23. Juli 2009
Drüben beim Spiegelfechter sollen gerade die Reichen verspeist werden, und in den Kommentaren zitierte jemand dieses olle Brecht-Gedicht:
„Armer Mann und reicher Mann,
standen da und sah’n sich an.
Da sagt der Arme bleich:
wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich.“
Das Gedicht illustriert ganz gut einen weit verbreiteten Grundirrtum, den ich der Abwechslung halber mal nicht mit Argumenten, sondern mit zwei Variationen aufzeigen will:
„Kurzer Mann und langer Mann
Standen da und sah’n sich an.
Da sagte der kurze bang:
Wär’ ich nicht kurz, wärst du nicht lang.“
Oder:
„Froher Mann und trüber Mann
Standen da und sah’n sich an.
Da sagte der trübe so:
Wär’ ich nicht trüb, wärst du nicht froh.“
Alles der gleiche Denkfehler, finde ich.
14 Kommentare |
Fundstücke, Gedankenspiele, Uncategorized | Mit Tag(s) versehen: Kapitalismuskritik, Brecht, Spiegelfechter |
Permalink
Verfasst von Muriel
11. Juli 2009
Die meisten Menschen haben neben dem körperlichen noch einen mentalen Würgereflex. Der bewirkt, dass sie unweigerlich mit geistigem Erbrechen reagieren, wenn bestimmte Themen angesprochen werden.
In schweren Fällen führt der Kontakt mit dem Reizthema auch zum Versagen sämtlicher zerebraler Schließmuskeln.
Kommentar schreiben » |
Uncategorized |
Permalink
Verfasst von Muriel
3. Juli 2009
Ich mache zurzeit einen Kurzurlaub im zauberhaften Köln, weil ich Tickets für das gestrige Konzert des Buena Vista Social Club gewonnen hatte. Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich dann einen sympathischen kleinen Brauch kennengelernt, von dem ich vorher noch nie gehört hatte.

Anscheinend bringen Kölner Paare auf einer Brücke über den Rhein Vorhängeschlösser am Zaun vor den Bahngleisen an, um ihre Liebe zu dokumentieren.

Bei der Vielzahl an Schlössern auf der Brücke sind natürlich auch einige sehr spezielle Exemplare dabei. Weiß jemand von euch vielleicht, wofür das hier gedacht ist?

8 Kommentare |
Uncategorized |
Permalink
Verfasst von Muriel
11. Juni 2009
Findet ihr eigentlich auch, dass das englische Wort shoe verdammt merkwürdig aussieht?
Und ist euch mal aufgefallen, dass das mit sehr, sehr vielen Wörtern passiert, wenn man sie sich lange genug anguckt?
2 Kommentare |
Uncategorized |
Permalink
Verfasst von Muriel