Wie Weihnachten und Ostern

10. Februar 2010

an einem einzigen Tag kommt es mir vor, wenn ich sowohl zum Spiegelfechter als auch zum Bundesverfassungsgericht sagen kann: “Joa, kommt ganz gut hin, sehe ich auch so.” Und weil Weihnachten und Ostern nicht besonders oft auf einen Tag fallen – also, auf einen Tag fallen sie immer, aber nur selten auf denselben, naja, egal -, will ich diese seltene Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Nach dem ersten Blick in meinen Feedreader dachte ich kurz sogar, dass ich außerdem noch Gelegenheit bekommen könnte, mich wieder ein bisschen mit Frédéric Valin zu kabbeln, aber dann musste ich leider feststellen, dass er sich merkwürdigerweise entschieden hat, einen Artikel zu dem Thema zu schreiben, in dem gar nichts drin steht. Macht aber nichts, zwei von dreien sind gut genug für mich.

Zuerst mal bin ich natürlich damit einverstanden, dass das Gericht die Berechnung der ALG II-Sätze für verfassungswidrig befunden hat. Das ging aber eigentlich auch gar nicht anders. Mir ist vollkommen schleierhaft, wie jemand mit so gewaltigen Ressourcen, wie sie unserem Gesetzgeber zur Verfügung stehen, es immer wieder fertig bringt, so wichtige Dinge, wie es Gesetze eben sind, so lieblos unreflektiert hinzuschludern. Wenn jemand eine so bedeutende Regelung trifft wie die Festlegung der Höhe des ALG II, und dann vor dem Bundesverfassungsgericht nicht mal in der Lage ist, seine Berechnungen vernünftig zu begründen, dann gehört er eigentlich geschlagen. Leider machen Verfassungsrichter sowas aber nicht.

Dieser Teil der Entscheidung war also eigentlich vorher klar. Viel mehr freue ich mich deshalb darüber, dass das Gericht der Versuchung widerstehen konnte, sich zur konkreten Höhe der Leistung zu äußern. Manch anderer Beobachter hatte sich ja gewünscht, dass das BVerfG in seiner Entscheidung einen bestimmten Betrag festlegt und damit eine Art de-facto-Mindestlohn einführt. Das hat es nicht getan, und ich bin der Meinung, dass es genau richtig so ist, und zwar unabhängig davon, ob man die ALGII-Leistungen nun generell für zu gering hält oder nicht. Wer sich jetzt darüber beklagt, dass das Gericht dem Gesetzgeber damit die Möglichkeit gelassen hat, im Grunde das gleiche Gesetz noch einmal zu verabschieden, nur mit einer besseren Begründung, der denkt aus meiner Sicht zu kurz.

Es kann nicht Aufgabe eines Verfassungsgerichts sein, dem Gesetzgeber in seine Politik hineinzureden. Auch nicht da, wo wir mit dieser Politik nicht einverstanden sind. Im Gegensatz zu den Mitgliedern des Bundestages, die vom Volk gewählt werden, sind Verfassungsrichter nicht direkt demokratisch legitimiert. Gleichzeitig verfügen sie über die Macht, jedes Vorhaben des Gesetzgebers für nichtig zu erklären, ohne dass es noch irgendeine Instanz gäbe, die ihre Entscheidung überprüfen könnte. Sie könnten - etwas pointiert ausgedrückt – im Prinzip die wildesten Dinge vorgeben, und Legislative und Exekutive wären daran gebunden. Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts erwachsen unmittelbar in Gesetzeskraft, und der einzige Zügel dieser besorgniserregenden Macht liegt in den Händen der Richter selbst. Das ist der Grund, aus dem gute Verfassungsgerichte bei ihren Entscheidungen extreme Zurückhaltung üben und sich auf ihre eigentliche Aufgabe beschränken: Hüter der Verfassung zu sein und die anderen Gewalten an verfassungswidrigem Handeln zu hindern. Unser BVerfG ist nun weiß Gott nicht immer ein gutes. Aber diese Mal hat es geklappt. Schön, oder?


Zu vorsichtig

8. Februar 2010

Kürzlich habe ich in einem Artikel zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg geschrieben:

“Ich denke nicht, dass Geistliche generell schlechte Menschen sind. Ich halte sie für intellektuell unehrlich, entweder gegenüber sich selbst oder gegenüber anderen. Aber ich bin nicht der Ansicht, dass sie schlechte Menschen sind. Es gibt bestimmt sehr viele sehr sympathische Geistliche, die sicher viel Gutes tun.”

Ich habe das getan, um deutlich zu machen, dass ich keinesfalls der Meinung bin, jeder Geistliche wäre zwangsläufig ein krimineller Menschenfeind oder zumindest ein potentieller Kinderschänder. Bin ich nämlich wirklich nicht. Trotzdem wurmt mich dieser Absatz, seit er da steht, weil er ein bisschen so klingt, als fände ich es gut, dass es Geistliche und Kirchen gibt.  Finde ich nämlich überhaupt nicht. Organisierte Religion baut darauf auf, Menschen durch gezieltes Verbreiten der Unwahrheit zur Unmündigkeit zu erziehen und dafür Geld von ihnen zu verlangen. 

Dieser Vorwurf ist nun ziemlich generalisiert und kann unmöglich im selben Umfang auf jede einzelne religiöse Organisation dieser Welt zu treffen. Bei Scientology ist es sehr offensichtlich, beim Buddhismus vielleicht ein bisschen weniger. Um es mir und euch ein bisschen leichter zu machen, wähle ich ein konkretes Beispiel, und zwar die römisch-katholische Kirche, die hier in Deutschland meines Wissens noch immer die meisten Mitglieder hat. Diese Organisation behauptet, die Lehren Jesu Christi verbreiten zu wollen. Sie wird geleitet von jemandem, der sich als Statthalter Gottes auf Erden sieht und gelegentlich gerne mal was mit dem Anspruch verkündet, unfehlbar zu sein. Sie ist die reichste Privatorganisation der Welt. Sie verfügt über ihren eigenen theokratisch organisieren Staat. Ihre Repräsentanten leben in Palästen. Ein Erzbischof verdient monatlich rund 10.000 EUR, und er wird ausschließlich aus Steuergeldern bezahlt. Was wohl Jesus davon gehalten hätte? Die Frage ist gar nicht so schwierig, er hat es uns nämlich gesagt:

  • Lukas 3,11: Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, der tue auch also. [Ich weiß jetzt nicht, wie viele Röcke der Papst hat. Aber wir können uns wohl darauf einigen, dass er Speise hat, und dass es reichlich Leute auf der Welt gibt, die keine haben.]
  • Lukas 14, 33: So auch jeder unter euch, der sich nicht lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein Jünger sein. [Kennt jemand einen Christen, der sich von allem losgesagt hat, was er hat?]

Und noch mal zum Thema, wieviel Selbstbetrug eigentlich dazugehört, noch an die Bibel und das Wort Jesu Christi zu glauben, wenn man sie wirklich gelesen hat:

  • Markus 11, 24: Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. [Hervorhebung von mir.]

Ich weiß schon ungefähr, was ein Geistlicher dazu zu sagen hätte: Jesus hat das nicht so gemeint. Er meinte das im übertragenen Sinne. Nicht wörtlich. Er meinte… (und dann kommt eben das, was der befragte Geistliche für richtig hält, zum Beispiel, dass Homosexuelle nicht heiraten dürfen).

Soweit Jesus. Reden wir doch auch mal über das Alte Testament. Ist euch mal aufgefallen, wie viele Kinder, Tiere und sonst wie Unbeteiligte Unschuldige Gott dort auf teilweise grausamste Art tötet? Man muss dafür nicht einmal auf irgendwelche obskuren Sachen zurückgreifen, von denen noch keiner gehört hat. Schon die bekannte Geschichte von Moses und dem Pharao ist ein Dokument atemberaubender Grausamkeit und sinnlosen Mordens des biblischen Gottes, der die Quelle unserer moralischen Werte und der Schöpfer unseres Universums sein soll.

Weil sich sogar im religionsfreien faktenorientieren Teil der Bevölkerung hartnäckig die Überzeugung hält, die Bibel wäre prinzipiell schon eine ganz brauchbare Quelle moralischer Orientierung, und weil wohl sogar der größere Teil der christlichen Bevölkerung dieses unerträgliche Machwerk nicht gelesen hat, biete ich noch ein paar andere, weniger bekannte Zitate aus der Heiligen Schrift:

2. Mose 21: 20 Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, dass sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden.21 Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld. [Ja, das steht da wirklich so. Denn es ist sein Geld. Deswegen darf man seine Sklaven nach Herzenslust verprügeln, solange sie danach noch ein paar tage lang überleben.]

2. Petrus 2, 18: Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen. [Ja, das ist sogar Neues Testament! Mein Geschichtslehrer hat mir früher mal gesagt, Sklaverei hätte der HERR nur im Alten noch gut gefunden.]

5. Mose 22,5: Eine Frau soll nicht Männersachen tragen und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Gräuel. [Und wir wissen alle, was mit Leuten passiert, die dem HERRN ein Gräuel sind, nicht wahr? Es tut einem fast ein bisschen Leid um all die Schotten.]

4. Mose 31: 17 So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind;18 aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben. [Da steht nicht ausdrücklich, zu welchem Zweck man die unberührten Mädchen leben lassen soll. Aber ich denke nicht, dass viel kranke Phantasie dazu gehört, sich vorzustellen, wie das gemeint ist. Oder?]

Sehr gerne zitiere ich auch

Exodus 22: 18 Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen. 19 Wer bei einem Vieh liegt, der soll des Todes sterben. 20 Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN allein, der sei verbannt.

Auch hier bin ich sicher, dass die Apologeten der Kirche zahlreiche alternative Deutungen und Erklärungen bereithalten, um uns vorzuspiegeln, das wäre ja alles gar nicht so zu verstehen, wie es da steht. Aber wenn ich mir immer von Fall zu Fall aussuchen darf, ob die Worte der Bibel so oder anders gemeint sind, wie sie da stehen, oder ob sie vielleicht auch mal das Gegenteil bedeuten, wofür brauche ich dann noch eine Heilige Schrift?

Das meine ich, wenn ich sage, dass jemand, der die Bibel gelesen hat, sie sogar jahrelang studiert hat, und trotzdem auf eine Kanzel klettert und Leuten erzählt, sie wäre das Wort Gottes und die Wahrheit und die Grundlage seines Glaubens, in höchstem Maße unehrlich sein muss. Es geht nicht anders.

Trotzdem sind die Repräsentanten dieser Kirche sich nicht zu schade, allen, die nicht an ihren unsinnigen Hokuspokus glauben, die wildesten Vorwürfe zu machen:

Von atheistischen Positionen geht keinerlei orientierende, zukunftsweisende Kraft aus. Die Nichtglaubenden essen die Früchte von dem Baum, den sie vorher mit Begeisterung gefällt haben. Der Atheismus ist nur erdacht worden, um die Menschen zur Verantwortungslosigkeit zu erziehen und so leichter ideologisch manipulieren zu können – so könnten wir der flachen Religionskritik entgegenhalten. Es gibt keine atheistisch begründete Ethik.
Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg [via Astrodicticum Simplex]

Ist klar. Ideologische Manipulation. Damit muss man sich als Bischof wohl auskennen, schätze ich. Und wir wissen alle, dass kaum etwas so gut zu Bewusstsein für die eigene Verantwortung erzieht wie das Wissen, dass ein allmächtiges, allwissendes Spaghettimonster Wesen uns über alles liebt und uns alle unsere Sünden vergibt, solange wir uns nur zu ihm bekennen, uns aber ewiger Qual und enlosem Leiden überlässt, wenn wir das nicht tun, egal, wie vorbildlich wir ansonsten gelebt haben.

Und wer auf der Grundlage solcher offenkundigen Unwahrheiten, so schreiend offensichtlicher Heuchelei, so unfassbar dreister Unehrlichkeit noch immer versucht, Menschen in die Kirche zu locken, der ist, wenn ich noch einmal darüber nachdenke, eigentlich doch - ein schlechter Mensch.


Restebloggen zum Wochenende (27)

7. Februar 2010
  1. Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende richtig viel an meiner Dissertation schreiben. Ist aber leider nichts geworden, weil ich dann doch beinahe die gesamte Zeit mit drei fantastischen Leuten drüben bei YouTube zugebracht habe, die sich auf ausgesprochen unterhaltsame Weise mit Religion im Allgemeinen und Kreationismus im Besonderen auseinandersetzen. Ich bin nicht ganz sicher, ob das viel über die Qualität der Videos aussagt, oder mehr über meine private kleine Persönlichkeitsstörung, aber ich wollte sie euch trotzdem gerne mal vorstellen:
    Thunderf00t

    AronRa

    und ProfMTH
  2. Idee für den Namen eines Friseursalons: Hair today, and hair tomorrow.
  3. Fellmonsterchen hat mir einen Sweet-Friends-Award verliehen. Vielen Dank dafür, doch die beiden Aufgaben, die der Award mitbringt, sind leider nichts für mich. Ich freue mich aber sehr darüber!
  4. Gehirnschluckauf hat eine Übersetzung von I, Pencil veröffentlicht. Lesenswerte kleine Geschichte über den unglaublichen komplizierten Prozess, der zum Entstehen eines simplen Bleistifts führt.
  5. Oh, und die Messed-Up Bible Stories fand ich auch lustig. Zum Beispiel die:

    (Nein, stimmt schon. Ich habe das Sofa an diesem Wochenende nicht so oft verlassen.)
  6. Dem Postillon wurden offenbar Informationen über eine neue Schweizer CD zugespielt, die die Leben von Millionen Deutschen ruinieren könnte.
  7. xkcd hatte ich lange nicht mehr, oder? You hang up first!

noch viel zu lernen

6. Februar 2010

Ich will diesen Beitrag hier vorsichtig schreiben, denn ich will nicht, dass meine Abneigung gegen jede Art von Religion und insbesondere gegen ihre organisierten Träger, die Kirchen, mich zu einer Polemik verleitet, die manchmal ganz lustig ist, in diesem Zusammenhang aber nicht angebracht wäre.

Martin Lohmann, der Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken (AEK) in der CDU und Vorsitzender der Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) hat in der FAZ einen Artikel zu den kürzlich bekannt gewordenen Fällen von Kindesmissbrauch am Canisius-Kolleg in Berlin veröffentlicht, der den aufschlussreichen Titel trägt: “Schuld ist nicht ‘das System’”.

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Menschenähnlich (7)

5. Februar 2010

Mein Wochenende hat diesmal aus verschiedenen Gründen etwas früher begonnen als sonst, und deshalb gibt es das nächste Kapitel unseres Fortsetzungsromans auch ausnahmsweise schon Freitag. Ich hoffe, es gefällt euch.

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Boob Control (2)

4. Februar 2010

Also gut, äh… Ich ziehe meine Behauptung zurück, Japaner seien krank. Anscheinend ist das zurzeit einfach ein Trend.

Und bevor ihr euch jetzt wundert, was da für komische Zeitschriften im Hause Silberstreif rumliegen: Das ist die Rückseite des aktuellen Pferdemagazins, das ich zufällig bei meiner Mutter gesehen habe. Es handelt sich um eine Anzeige des Reitausrüstungsherstellers TRUST equestrian, der, wie ihr euch auf seiner Homepage gerne selbst ansehen dürft, offenbar eine sehr optimistische Vorstellung von seinen Kunden und sehr abenteuerliche Ideen für den Einsatz seiner Produkte hat.


A propos arschlochfreie Kette

3. Februar 2010

Gerade habe ich im Radio Werbung für die neue Ausgabe des frisch relaunchten, ähm, öhh… Nachrichtenmagazins, behaupten die wohl, “Focus” gehört.

Leider habe ich den genauen Wortlaut nicht mitgeschnitten, aber sinngemäß sagte der Sprecher, die beiden Topthemen seien

a) Wann kommt der Aufbau West? Wie die Förderung Ostdeutschlands den Westen ruiniert.
b) So naiv ist Europa gegenüber dem Islam: Was radikale Imame alles dürfen.

Boah, ist mir schlecht. Kann man wirklich so viele steindumme, rassistische islamophobe, abgehalfterte, unfassbar dumme, bigotte, abstoßende, klischeehafte, unreflektierte, saudumme, niveaulose, hässliche, niederträchtige - hatte ich “dumme” schon? – Ressentiments in einen kurzen Radiospot packen, ohne dass er durch die unwiderstehliche Gewalt seiner schieren Borniertheit das Raum-Zeit-Kontinuum zerstört? Hätte ich nicht gedacht.


Wer ist eigentlich “die Blogszene”?

2. Februar 2010

Falls ihr euch das auch schon mal gefragt habt, dann hat faz.net hier für euch die Antwort. “Die Blogszene” hat nämlich Kai Diekmann zum Newcomer des Jahres gekürt. Jaha!

Die Blogszene, das sind… Äh, nee, anders: Das ist also Franzi. Denn so, wie ich das sehe, kann faz.net mit dieser sonderbaren Bemerkung nur die “Blogger 2009″ meinen. Dort war die Kategorie “Newcomer das Jahres” von der allgemeinen Abstimmung ausgenommen. Kai Diekmann wurde von Franzi sozusagen einstimmig zum Gewinner ernannt. Sie sprach in diesem Zusammenhang von “Franzikratie”. Das Video mit seiner Dankesrede war bereits vorbereitet. 

Dass der Rest des verlinkten faz.net-Artikels der gleiche widerlich unkritische Schmacht ist, den ich inzwischen von dort gewohnt bin, kommentiere ich lieber nicht auch noch, der Schaum vor dem Mund wirkt auf die Kollegen hier im Büro immer ein bisschen irritierend.

Deutlich treffender und viel lesenswerter hat übrigens gerade erst Stefan Niggemeier die Methode Diekmann beschrieben.


Bfasdmzbhudesevwigs – erste Vollzugsmeldung

1. Februar 2010

Zur Information für alle Teilnehmer: Ich habe soeben die Adressen der zugelosten Gastgeber an die Gastbeitragsschreiber gemailt. Weil die Überraschung Teil des Konzepts ist, bitte ich euch alle, eure Gastgeber vorerst im Dunkeln darüber zu lassen, wer für sie schreibt.

Sollte einer von euch keine Mail bekommen habe, prüft bitte zunächst mal eure Spam-Ordner. Wenn da auch nichts drin ist, ist mir möglicherweise ein schrecklich peinlicher Fehler unterlaufen. Bitte schreibt mir dann, damit ich die Sache irgendwie in Ordnung bringen kann.

(Einen ganz anderen schrecklich peinlichen Fehler habe ich zu meiner großen Erleichterung hoffentlich gerade vermieden: Um ein Haar hätte ich Hammel die Mails alle über meinen herkömmlichen Outlook-Account verschickt, also mit meinem Klarnamen als Absender. Nicht, dass das jetzt wirklich sooo schlimm gewesen wäre. Wäre bloß eine ziemlich dämliche Art gewesen, sich zu demaskieren… Sollte doch einer von euch noch einen anderen Absender sehen als Muriel Silberstreif, wisst ihr ja, wohin ihr eure Schweigegeldforderungen senden müsst.)


Restebloggen kurz nach dem Wochenende (26)

1. Februar 2010

Und diese Verspätung hat übrigens auch nichts mit Bfasdmzbhudesevwigs zu tun, sondern damit, dass Keoni und ich gestern zusammen mit zwei guten Freunden noch einen Drachen erschlagen, an einem Turnier teilnehmen und einen Mörder suchen mussten. Hat Spaß gemacht.

  1. Warum hat Obst eigentlich Aufkleber? Bei Bananen ist es nicht so schlimm, da isst man die Schale eh nicht mit. Aber Äpfel? Birnen? Und von Brot will ich gar nicht erst anfangen! Wer sich das ausgedacht hat, gehört ausgepeitscht.
  2. Gehirnschluckauf zeigt uns einen Rapbattle zwischen Keynes und Hayek. Sehr wertvoll, nicht nur für Volkswirte:
  3. Und warum soll man nicht auch dasselbe Blog zweimal verlinken dürfen? Natürlich darf man das! Gehirnschluckauf mit ganz aufrichtigen Genesungswünschen: ”Lieber Jürgen Trittin“.
  4. xkcd mal wieder, mit einem fabelhaften Beitrag zum Marsrover Spirit. Aber vorsicht, wer traurige Geschichten nicht so mag, sollte sich das vielleicht ersparen.
  5. Quadratmeter zeigt uns Hitlers Reaktion auf die Vorstellung des neuen iPad:
  6. Bei Print würgt konnten wir in dieser Woche lernen, was das Konzept der arschlochfreien Kette ausmacht, und warum der Focus keine hat: Man darf nämlich zuallererst mal selbst kein Arschloch sein.
  7. Ein Restebloggen ohne Astrodicticum-Simplex-Content? Glaubt ihr doch nicht im Ernst! Hey there, Cthulhu!