne fremde Hilfe welche zu zeugen?</p>
<p>Ich meine das nicht persönlich, Herr Müller, aber dieses Argument ist grauenvoller, unfassbarer Bullshit, und es gibt heutzutage auch wirklich für niemanden mehr eine akzeptable Entschuldigung, das nicht zu wissen.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Gerade in diesen Zeiten rasenden technischen Fortschritts wird, übrigens auch vom Bundesverfassungsgericht, das Recht des Kindes hervorgehoben, auch seinen leiblichen, vielleicht lange Jahre anonym gebliebenen Vater kennenzulernen.</a></p></blockquote>
<p>Aha. Ui. Na sowas. Im Licht dieser Erkenntnis muss ich natürlich zugeben, dass &#8230; Ach nee. Tschuldigung. Das hat ja überhaupt nichts mit der Frage zu tun, über die Sie eigentlich reden. Schnell weiter.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Und schließlich: Nur die Verbindung von Mann und Frau sichert den Fortbestand des Gemeinwesens.</a></p></blockquote>
<p>Ist das wahr? Nur die? Singles sichern den nicht? Homosexuelle Paare auch nicht? Und Leute, die in offenen Fünfecksbeziehungen leben, tragen auch nicht dazu bei? Na, wenn es in der FAZ steht &#8230;</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Wer jetzt gleich nach dem Verfassungsschutz schreit, möge noch einen Moment innehalten.</a></p></blockquote>
<p>Hm? Was? Verfassungsschutz? Herr Müller, würde es Ihnen was ausmachen, mich mal anzuhauchen?</p>
<p>Herr Müller erläutert im Folgenden nun, warum sein Bullshit-Argument doch in Wahrheit total toll ist, und weist uns darauf hin, dass Kinder, deren Vater im Krieg gestorben ist, ihn vermissen, um zu illustrieren, dass es besser ist, wenn Kinder mit Vater und Mutter aufwachsen. Muss ich nichts zu sagen, oder?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Und müsste man nicht allenfalls gleichgeschlechtliche Paare fördern, die Kinder aufziehen?</a></p></blockquote>
<p>Ja! Ja, genau! Herr Müller, um Himmels Willen, Sie sind so nah dran. Es fehlt so wenig zu einer vernünftigen Position. So ein winziger Schritt. Wenn es um die Kinder geht, sollte man nur Leute fördern, die welche aufziehen. Genau. Und warum sollte es jetzt noch eine Rolle spielen, was für Leute das sind, und mit wem sie kopulieren? Wie können Sie das nicht sehen? Sie schreiben es doch selbst!</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Aber dem Bundesverfassungsgericht [...] geht es eigentlich gar nicht darum, eine Institution zu schützen, in der zwei Menschen für einander einstehen.</a></p></blockquote>
<p>Ach ja. Klar. Darauf hab ich noch gewartet. In keiner anständigen Argumentation darf ja der Versuch fehlen, Andersdenkenden ohne Grundlage niedere Motive zu unterstellen. Schön, dass Sie das nicht auslassen. Worum geht es dem Bundesverfassungsgericht denn dann?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Es geht um die Aufwertung der „sexuellen Orientierung“, </a></p></blockquote>
<p>Hm. Ist das so? Wer will die sexuelle Orientierung aufwerten? Jemand, der sie als Grundlage für eine Ungleichbehandlung verwenden will, oder jemand, der das für inakzeptabel hält? Und was meinen Sie überhaupt mit diesem komischen Spruch?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">obwohl sich dieses Diskriminierungsverbot gar nicht ausdrücklich im Grundgesetz findet.</a></p></blockquote>
<p>Ausdrücklich. Nee, das nicht. Aber im Grundgesetz steht auch nicht ausdrücklich, dass es verboten ist, Reinhard Müller steuerlich schlechter zu stellen als alle anderen Menschen. Im Strafgesetzbuch steht auch nicht ausdrücklich, dass es verboten ist, Muriel Silberstreif zu ermorden. Das muss da auch nicht stehen. Es liegt im Wesen von Gesetzen, dass sie generalisieren, und das tut auch das Grundgesetz, wenn es sagt:</p>
<blockquote><p>Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.</p></blockquote>
<p>Wie ausdrücklich hätten Sie&#8217;s denn gerne noch?</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Es soll nicht nur jeder so leben dürfen wie er will, was jeder längst darf</a></p></blockquote>
<p>Wo? Ich will da gerne hin, bitte.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Es geht um die Schleifung aller (natürlichen) Unterschiede.</a></p></blockquote>
<p>Und da haben wir es dann am Ende noch mal: Das Problem ist, dass Herr Müller gerne den natürlichen Unterschied erhalten möchte zwischen Paaren, die eventuell Kinder haben könnten, oder vielleicht auch nicht, und anderen Paaren, die eventuell Kinder haben könnten, oder vielleicht auch nicht.  Der Kinder wegen, denn um die geht es ja. Die Schleifung dieses Unterschieds ist in der Tat</p>
<blockquote><p><a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ehegattensplitting-auch-fuer-homo-ehen-ein-revolutionaerer-akt-12212002.html" target="_blank">Ein fürwahr revolutionärer Akt</a></p></blockquote>
<p>und sowas geht natürlich (See what I did there?) nicht. Ich meine, wo kommen wir denn da hin? Als nächstes dürfen auch noch Neger und Weiße heiraten!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7894/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7894/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7894&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundesverfassungsgericht erklärt willkürliche Diskriminierung im Rahmen willkürlicher Diskriminierung für unzulässig</title>
		<link>https://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/06/06/bundesverfassungsgericht-erklart-willkurliche-diskriminierung-im-rahmen-willkurlicher-diskriminierung-fur-unzulassig/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 12:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
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		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>
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		<category><![CDATA[Volker Beck]]></category>

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		<description><![CDATA[Karlsruhe. Für die Bundesregierung völlig überraschend hat das Bundesverfassungsgericht heute entschieden, dass eine erhebliche Reduktion der Steuerlast aufgrund der vertraglichen Verpflichtung, mit einem anderen Menschen in einer monogamen sexuellen Beziehung zusammenzuleben, zwar nicht zu beanstanden ist, dass von dieser willkürlichen und sinnlosen Vergünstigung allerdings nur bestimmte Arten von monogamen sexuellen Beziehungen willkürlich und sinnlos ausgeschlossen werden dürfen. [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7891&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Karlsruhe. Für die Bundesregierung völlig überraschend hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">das Bundesverfassungsgericht heute entschieden, dass eine erhebliche Reduktion der Steuerlast aufgrund der vertraglichen Verpflichtung, mit einem anderen Menschen in einer monogamen sexuellen Beziehung zusammenzuleben, zwar nicht zu beanstanden ist, dass von dieser willkürlichen und sinnlosen Vergünstigung allerdings nur </a><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">bestimmte Arten von monogamen sexuellen Beziehungen</a> willkürlich und sinnlos ausgeschlossen werden dürfen.</p>
<p>Der Fraktionsgeschäftsführer der SPD, Thomas Oppermann, bezeichnete den Beschluss als eine Ohrfeige für die Bundesregierung. Frau Merkel wolle nicht wahrhaben, dass</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">die Zeit längst reif ist für eine weitgehend gleichberechtigte willkürliche Bevorzugung monogamer sexueller Partnerschaften</a>, <a title="Inzest ist ja auch so ein Steckenpferd von mir. Also. Naja. Also ich meine … Ihr wisst schon." href="http://ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/2013/03/17/inzest-ist-ja-auch-so-ein-steckenpferd-von-mir-also-naja-also-ich-meine-ihr-wisst-schon/" target="_blank">natürlich mit Ausnahme einiger bestimmter Formen solcher Partnerschaften, für die wir nach wie vor Freiheitsstrafen verhängen.</a></p></blockquote>
<p>Andrea Nahles warf der Regierung ein</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">homophobes, die falschen monogamen sexuellen Partnerschaften willkürlich steuerlich bevorzugendes Weltbild</a></p></blockquote>
<p>vor.</p>
<p>Volker Beck (Die Grünen) freute sich, dass das Urteil klargemacht habe:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">Niedrigere Steuern für Personen, die sich verpflichtet haben, auf von uns akzeptierte Weise regelmäßig den Beischlaf zu vollziehen, das heißt auch gleiche Ehe. [...] Ich hoffe, dass nun in der Union der Widerstand gegen die Gleichstellung nicht vollständig zusammenbricht, sondern nur soweit, dass nun nicht mehr nur hetero-, sondern auch homosexuelle monogame Paare willkürlich vom Staat bevorzugt werden.</a></p></blockquote>
<p>Renate Künast (Ebenfalls die Grünen) bot an:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/entscheidung-in-karlsruhe-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-1.1689715" target="_blank">Wir können gleich nächste Woche auf diese neue Form willkürlicher Diskriminierung umstellen, denn der grüne Gesetzentwurf dazu liegt fertig vor.</a></p></blockquote>
<p>Einigkeit herrschte unter allen Fraktionen des Bundestages, dass auch in einem neuen Modell gleichberechtigter willkürlicher Bevorzugung das bisherige Grundprinzip des Ehegattensplittings erhalten bleibt, dass monogame hetero- und homosexuelle Paare nur dann von den steuerlichen Vorteilen profitieren, wenn einer der beiden Partner mehr verdient als der andere, solange das gemeinsame Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteige. Diese einhellige Überzeugung begründeten Vertreter aller Parteien in seltener Harmonie mit</p>
<blockquote><p>Weil &#8230; naja, weil &#8230; also &#8230; Wir finden halt &#8230; naja &#8230; Artikel 6, und also, Kinder, zum Beispiel, irgendwie, weil, muss zwar nicht, aber ist ja oft, und kann ja auch ruhig, und &#8230; also &#8230; Hm &#8230; Naja &#8230; Oh, schon so spät &#8230; Ich muss weg!</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7891/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7891/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7891&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aber das ist doch was ganz anderes</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 15:33:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Muriel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Blockupy]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Heimpel]]></category>
		<category><![CDATA[Im liberalen Sinne heißt "liberal" nicht nur "liberal"]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
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		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Juni wurde in Frankfurt am Main eine Gruppe von Menschen, die die Bewegungsfreiheit anderer Menschen durch physischen Zwang einschränken wollte, durch physischen Zwang in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die Demonstranten der Gruppe Blockupy, die sich unter anderem für eine stärkere Einmischung der Staatsgewalt in die Vorhaben anderer Menschen einsetzt, zeigten sich entrüstet über diese [&#8230;]<img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7882&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.facebook.com/sharronliberty"><img class="alignnone" alt="" src="http://battlefieldusa.files.wordpress.com/2012/08/wants-more-government.jpg?w=403&#038;h=262" width="403" height="262" /></a></p>
<p><a href="http://blockupy-frankfurt.org/" target="_blank">Am 1. Juni wurde in Frankfurt am Main eine Gruppe von Menschen, die die Bewegungsfreiheit anderer Menschen durch physischen Zwang einschränken wollte, durch physischen Zwang in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Die Demonstranten der Gruppe Blockupy, die sich unter anderem für eine stärkere Einmischung der Staatsgewalt in die Vorhaben anderer Menschen einsetzt, zeigten sich entrüstet über diese Einmischung der Staatsgewalt in ihre Vorhaben.</a></p>
<p>Auch der Juso-Vorsitzende Christian Heimpel, offizieller Demonstrationsbeobachter der Stadt Frankfurt am Main, äußerte scharfe Kritik daran, dass die bewaffneten Beamten, deren Aufgabe darin besteht, gewaltsam zivilen Gehorsam sicherzustellen, gewaltsam gegen zivilen Ungehorsam vorgegangen waren, und sagte, d<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/streit-um-polizeieinsatz-gegen-blockupy-demo-in-frankfurt-a-903344.html" target="_blank">ass der Staat mit Gewalt gegen seine Bürger vorgeht, dürfe nur das absolut letzte Mittel der Auseinandersetzung sein.</a></p>
<p><a href="http://jusos-frankfurt.de/programm/" target="_blank">Ausnahmen von dieser Grundregel seien in Einzelfällen zwar erforderlich, etwa, wenn es darum gehe, zu bestimmen, wie viele Menschen in bestimmten Funktionen ein bestimmtes Geschlechtsteil aufweisen, welche Mieten für Wohnungen gezahlt werden dürfen, welche Art von Häusen Menschen bauen, welche Arten von Arbeitsverträgen zulässig sind und wie private Organisationen zu gestalten sind, oder um Kraftwerke, Straßen, Opern, Ateliers, Kinderbetreuung oder die Luxuslimousine des Bundespräsidenten zu finanzieren</a>, aber er betonte, zur Unterbindung von Meinungsäußerungen sei der Einsatz von Gewalt keinesfalls akzeptabel.</p>
<p>Eine Ausnahme von dieser Regel sei nach Ansicht von Herrn Heimpel nur dann vorstellbar, wenn es sich um <a href="http://www.jusos.de/themen/antifa/uebersicht" target="_blank">solche Meinungsäußerungen</a> handele, bei denen er es doch sei.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7882/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ueberschaubarerelevanz.wordpress.com/7882/" /></a> <img alt="" border="0" src="https://stats.wordpress.com/b.gif?host=ueberschaubarerelevanz.wordpress.com&#038;blog=7956543&#038;post=7882&#038;subd=ueberschaubarerelevanz&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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