Nimmermehr (25)

Ha, bestimmt dachtet ihr schon, ich würde heute aussetzen, aber nix da, der Klassenfeind schläft nicht, und heute hat der Klassenfeind ein neues Kapitel Nimmermehr für euch geschrieben. Ich hoffe, es schmeckt euch.

Kurz zusammengefasst haben wir im ersten Teil eine junge Dame kennen gelernt, die an einem norwegischen Fjord wohnt und offenkundig unter ernst zu nehmenden psychischen Beschwerden leidet. Diese junge Dame bekam in der ersten Szene einen Anruf von Clarence und musste sich auf den Weg machen, um etwas für ihn zu erledigen. Sie bekommt später auch einen Namen, aber noch kennen wir den nicht.
Der zweite Teil stellte uns Sonia vor, eine junge Journalistin, die zurzeit nicht ganz freiwillig ihren Bruder bei sich beherbergt und einen geheimnisvollen Anruf bekommen hat, in dem ihr eine große Verschwörungsgeschichte angekündigt wurde.
Im dritten Teil waren wir dabei, als eine junge Frau, die der Fjordbewohnerin des ersten Teils kein bisschen ähnelte, in Oslo ein Flugzeug nach Deutschland bestieg, auf dem Weg nach Hamburg. 
Im vierten Teil kam Sonia ihrer Verschwörung näher, und zum Schluss stellte sie fest, dass die geheimnisvolle Anruferin den Mord an einem ehemaligen Hamburger Bürgermeister und seiner Familie vorhergesagt hatte.
Im fünften Teil sahen wir einer kinderlieben jungen Frau in einem Hamburger Hotelzimmer dabei zu, wie sie erschöpft auf ihrem Bett lag und sich an ihr hartes Tagwerk erinnerte, das ziemlich direkt mit dem vorhin erwähnten Mord zusammenhängt.
Der sechste Teil führt uns nach Afrika, wo wir einen neuen Mitarbeiter des Unternehmens Discordia, Incorporated, beim Beginn seines ersten Arbeitstages begleiten.
Im siebten Teil fährt Sonia zur Arbeit, frohen Mutes und bereit, sich in die Recherche für die Story ihres Lebens zu stürzen.
Die junge Frau hat im achten Teil noch eine PSP zu retten, zwei Überraschungseier zu essen, einen kleinen Auftrag zu erledigen und einen Kater zu beerdigen, bevor sie sich schließlich auf den Weg zu Sonia macht.
Sonia und die junge Frau, die uns nun endlich verrät, dass wir sie Lenore nennen dürfen, treffen im neunten Teil aufeinander, doch als Lenore siche gerade ernsthaft an die Arbeit machen will, taucht ein unterwartetes – und ein wenig absurdes – Hindernis auf.
Im zehnten Teil gibt es ein leider sehr kurzes Wiedersehen mit Kristina und Lenore und Sonia werden aus ihrer prekären Lage befreit.
Sonia gelingt im elften Teil die Flucht – gewissermaßen -, und wir lernen Clarence endlich mal persönlich kennen.
Lenores Tag hat eine ungute Wendung genommen, aber im zwölften Teil sieht sie schon wieder ein bisschen Licht.
Im dreizehnten Teil lernen wir Sonias Chef ein bisschen besser kennen, und er wiederum hat das zweifelhafte Vergnügen, Lenores Bekanntschaft zu machen.
Im vierzehnten Teil nimmt besagte Bekanntschaft ihren Lauf und kein gutes Ende.
Der fünfzehnte Teil führt uns nach Afrika. Wir besuchen Philippe, Kira und Clarence, aber es gibt leider keinen Tee und keine Kekse. Außerdem begleiten wir Sonias Bruder Marten zu seinem Lieblingsdealer.
Im sechzehnten Teil tritt mit Jan Hauptmann ein neuer Mitspieler auf, von dem wir erstmal nicht viel mehr erfahren, als dass er zum Thema Sauberkeit und Ordnung geteilter Meinung ist. Lenore erwacht aus einem langen, tiefen Schlaf, ohne sich besonders erholt zu fühlen. Trotzdem weiß sie nun, was sie zu tun hat.
Im siebzehnten Teil erwacht Sonia aus tiefem Schlaf und beginnt, sich mit dem Raum vertraut zu machen, in dem sie gefangen ist.
Der achtzehnte Teil führt Lenore zunächst in die Wohnung des Müsli essenden Drogendealers Pedro und dann per Taxi zu dem Haus, in dem sie Sonias Bruder Marten vermutet.
Sonia lernt im neunzehnten Teil ihren Entführer kennen und erfährt mehr über die Hintergründe dessen, was ihr widerfahren ist, während Lenore bei der Suche nach Marten die Hölle auf Erden erlebt.
Im zwanzigsten Teil zahlt sich Lenores Leiden aus, und Clarence und Kira führen ein problemorientiertes Gespräch.
Konstantin Klaus und Jan Hauptmann stellen im einundzwanzigsten Teil fest, dass sie nicht gut miteinander auskommen, und Lenore besucht mit Marten und ihrem Taxifahrer das etwas andere Restaurant.
Der zweiundzwanzigste Teil war ein bisschen albern, aber trotzdem lehrreich: Kira und Clarence brachten euch was Spannendes über Leichen bei, und Lenore hat für Marten gekocht.
Im 23. Teil bekam Sonia ihr Abendessen serviert und plauderte dabei noch ein bisschen mit ihrem Entführer, während Lenore Marten auf dem Weg zu Sonias Wohnung zu motivieren versuchte.
Die Wirkung ihres kleinen Motivationsseminars sehen wir im 24. Teil, außerdem entdeckt Lenore eine Spur, die sie zu Sonia führen könnte.

Wer will, kann auch die ganze bisherige Geschichte nachlesen. Auf der Geschichten-Seite natürlich. Genug der Vorrede, lest los:

Mkoba lag auf ihrer King-Size-Matratze in ihrer Deluxe-Suite im Hotel Ivoire Intercontinental in Abidjan, betrachtete nachdenklich die halb aufgegessene Deluxe-Pizza, die in einem riesigen Pappkarton neben ihr lag, und war sehr zufrieden mit sich selbst.
Am Anfang hatte sie ein bisschen Angst gehabt, aber jetzt musste sie das nicht mehr. Es war ihr schwergefallen, ihre liebgewonnene Penthousewohnung und ihr Büro in Takorabi so überstürzt zu verlassen, und ihr fehlten einige der zurückgelassenen Dinge bereits jetzt. Ihr neuer Blue-Ray-Player mit Festplattenrekorder zum Beispiel, den hatte sie sich erst vor zwei Monaten gekauft, und der Karton mit den alten Briefen, den sie in ihren Kleiderschrank vergessen hatte. Aber das war eben der Preis gewesen, und es hatte sich gelohnt. Maas hatte ihr genug bezahlt, dass sie für den Rest ihres Lebens nie wieder an Arbeit denken musste.
Natürlich war es nicht nett gewesen, die Informationen über Lenore an Maas zu verkaufen, und sicher würden Kira und Clarence sehr gefährlich werden, wenn sie es herausfanden, aber das konnte ihr jetzt egal sein.
Morgen Mittag ging ihr Flug auf die Bahamas, den sie unter einem falschen Namen gebucht hatte, und dann war sie endgültig raus aus allem, und alle Pferde und Männer des Königs konnten ihr nichts mehr anhaben.
Mkoba sprang von ihrem Bett auf und der Pizzakarton rutschte unbeachtet zu Boden, als eine ruhige Gitarrenmelodie durch ihr Fenster zu ihr hinein klang. Sie kannte die Melodie, aber sie wusste nicht genau, woher. Mkoba lief zum Fenster und sah einen riesigen Ghettoblaster, der an dünnen Schnüren davor hing und dessen Display ihr bernsteinfarben entgegenleuchtete: „Track 04 – Rpt. (1) – 00:09“
Sie rannte zu ihrer Tür, riss sie auf – und starrte wie ein gehetztes Tier atemlos in Kiras brauenlose dunkelblaue Augen.
„Hallo, Mkoba“ sagte Kira, als Tracy Chapman durch das Fenster die ersten Worte von All That You Have Is Your Soul zu singen begann.
„Ich… Du… Ihr…“ stammelte Mkoba. „Hallo Kira“, zwang sie sich schließlich zu sagen. Ihre Stimme quiekte ganz furchtbar dabei.
Kira lächelte sie an und sagte in freundlichem Plauderton: „Wir müssen reden, Mkoba. Weißt du, worüber wir reden müssen?“
Mkoba schluckte und versuchte sich auch an einem Lächeln, das aber schnell eines unnatürlich, sehr würdelosen Todes starb. Sie versuchte ein entspanntes Lachen, aber es klang panisch und schrill.
„Keine Ahnung, aber kann es nicht vielleicht warten? Weißt du, Kira, ich bin eigentlich sozusagen im Urlaub und…“ antwortete sie.
Kira beugte sich zu ihr hinab, während sie ihr weiter fest in die Augen sah, und sagte im gleichen Tonfall wie zuvor:
„Nenn noch einmal meinen Namen, du stinkendes Aas, und ich beiß dir deine Nase ab.“
Mkoba trat unwillkürlich einen Schritt zurück. Sie spürte, dass ihr Mund weit offen stand, aber sie war machtlos dagegen.
Kira nutzte die Gelegenheit, um ganz hereinzukommen und die Tür hinter sich zu schließen. Als wäre nichts gewesen, plauderte sie danach weiter: „Wir haben versucht, dich zu erreichen, aber in deinem Büro ging niemand an’s Telefon. Kannst du dir vorstellen, wie überrascht wir waren, als wir herausfanden, dass du deinen Namen geändert und eine Reise auf die Bahamas gebucht hattest? Ohne Rückflug?“
Sie stieß Mkoba völlig unerwartet so heftig mit der flachen Hand gegen das Brustbein, das sie mehrere Schritte zurücktaumelte, über das Sofa stolperte und mit dem Kopf gegen die Tischkante schlug. Der Aufprall traf sie so hart, dass sie sich übergab und für einige Augenblicke das Bewusstsein verlor. Benommen sah sie wie durch einen Schleier, wie Kira mit einer beiläufigen Bewegung eines Armes den Tisch freiräumte und sich darauf setzte.
Der Blick der hünenhaften glatzköpfigen Frau schweifte durch den Raum, glitt mit der gleichen distanzierten Abscheu über die Pizza, die luxuriöse Einrichtung der Suite, Mkoba selbst und die Lache aus Erbrochenem.
„Setz dich“, sagte Kira leise, und Mkoba krabbelte umständlich auf das Sofa, ihr Gleichgewicht noch nicht ganz wieder hergestellt.
„Ich… Es tut mir Leid, bitte… Ich… Ihr… Bitte!“ stammelte Mkoba.
Kira schwieg, und Mkoba hörte den Text des Liedes durch das geschlossene Fenster:
„Don’t be tempted by the shiny apple, don’t you eat of a bitter fruit.
Hunger only for a taste of justice. Hunger only for a word of truth.”
Kira zog einen kleinen silbern glänzenden Grapefruit-Löffel aus einer Tasche hervor und betrachtete ihn eine Zeitlang stumm, bevor sie sich wieder Mkoba zuwandte.
„All that you have is your soul“, sang Tracy Chapman, und Kira sagte:
„Ich werde dir jetzt ein paar Fragen stellen, und dann – oder eigentlich schon währenddessen – werde ich dich hiermit töten. Ich dachte, ich fange bei den Füßen an. Was meinst du?”

Konstantin Klaus sah auf die Leichen von Maria und Jens hinab, die Hände zu Fäusten geballt. Er hatte sie selbst hierher geschickt. Er hatte die beiden gut gekannt.
Er hatte ihnen ein paar Mal gedroht, sie zu erwürgen, wenn sie nicht endlich die Klappe hielten.
Konstantin Klaus war kein Mensch, der dazu neigte, sich mit unnötigen Selbstvorwürfen zu quälen, aber allmählich fing diese Sache doch an, ihn zu belasten.
Er war der letzte Mensch gewesen, der mit Clara und Christian Meiller gesprochen hatte, und er hatte gewusst, dass mit dem Chefredakteur etwas nicht stimmte, und trotzdem hatte er ihn gehen lassen.
Er hatte entschieden, Maria und Jens hier aufzustellen.
Natürlich hatte er nicht ahnen können, dass hier ein Wahnsinniger herumlief, der zwei Polizisten einfach erschießen würde. Oder? Clara Meiller war auch Polizistin gewesen, und sie hatte ihre Waffe in der Hand gehalten, als sie gefunden worden war.
„Herr Klaus?“ fragte ein junger Beamter hinter ihm leise.
Der Kollege hatte sich vorgestellt, als er Klaus reingelassen hatte, aber er hatte den Namen schon wieder vergessen.
Klaus seufzte und fuhr sich mit den Händen durch seine Haare, bevor er sich umdrehte. „Ja?“
„Die Zentrale hat sich gemeldet. Offenbar ist ein McDonald’s-Restaurant in Eppendorf überfallen worden. Der Täter hat zwei Angestellte und drei Gäste erschossen; nichts wurde gestohlen.“
„Gibt es eine Verbindung zu unserem Fall?“
„Vielleicht nicht. Aber es ist ungewöhnlich, und der Täter dort scheint ein guter Schütze zu sein, und er hat zumindest eine ähnliche Waffe benutzt. Vielleicht ist das Zufall.“
„Vielleicht auch nicht. Ist denn die Vorgehensweise die gleiche?“
„Wissen wir noch nicht, Friebe und Wandrey sind unterweg, um das zu prüfen.“
„Gut, was ist mit dem gestohlenen Wagen?“
„Noch nichts, aber die Fahndung läuft.“
Die Männer mit den dunklen Anzügen und den ernsten Gesichtern kamen herein und begannen, die Leichen einzupacken.
„Das Videoband?“
„Nichts. Die Kamera wurde um 23:57 Uhr zerstört. Man sieht kurz vorher den Kerl da reinkommen.“ Der junge Beamte zeigte auf den dritten Toten. „Er kommt rein, bleibt eine Weile vor der Treppe stehen und geht dann rauf. Dann sieht man, wie die Tür sich wieder öffnet, und bumm ist das Bild weg. Wir vermuten, dass der Täter das Gebäude kannte.“
„Dann müssen wir uns das ganze Band ansehen. Vielleicht war er schon einmal hier. Wir müssen die Leute auf dem Band mit den Bewohnern vergleichen.“
„Ich kümmere mich drum.“
„Schrecklich, oder?“
Klaus drehte sich im schmalen Flur von Sonia Schopps Wohnung um. Hinter ihm stand der Mann vom Bundeskriminalamt. Hauptmann. Er hatte den verdammten Kerl gar nicht näherkommen gehört. Hauptmann war stumm rein gekommen, hatte die drei Toten komplett ignoriert und hatte angefangen, in der Wohnung herumzuschleichen, sich gelegentlich hinzuknien oder war auf einen Stuhl zu steigen, um sich irgendwas anzusehen. Damit schien er jetzt fertig zu sein.
„Kannten Sie die beiden Beamten?“ fragte er.
Die beiden Beamten.
„Ja. Maria Schubert und Jens Groß.“
„Ich nehme an, dass sie sich ansonsten immer umsichtig und vorschriftsmäßig verhalten haben.“
Ansonsten.
„Ja, haben sie. Niemand hat Augen am Hinterkopf, Herr Hauptmann.“
„Nein, natürlich nicht“, hauchte er in seinem Pastor-Fliege-Tonfall. „Die hat niemand. Natürlich wurden die beiden nicht hinterrücks erschossen, aber ich verstehe, was Sie meinen.“
Er schwieg einige Sekunden, in denen er stumm und voll klebrigen Mitgefühls zu Boden blickte, dann sagte er:
„Sie ist unterbrochen worden.“
„Unterbrochen?“
„Sie können hier noch ganz leicht die Blutspuren sehen, die ihre Schuhe hinterlassen haben, nachdem sie Herrn Schopp zu Tode getreten hat.“ Er zeigte in Richtung Eingang. „Hier bei dem Schreibtisch verlieren sie sich allmählich, aber die Tür des Kleiderschranks ist offen, und die Kleider darin sind zusammengeschoben. Sie hatte sich darin versteckt.“
„Woher wissen Sie, dass sie es war? Vielleicht hat sie jemand anders gestört, und der hat sich im Schrank versteckt.“
Es bereitete Klaus große Genugtuung zu sehen, wie Hauptmann zögerte. Der BKA-Mann nahm das Zifferblatt seiner protzigen goldenen Armbanduhr zwischen zwei Finger und betrachtete es, während er nachdachte.
„Nein, das glaube ich nicht“, sagte er schließlich. Er ließ die Uhr los und ging langsam und vorsichtig zum Eingang zurück, bemüht, auf nichts zu treten. „Ihre Kollegen waren nicht besonders achtsam, als sie hereinkamen, aber Sie können hier“, er zeigte auf die Flecken vor der Tür, „trotzdem noch erkennen, dass da zwei Menschen hindurchgegangen sind, als das Blut noch nicht geronnen war. Der Schuhgröße nach waren es wahrscheinlich Männer. Es wäre dort im Schrank kein Platz gewesen für zwei Männer.“
„Vielleicht hat der eine sich unter dem Bett versteckt, was weiß ich!“
Klaus kam sich vor wie in einer Episode von „Monk“. Er hatte es immer völlig albern gefunden, wie der neurotische Detektiv abenteuerliche Schlussfolgerungen auf der wackeligsten Grundlage zog, die sich zum Schluss natürlich immer als richtig herausstellten.
Hauptmann setzte ein verkniffenes Lächeln auf, zuckte seine Schultern und antwortete: „Vielleicht.“
„Herr Klaus?“
Wieder der junge Beamte von vorhin. Kudow, Kubrow oder so ähnlich.
„Ich habe gerade erfahren, dass kurz nach Mitternacht jemand angezeigt hat, dass Marten Schopp entführt wurde. Das ist der Bruder.“
„Hm“, machte Klaus. „Haben Sie den Kollegen gesagt, dass sie die Fahndung einstellen können?“
„Ja, natürlich. Aber da ist noch etwas. Ich habe gerade mit den beiden telefoniert, die vor Ort waren. Sie sagten, dass dort im Erdgeschoss eine alte Frau wohnt, die heute mit einer jungen Polizistin gesprochen haben will. Soweit wir das feststellen konnten, war aber niemand von uns dort.“
„Versuchen Sie, das sicher rauszufinden, das könnte wichtig sein. Ich fahre hin und unterhalte mich mit ihr, wenn sie noch wach ist. Hier ist eh nichts mehr zu tun.“
„Wird gemacht.“
„Warten Sie bitte noch kurz“, sagte Hauptmann in seiner leisen, flüsterigen Stimme.
„Ja?“
„War die Frau, die mit der jungen Polizistin gesprochen haben will, diejenige, die die Entführung gemeldet hatte?“
Der junge Polizist schaute den BKA-Mann verwirrt an, während er antwortete.
„Nein, das war jemand anders.“
„Wie kam es dann, dass Ihre Kollegen überhaupt Kontakt mit ihr bekamen, mitten in der Nacht? Haben sie die anderen Anwohner geweckt?“
Kudow oder so grinste und zuckte die Schultern.
„Sie hat sie von sich aus angesprochen. Offenbar schläft sie schlecht. Sie hat auch ausdrücklich gesagt, dass wir sie jederzeit ansprechen sollen, wenn wir noch Fragen haben. Auch heute Nacht noch. Sie war offenbar sehr nachdrücklich, was das angeht.“
Hauptmann nickte, als würde das nur bestätigen, was er sowieso schon die ganze Zeit vermutet hatte.
„Klar“, murmelte Klaus, „Gut, weitermachen.“
Dann wandte er sich Hauptmann zu: „Möchten Sie dabei sein?“
Der blasse BKA-Mann lächelte und breitete langsam die Arme aus.
„Deswegen bin ich doch hier. Ich helfe, wo ich kann.“

Und zum Schluss gibt es noch wie gewohnt die Lesegruppenfragen:

  1. War das mit dem Ghetto-Blaster vor dem Fenster zu viel Aufwand? Keoni fand, dass ich es damit vielleicht ein bisschen übertrieben habe.
  2. Ursprünglich wollte ich, dass Kira sogar bloß einen normalen Teelöffel benutzt, aber dann habe ich dieses Video hier gesehen und musste es ändern. Keoni hatte einen Sparschäler vorgeschlagen, das wäre auch cool gewesen, aber am Ende… Äh… Ich müsste hier eine Frage stellen, oder? Bestimmt wusste ich auch eine, aber ich hab’ sie vergessen.
  3. Sympathisiert ihr eher mit Kira oder eher mit Mkoba, oder vielleicht mit keiner von beiden?
  4. Waren euch das ganz am Anfang der zweiten Szene zu viele Sätze, die mit „Er“ beginnen, oder nicht?

3 Antworten zu „Nimmermehr (25)“

  1. fragmentjunkie sagt:

    1.War das mit dem Ghetto-Blaster vor dem Fenster zu viel Aufwand? Keoni fand, dass ich es damit vielleicht ein bisschen übertrieben habe.
    - Eher nein. Das fand ich okay.
    2.Ursprünglich wollte ich, dass Kira sogar bloß einen normalen Teelöffel benutzt, aber dann habe ich dieses Video hier gesehen und musste es ändern. Keoni hatte einen Sparschäler vorgeschlagen, das wäre auch cool gewesen, aber am Ende… Äh… Ich müsste hier eine Frage stellen, oder? Bestimmt wusste ich auch eine, aber ich hab’ sie vergessen.
    - Die Idee mit dem Löffel ist trotzdem zu albern. Das ist ja schon Douglas Adams. Oder so.
    3.Sympathisiert ihr eher mit Kira oder eher mit Mkoba, oder vielleicht mit keiner von beiden?
    - Also mit keiner eigentlich. Ich wusste gar nicht, dass Mkoba der Verräter ist. Aber gut. Das war mir nicht so klar. Ach, und ich würde an der Stelle vielleicht noch 1-2 Sätze zu Maas verlieren, weil ich den schon wieder komplett vergessen hatte.
    4.Waren euch das ganz am Anfang der zweiten Szene zu viele Sätze, die mit „Er“ beginnen, oder nicht?
    - Ist mir gar nicht aufgefallen.

  2. Muriel sagt:

    @fragmentjunkie: 2. Das ist nicht Douglas Adams, das ist Robin Hood. Nun wirst du müde lächeln und mich fragen, ob das irgendwie besser sein soll. Und dann muss ich geknickt zugeben: Natürlich nicht…
    3. Denke ich mal drüber nach. Ich bin selbst auch immer eher schlecht darin, mir Namen zu merken.

  3. pampashase sagt:

    1. Die beiden haben halt einen Hang zu großen Auftritten…übertrieben?…eigentlich nicht. :-)

    2. Löffel, ich weiß nicht…dann vielleicht eher eine Haarnadel, aber mangels Haarpracht auch nicht so gut…oder vielleicht eine Nagelfeile, dass haben Frauen dann eher mal dabei, als einen Löffel…

    3. Keine Sympathie für beide nicht, nee

    4. Mir ist nichts aufgefallen, scheint also nicht zuviel gewesen zu sein

    Da stimmt was nicht: …oder war auf einen Stuhl zu steigen, um sich irgendwas anzusehen.

    Mit den Namen hab ich auch ab und an Schwierigkeiten, dass liegt aber bestimmt daran, dass man es nicht an einem Stück liest.

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