Dean Koontz ist ja jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsschriftsteller, trotzdem wollte amazon.de mich wissen lassen, dass es was Neues von ihm gibt:
„Surely an author such as Dean Koontz can afford to relax? After all, every new offering from him always enjoys massive sales, so could it be time to rest on one’s laurels? It’s to Koontz’s credit that he chooses not to do that, and tries to ensure that each new book is subtly different from its predecessor (but not so different that it would alienate his considerable fan base). Your Heart Belongs To Me is close to being vintage Koontz (the title is not romantic, but a piece of macabre wordplay).“
[Achtung, langer, schwer verständlicher Satz] Abgesehen davon, dass ich es für eine gute Nachricht hielte, wenn Koontz beschlösse, sich ein bisschen auszuruhen, ob auf seinen Lorbeeren oder anderswo, auch wenn ich mir sicher bin, dass das wirklich gut für seine Kredite ist, wenn er’s doch nicht tut (Hoho…), kann ich bei entsprechender Auslegung dieses Begriffs bestätigen, dass jedes seiner neuen Bücher sich in der Tat sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr subtil von seinem Vorgänger unterscheidet. [Langer, schwer verständlicher Satz zu Ende. Gut, oder?]
Darüber hinaus wollte ich noch sagen: Dean Koontz. Neues Buch. Your Heart Belongs To Me. Makabres Wortspiel. Unfassbar. Bloß gut, dass die uns das erklärt haben.
15. Oktober 2009 um 18:09
Geradezu liebevoll, wie sich gewisse Autoren (und andere -hem- Künstler) beim Erschaffen neuer Werke Mühe geben, nicht ‘ihre Fangemeinschaft zu befremden’!
15. Oktober 2009 um 19:01
Muss meiner Vorrednerin zustimmen
(Könnte jetzt noch einen sarkastischen Kommentar dran hängen, aber das lasse ich lieber…)
15. Oktober 2009 um 21:05
@lisakathrin: Das Vermeiden von Abschaltimpulsen ist ja in vielen Medien das oberste Ziel geworden. Bei Koontz wie auch im Radio führt dieses Streben nicht unbedingt zur Verbesserung des Ergebnisses.
@Salomea: Mach ruhig, mir ist ja leider kein guter eingefallen.
16. Oktober 2009 um 11:24
Herr Silberstreif, Sie haben es nicht anders gewollt. Hier der sarkastische unter Kaffeeeinfluss geschriebene Kommentar vom Salzfrauchen Literaturmensch:
Meinten die „credits“ oder meinten die „profits“? Sooo toll kann Mr. Koontz ja gar nicht sein, wenn sie schon über die „fan base“ schreiben müssen, dass er bei einer Änderung im Strickmuster deren Weglaufen befürchten müsse.
Liebe Grüße
16. Oktober 2009 um 11:54
@Salomea: Ja, danke, so ungefähr ging meine Assoziationskette auch.
Zum zweiten Punkt habe ich auch noch eine Meinung für Sie: Mr. Koontz kann verdammt gut sein. Ist er aber leider nicht.
16. Oktober 2009 um 12:41
-> Das wäre doch mal eine prima HTML-Tag-Innovation! Allerdings wahrscheinlich auf Seiten wie „Spiegel online“ o.ä. nur selten zu finden …
16. Oktober 2009 um 12:45
Ups … Da fehlte eben am Anfang was:
Hoffentlich wird’s diesmal angezeigt?
16. Oktober 2009 um 12:52
Werd ich dumm sterben, weil ich Dean Koontz nicht kenne, noch nie gelesen habe und nie lesen werde?
Ich kann mir die Antwort denken.
16. Oktober 2009 um 13:05
@Tim: Irgendwie nicht. Vielleicht kann ich helfen. Wenn du mir dein Vorhaben mailst, kann ich da eventuell was machen.
@Andi: Jup, kannst du. (Obwohl Dean Koontz schon eine ziemliche Ikone in seinem Sektor ist, durchaus mit Stephen King vergleichbar, über den man natürlich auch geteilter Meinung sein kann.)
16. Oktober 2009 um 13:34
Ich hab von Stephen King auch nur „Shining“ gelesen. Fand ich zwar gut. Aber irgendwie ist das doch alles nicht so meins.
16. Oktober 2009 um 13:39
@Andi: Shining hat mir auch nicht gefallen, das hat nichts zu sagen. Ich mochte zum Beispiel Blaze ganz gerne, und Duma Key fand ich auch gut.
16. Oktober 2009 um 15:23
Das ist das was ich mit als das große Problem sehe: SEKTOREN. Die meisten Autoren haben sich auf ein Genre, einen Ort, eine Handlung, eine Person oder ein Muster eingeschworen und das ist auch nicht verkehrt, weil nicht jeder alles kann und wenn man trotzdem experimentieren würde könnte es in einer Katastrophe enden. (Beispiele für dieses „Eingeschworen sein“ im Krimibereich sind Ian Rankin, der sich Ewigkeiten an John Rebus hochgezogen hat oder auch Dan Brown, und der kann zwar erzählen aber nicht plotten). Aber es ist eben auch so, dass man damit nur eine bestimmte Gruppe ansprechen kann und irgendwann wird man eben hauptsächlich von dieser Gruppe gelesen. Damit muss sich auch die Marketingabteilung des Verlages oder des Agenten von Mr. Koontz abfinden. Okay, es ist nicht das Genre das ich jetzt vorziehe, obwohl ich sowohl alles von Rankin als auch Craig Russel gelesen habe (beides Schotten die in der deutschen Übersetzung meines Erachtens nach eine Katasthrophe darstellen). Aber auf andere Genres übertragen stellen wir uns die Amazon-Werbung oben doch mal für Iny Lorentz (Historik) oder Rosamunde Pilcher vor, die könnten werben was sie wollen, es bliebe das was ich „Zielgruppe Kaffekränzchen“ nenne und die würden weglaufen, wenn sich da irgendwas ändern würde.
Nun ja, irgendwie muss Amazon seine Werbeträger ja füllen…
Liebe Grüße
16. Oktober 2009 um 16:00
@Salomea: Ich wüsste schon manchmal ganz gerne, wie viel von dieser Festlegung bewusst ist, und wie viel unfreiwillig. Ich merke bei mir selbst auch, dass meine Geschichten sich ähneln, obwohl ich nun wirklich auf kein Marketing und keine Zielgruppe Rücksicht nehmen muss.
Wenn ich hier mal ein bisschen mehr veröffentlicht habe, werden wir vielleicht sehen, was ihr davon haltet. Bin gespannt.
16. Oktober 2009 um 16:37
Dass sich Sachen eines Autoren „ähneln“ ist völlig normal, es gibt da etwas, dass sich Thema nennt und die entstehen unbewusst (ich will echt keine Werbung machen, aber wenn du das was ich hier gesagt habe allgemeingültig – also nicht nur auf Hörschädigung bezogen nimmst -, dann verstehst du vermutlich was ich meine:http://werkwort.wordpress.com/2009/10/01/themen-in-%e2%80%9ehorgeschadigter-literatur%e2%80%9c/ Das kannst du echt auf jedes unbewusste Thema anwenden.) Aber die „Thematiken“ die sucht man sich schon selber aus, und ob man immer dasselbe Strikmuster nutzt auch.
Es ist durchaus mit ein bisschen Selbsterforschung möglich immer das gleiche Thema, vielleicht sogar mehrmals die gleiche Thematik, zu haben, ohne dass sich die Sachen die man macht ähneln. Durch zum Beispiel Sprache, Duktus, Alter oder Hintergrund der Charaktere etc. kann man wahnsinnig viel spielen.
Jetzt grüße ich absichtlich nicht noch mal, wenn ich nämlich so oft am Tag grüssen tue („grüssen tue“ = Grammatik aus der Gegend in der ich geboren bin), denkst du dir irgendwann, dass ich die Grüße gar nicht ernst meine. Ich meine Grüße allerdings immer ernst
16. Oktober 2009 um 16:38
So ein Mist, das ist nicht als Link gemacht worden
Sorry